publiziert: 27.01.2011 10:45 Uhr
aktualisiert: 27.01.2011 20:44 Uhr
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Kraftwerksleiter soll Kreistag informieren

  • KKG Die Türme der Stadtpfarrkirche von Gerolzhofen und dahinter die Kühltürme des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld bestimmen dieses Winterbild. Aufgenommen mit einem Teleobejektiv vom Alten Berg bei Wiebelsberg.
    Foto: Waldemar Wiederer
Bild von

(mjs) Landrat Harald Leitherer (CSU) soll sich öffentlich zu den jüngsten Vorkommnissen rund um das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG) äußern; zudem soll der Werksleiter Reinhold Scheuring vor dem Kreistag Rede und Antwort stehen. Das fordert der Sprecher der Linken-Gruppe im Kreistag, Klaus Schröder in einem offenen Brief an den Landrat.

Die jüngsten Meldungen um die Vorkommnisse im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld verursachten eine große Unsicherheit bei weiten Teilen der Bevölkerung in der Region um Schweinfurt, schreibt er darin.

Wie unklar die Situation im Atomkraftwerk Grafenrheinfeld angesichts der auffälligen Messwerte an einer Leitung im Primärkreislauf wirklich ist, zeige die Tatsache, dass die bayerische Atomaufsichtsbehörde erst keinen meldepflichtigen Vorfall darin gesehen habe, dann aber doch Monate später das Bundesumweltministerium informiert habe. Selbst in Bundesumweltministerium sei man sich nicht einig, ob nicht doch eine sofortige Abschaltung notwendig ist.

Deshalb fordern die Linken den Landrat auf, "zu diesen Risiken" im Atomkraftwerk Grafenrheinfeld öffentlich Stellung zu nehmen und die Bevölkerung des Landkreises Schweinfurt umfänglich zur Situation des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld zu informieren.

Leider habe sich der Kreistag "noch nicht" zu einer deutlichen Stellungnahme, insbesondere zum Thema „Laufzeitverlängerung“, entschließen können. „Jetzt sind Sie allerdings, unserer Meinung nach, in der Pflicht sich zum Riss im Kühlsystem zu äußern“, schreibt Schröder. Zudem soll Leitherer den Werksleiter in die nächste Sitzung des Kreistags einladen, damit jener Rede und Antwort stehen könne. Auf Initiative der SPD ist KKG-Chef Scheuring bereits in den Schweinfurter Stadtrat gebeten worden.

Die Bevölkerung habe das Recht, so die Linken weiter, in Sachen Reaktorsicherheit exklusiv und umfangreich informiert zu werden. Dies sollte über die Parteigrenzen hinweg eine Selbstverständlichkeit sein.

    
    

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Die neuesten Kommentare

unsi1337 (15 Kommentare) am 27.01.2011 16:27

Atomkraft Nein Danke!!!

Atomkraft Nein Danke!!!
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