publiziert: 16.02.2011 11:45 Uhr
aktualisiert: 16.02.2011 13:13 Uhr
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Linke wollen keine Ein-Euro-Jobs

Frank Firsching kündigt Antrag an – Zwölf Stellen bei Stadtgrün fallen weg
  • Streit um die Ein-Euro-Jobber: Derzeit kümmern sich 17 City-Reiniger um saubere Straßen. Die Linken wollen nun, dass die Stadt auf Ein-Euro-Jobs verzichtet, auch diese Kräfte anders bezahlt.
    Foto: Laszlo Ruppert
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(hh) Die im Stellenplan für 2011 noch aufgeführten zwölf Arbeiterplätze im Servicebetrieb Bau- und Stadtgrün werden nicht wie von der Stadtratsfraktion Die Linke „Schritt für Schritt“ wieder besetzt, sondern im Stellenplan für 2012 gestrichen.

Fraktionschef Frank Firsching war bei einer früheren Sitzung des städtischen Finanzausschuss aufgefallen, dass von den 565 Planstellen der tariflich Beschäftigten nur 546,5 tatsächlich besetzt sind. Auf Nachfrage erfuhr er, dass davon vor allem der Grün-Servicebetrieb betroffen sei und dort bis zu 30 so genannte „Ein-Euro-Jobber“ eingesetzt werden. Firsching stellte einen Zusammenhang zwischen den Ein-Euro-Jobs und den nicht besetzten Stellen her. „Wir setzen uns mit dem Antrag für die Umsetzung des beschlossenen Stellenplans ein“, sagte er am Dienstag im städtischen Finanzausschuss und zitierte ein Papier des Bundesrechnungshofes. Das besagt im Kern, dass Ein-Euro-Jobber schwerer eine feste Beschäftigung finden und diese Verhältnisse auch deshalb nicht gefördert würden, weil sie eine „gefährliche Konkurrenz“ etwa zu Handwerksbetrieben darstellten.

Der städtische Personalleiter Roland Göb informierte, dass Firschings Ansatz falsch sei und im Schweinfurter Fall eben kein Zusammenhang zwischen dem Einsatz der Ein-Euro-Kräfte und den nicht besetzten Jobs im Servicebetrieb bestehe. Sie seien aus „Optimierungsgründen“ im Fuhrpark, Straßenbau und bei der Müllabfuhr eingespart worden, würden nicht mehr besetzt und 2012 aus dem Stellenplan gestrichen. Die derzeit 17 Ein-Euro-Kräfte seien bei der City-Reinigung (13), im Friedhof sowie bei der Gewässer- und Grünflächenpflege (je 2) eingesetzt.

Der Jobcenter der Stadt setze durchschnittlich bis zu 30 Ein-Euro-Jobber bei Bedarf ein. Langzeitarbeitslose Leistungsempfänger mit mehreren Vermittlungshemmnissen müssten den Job aber nicht antreten, es geschehe auf freiwilliger Basis.

Nur Kathi Petersen unterstützte Firsching in seinem Anliegen. Der Linke-Chef kündigte aber an, beim Thema nicht locker zu lassen. Er werde einen neuen Antrag stellen: Die Stadt soll auf Ein-Euro-Jobs künftig komplett verzichten.

    
    

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