publiziert: 15.06.2012 15:06 Uhr
aktualisiert: 17.06.2012 12:05 Uhr
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KKG liefert seit 30 Jahren Strom

E.ON verweist auf hohe Sicherheitsstandards

Ein Jubiläum begeht das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG) an diesem Sonntag: Vor 30 Jahren erfolgte die Übergabe des Kraftwerks an den damaligen Betreiber Bayernwerk AG und damit startete der Beginn des Leistungsbetriebes.

Das KKG ist der älteste der deutschen Atommeiler, die derzeit noch am Netz sind; nach dem Atombeschluss der Bundesregierung soll es am 31. Dezember 2015 vom Netz genommen werden.

Laut einer Mitteilung des heutigen Betreibers E.ON Kernkraft hat die Anlage bis heute rund 302 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Die Baugenehmigung für den Bauherrn Kraftwerk Union AG (Siemens KWU) stammt aus dem Jahr 1974; sieben Jahre später ist der erste Urankern gespalten worden.

In seiner Mitteilung verweist E.ON auf „hervorragende Ergebnisse“. Seit Inbetriebnahme sei das KKG 14-mal unter den „sogenannten Top Ten der weltweit besten Kernkraftwerke“ gewesen; 1983 und 1984 habe es sich „Produktions-Weltmeister“ bezogen auf die Bruttostrommenge nennen dürfen. 2012 habe die Anlage als drittes Kernkraftwerk weltweit die Marke von 300 Milliarden Kilowattstunden erzeugten Stroms überschritten.

Außerdem verweist das Unternehmen auf „das erstklassige Abschneiden der Anlage bei Überprüfungen ihrer Sicherheit“. Dies zeigten turnusmäßig stattfindende sogenannten „Peer-Reviews“ der World Association of Nuclear Operators (WANO), die nationalen Überprüfungen der Reaktorsicherheitskommission (RSK) und auch jüngst die Erkenntnisse aus dem EU-Stresstest. Das KKG sei eine Anlage auf höchstem sicherheitstechnischem Niveau. Zudem habe man in den vergangenen 30 Jahren 640 Millionen Euro in Modernisierung und „Sicherheitsoptimierung“ investiert; dies entspreche der Hälfte der originären Baukosten.

368 Mitarbeiter

In der Medieninformation würdigt der technische KKG-Chef Reinhold Scheuring die Leistungen des Personals. Insgesamt beschäftigt E.ON am Standort Grafenrheinfeld 368 Mitarbeiter. Scheuring verweist auch auf die Wirtschaftskraft, die vor allem die jährlichen Revisionen für die Region entfalten: „Wir sind hier im Landkreis Schweinfurt fest verankert und erfahren viel Akzeptanz aus unserem unmittelbaren Umfeld.“

mjs
    
    

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»Alle 15 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

wanderfreund (132 Kommentare) am 18.06.2012 12:37

Oh Mann

Kaum steht ein Artikel vom KKW in der Zeitung tummelt sich ganz schnell die Szene der Gegner und Befürworter hier in diesem Forum um sich gegenseitig ans Leder zu gehen! Habt Ihr nix anderes zu tun? Ist doch eh klar das die Gräben bei Euch unüberwindlich sind, nur noch verkappte hier! man kann es echt bald nicht mehr hören! Die erneuerbaren sind aus Gründen der Ressourcenknappheit bei den herkömmlichen Energieträgern eh nicht mehr aufzuhalten. Bleibt ruhig, es geht alles seinen Weg! Alles wird gut! Lest lieber mal das Buch von Franz Alt, "Die Sonne schickt uns keine Rechnung!"
http://www.amazon.de/Sonne-schickt-keine-Rechnung-Mobilit%C3%A4tUnter/dp/3492254985/ref=pd_cp_b_0/279-9834367-4257256
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hw (32 Kommentare) am 16.06.2012 16:48

30 Jahre KKG - eine 'Erfolgsstory' mit bitterem Beigeschmack

Richtig ist, dass das Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld im Laufe seiner Betriebszeit von 30 Jahren eine außerordentlich hohe Strommenge als Grundlast zur Verfügung gestellt hat. Diese Strommenge wurde jedoch nicht hergeschenkt, sondern mit Milliardengewinn verkauft, erst für das Bayernwerk, später für den Nachfolger e.on. Richtig ist auch, dass die ca. 300 köpfige Betriebsmannschaft ihr Bestes gegeben hat, um das hochkomplexe Kraftwerk in die Lage zu versetzen, mit vergleichsweise günstigen Revisionszeiten eine hohe Verfügbarkeit zu sichern.
Richtig ist auch, dass die meisten Bürger die Probleme dieser Art der Energieerzeugung gar nicht wahrgenommen haben. Gefahren und Radioaktivität waren nicht bemerkbar oder wurden verharmlost, - und die großtechnische Energieversorgung war gesichert.
Aber auch dies ist richtig: In diesen 30 Jahren hat das KKG Tausende von Tonnen leicht-, mittel- und hochradioaktiven Abfall erzeugt, von dem bis heu
(4)
steve67 (1157 Kommentare) am 16.06.2012 14:02

Wo

ist denn eigentlich dudi??
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werntal (224 Kommentare) am 16.06.2012 12:30

Danke!

Man kann es nicht deutlich genug sagen, die Hysterie mit der Abschaltung unserer AKWs. Der Atommüll auf der Welt, der schon da ist,strahlt genauso lange wie der Müll der nächsten 30 Jahre. Man hätte dann genügend Zeit, eine Energiewende anzugehen und müßte dies nicht a la "Hoppla hopp" auf dem Rücken der Privatstromkunden machen.
Europa freut sich über Deutschland und baut weiter neue Meiler! Die Stromabnahme ist ja gesichert! - Armes, verbohrtes Deutschland! - Nur weil die Merkel wieder Kanzlerin werden will!
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ropel (626 Kommentare) am 16.06.2012 17:08

hallo werntal

wo werden denn neue meiler gebaut ?
RWE und E.ON sind freiwillig aus england ausgestiegen, die betriebswirtschaftlichen risiken waren zu groß, der staat wollte sich weitestgehend aus der finanzierung raushalten und hat mit den subventionen geknausert, weil England eben auch hoch verschuldet ist.

dasselbe ist auch in rumänien und bulgarien geschehen.

die USA wollten unter bush jun vierzig (40 !!) neue akws bauen, es wurde KEIN einziges in angriff genommen.
die türken wollten in den neunziger jahren 10 neue bauen, kein einziges.
berlusconi wollte auch, hat dann aber auch kein einziges realisiert.

nur in frankreich und finnland wird derzeit je eines gebaut, der kosten- und zeitplan sind aber aus dem ruder gelaufen.
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