publiziert: 26.01.2012 16:37 Uhr
aktualisiert: 26.01.2012 16:53 Uhr
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Rigoletto im Theater: Der Herzog vergnügt sich

Verdis „Rigoletto“ in einer Produktion des bulgarischen Opernfestivals der Stadt Vidin
  • Bestürzendes Melodramma: Die Regisseurin und Bühnenbildnerin Kerstin Jacobssen hat den „Rigoletto“ inszeniert.
    Foto: Theater
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„Der großartigste Stoff und vielleicht sogar das größte Drama der Moderne“, schrieb Verdi 1850 über Victor Hugos Drama „Le roi s'amuse“ („Der König vergnügt sich“). Und entwickelte 1851 aus der französischen Dramenvorlage sein Meisterwerk „Rigoletto“, ein Melodramma in drei Akten. Ursprünglich sollte die Oper „La Maledizione“ (Der Fluch) heißen. Die Zensur von Venedig erhob Einspruch. Nach ernsten Auseinandersetzungen mit den Behörden setzte sich Verdi durch und verlegte Ort und Zeit der Handlung, um nicht Hugos Schicksal zu erleiden, denn die Uraufführung von Hugos Schauspiel 1832 war von turbulenten Ausschreitungen im Publikum begleitet. Das Stück wurde für 50 Jahre verboten. So hat Verdi den Schauplatz von Paris nach Mantua verlegt, der französische König Franz I. wird in den Herzog verwandelt und der Hofnarr Rigoletto in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt.

Jeweils um 19.30 Uhr am Dienstag, 6. März (Gemischtes Abo Ring D), am Mittwoch, 7. März (C), am Donnerstag, 8. März (A) und am Freitag, 9. März (E), wird Verdis Meisterwerk in einer Produktion des bulgarischen Opernfestivals der Stadt Vidin gezeigt. Evgenij Dimitrov dirigiert die Sinfonietta Vidin, Inszenierung und Ausstattung stammen von Kerstin Jacobssen. Singen werden unter anderem Temi Raphael (Gilda), Jaco Venter (Rigoletto), Valeri Georgiev (Herzog von Mantua) und Stefan Vladimirov (Sparafucile).

Die Regisseurin und Bühnenbildnerin Kerstin Jacobssen arbeitete in Freiburg, Tübingen und Ulm und auch seit 2005 in Meiningen („Die verzauberten Brüder“ von Jewgenij Schwarz, „Hänsel und Gretel“ und „Pippi Langstrumpf“). Am 20. Juni 2008 eröffnete Jacobssen mit ihrer Inszenierung von Ovids „Metamorphosen“ (Stückfassung/Regie/Bühne) die neuen Meininger Kammerspiele. Ihre Meininger Inszenierung von „Kabale und Liebe“ gastierte zu Schillers 250. Geburtstag 2009 in Shanghai und Peking. Wagners „Tannhäuser“ – zu dem sie das Bühnenbild entwarf – war 2010 in Meiningen Inszenierung des Jahres.

Die Sopranistin Temi Raphael hat bereits mehrfach in Schweinfurt begeistert, zuletzt als Violetta in „La Traviata“. Der Südafrikaner Jaco Venter gehört seit der Spielzeit 2005/2006 zum Ensemble des Nationaltheaters Mannheim. „Im großen Rache-Duett wetteifert Jaco Venter erfolgreich mit Temi Raphael, die ihre Gilda mit exponierten Sopranhöhen, Biegsamkeit und Leichtigkeit bewältigt und in allen Registern subtilen Glanz aufleuchten lässt.“ (Echo-Online, 2010)

Vorverkauf ab 4. Februar Tel. (0 97 21) 51 475 oder 51 0 – Internet: www.theater-schweinfurt.de

ck
    
    

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