aktualisiert: 26.02.2009 16:05 Uhr
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SCHWEINFURT
Mein Bild für die Kunsthalle: Mikado auf Fotopapier
Letzte Ausgabe der Aktion „Mein Bild für die Kunsthalle“: Göbel, Schömig, Camstra
(kwi) In der zwölften und letzten Ausgabe von „Mein Bild für die Kunsthalle“ hat Museumspädagogin Friederike Kotouè drei Arbeiten ausgesucht, die nicht im Bestand der Ständigen Sammlung der Museen und Galerien sind, aber von Bildpaten für diese Aktion ausgewählt wurden.
Hanne Göbel, pensionierte Lehrerin aus Poppenhausen und Sammlerin von Bildern regionaler Künstler, hat „Schmetterlinge im Bauch“ von Dorothea Göbel ausgewählt, mit der sie nicht verwandt oder verschwägert ist, wie sie betont. Für sie verkörpert das Rot im linken Bild eher Sinnlichkeit und Leidenschaft, das Rot im rechten Bild strahle Wärme, Liebe und Kraft aus. Kleckse, Linien und Augen würden die Flächen lebendig machen, die an einen zarten, schräg schwebenden Schmetterling vor heiterem Sommerhimmel erinnern.
Der Titel sei eine Metapher für Verliebtsein, im siebten Himmel schweben. Ob die Künstlerin wohl verliebt war?, fragt Hanne Göbel, die schon an mehreren Malkursen bei Dorothea Göbel teilgenommen hat. Die Malerin wurde 1964 geboren und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Schweinfurt.
Sandra Hanneke, 1970 in Schweinfurt geboren, von Beruf Erzieherin und derzeit Hausfrau und Mutter, lernte an der Realschule Claudia Schömig kennen, mit der sie eine enge Freundschaft und das gemeinsame Hobby Kunst verbindet. Von ihr möchte sie gerne das Fotogramm „Fallstudie, Mikado“ in der Kunsthalle sehen.
Das schwarz-weiße Bild hat für sie sehr viel Inhalt, das wichtigste sei die Aussage, wie vergänglich alles ist. Das sei ihr beim Betrachten bewusst geworden. Wenn sie dieses Bewusstsein in ihren Alltag transportiere, zeige es ihr, wie vergänglich jedes Detail, jeder Augenblick, jede Situation sei. Das erlebe sie an ihren drei Töchtern jeden Tag.
Das Bild von Claudia Schömig habe aber auch symbolischen Charakter. Es erscheint Sandra Hanneke wie eine Iris und teile ihr mit: sei wachsam und feinfühlig für die schönen und interessanten Dinge des Alltags. Claudia Schömig selbst schreibt über die Serie von Fotogrammen: „In der Dunkelkammer werden Ergebnisse des einfachen Fallenlassens von Mikadostäbchen auf Fotopapier belichtet. Es entstehen einzigartige Fotogramme, es existiert kein Negativ.“
Die Aktion „Schweinfurt hat Schwein“ hat Eva Treutlein auf die Idee gebracht, die Schweinebilder von Anneke Camstra in die Stadt zu bringen. Treutlein ist gebürtige Schweinfurterin und arbeitet heute als Multimedia-Künstlerin. Zwischen 1990 und 2006 lebte und arbeitete sie in Amsterdam, war Mitglied einer Künstlergruppe und lernte hier Anneke Camstra kennen. Schon damals sei sie begeistert gewesen vom Farbenzauber der „knappe varkens“, der hübschen Schweine. Knap ist holländisch und heißt hübsch, klug, gescheit, schmuck, sauber. Eva Treutlein wünscht sich eine Präsentation von neun Schweineporträts im Rahmen der Aktion „Mein Bild für die Kunsthalle“.
Ob ihr Traum, zusammen mit anderen Kollegen aus Amsterdam die Kunsthalle Schweinfurt mit „inspirierenden, heilenden, erquickend und labenden Farbenenergien“ zu füllen, jemals in Erfüllung geht, sei freilich dahin gestellt.
Die Bilder sind ab 21.März im Foyer der Galerie Alte Reichsvogtei ausgestellt und im Internet unter www. schweinfurtserver.de/Wunschgalerie
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