aktualisiert: 06.02.2012 17:55 Uhr
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SCHWEINFURT
Stadträten den Eintritt verwehrt?
Jobcenter: Diskussion um Vor-Ort-Recherchen durch Ratsmitglieder
Beengt geht's zu im Jobcenter Schweinfurt, das über die Jahre personell zugelegt hat und die einst zugewiesenen Räumlichkeiten im Friedrich-Rückert-Bau inzwischen sprengt. Unter den Mitarbeitern gärt es, worüber auch im nicht öffentlichen Teil der Haupt- und Finanzausschusssitzung vom 24. Januar berichtet wurde. Außerdem sollen mögliche Lösungsansätze aufgezeigt worden sein, teils mit erheblichen Investitionen verbunden, die nicht jedem schmeckten.
Die Tatsache aber, dass es dort Unzufriedenheit in der Belegschaft gibt und diese auch schon „seit Jahren vertröstet“ werde, was eine Besserung der Arbeitssituation angeht, trieb (nicht nur) prosw-Stadtrat Karl-Heinz Knöchel um, weshalb der sich gleich für den 25. Januar in seinen Kalender notierte: „Jobcenter besuchen“. Ähnliches dachte sich auch die dritte Bürgermeisterin der Stadt, Kathi Petersen. Als Arbeitnehmervertreterin im evangelischen Dekanat fühlt sie sich traditionell den Anliegen der abhängig Beschäftigten verpflichtet, so auch in diesem Fall.
„Jobcenter besuchen“ – das ist eigentlich keine große Sache für einen Stadtrat, der ja kraft Amtes beauftragt ist, als politische Vertretung der Bürgerschaft die Verwaltung zu kontrollieren. Knöchel avisierte sich also dem Chef des Jobcenters, Roland Kotsch, der sich nach Informationen dieser Zeitung kurz beim zuständigen Sozialreferenten Jürgen Montag rückversicherte und eine überraschende Antwort erhielt: Der Besuch des Stadtrats im Jobcenter sei nicht erwünscht. Von einer „schweren Geburt“ ihres geplanten Vor-Ort-Termins spricht auch Kathi Petersen. Immerhin wurde ihr für die nächste Woche aber eine Besuchsmöglichkeit eingeräumt.
Rundgang mit Begleiter
Bei diesem Rundgang durch die Räumlichkeiten wird ihr allerdings Jürgen Montag „zur Seite stehen“, was wiederum in der Belegschaft weniger gut ankommt: „Dann traut sich ja keiner, die Wahrheit zu sagen“, so ein Mitarbeiter gegenüber dieser Zeitung. Kathi Petersen sieht diesen offiziellen Besuch allerdings nur als Möglichkeit zu einem ersten Überblick, was die Situation in der Einrichtung betrifft. „Ich werde mich im Anschluss dann schon mit den Betroffenen unterhalten, auch ohne den Referenten“, lässt sie durchblicken. Und auch Karl-Heinz Knöchel, dem nicht nur der Besuch versagt, sondern auch noch ein „Maulkorb“ gegenüber der Presse verpasst worden sein soll („das brächte sonst nur Unruhe in die Angelegenheit“), will nach einer dem Personalamtsleiter zugesicherten Wartefrist von vier Wochen (Knöchel: „...zwei davon sind jetzt rum“) zur Not einfach beim Amtsleiter reinspazieren und sich ohne explizite Genehmigung informieren.
Datenschutz ist das Problem
Eine nicht angekündigte „Inspektion“ durch Stadträte oder auch die Bürgermeisterin im Jobcenter ist übrigens aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Und der Datenschutz ist auch der Hauptgrund, weshalb sich die Mitarbeiter derzeit unwohl fühlen. In ursprünglich für einen oder zwei Sachbearbeiter vorgesehenen Büroräumen sitzen bis zu drei Fallmanager, voneinander abgeteilt allenfalls durch Paravents.
Hans Schnabel, zuständiger Facility-Manager der Stadt Schweinfurt, räumt unumwunden ein, dass „die räumlichen Verhältnisse unter dem Aspekt des Datenschutzes an der Grenze der Zumutbarkeit“ seien, weshalb man auch bereits zusätzliche 200 Quadratmeter in der Zehntstraße angemietet habe, die von neun Mitarbeitern aus den Bereichen Reha, 50 plus, EDV und Teilhabe genutzt würden. Im Raum stehe nun der Umbau des Leopoldina-Saals im Obergeschoss des Rückert-Baus. Die benötigten rund 280 000 Euro könnten eventuell noch im Frühjahr nachträglich in den Haushalt eingestellt werden, „das Finanzreferat möchte aber zunächst noch die finanzielle Entwicklung abwarten“, sagt Schnabel.
Von „konkret zwei Räumen mit sehr beengten Verhältnissen“ spricht Personalleiter Roland Göb; man sei dabei, diese Situation durch organisatorische Veränderungen aufzulösen; die SWG erschließe zudem aktuell ein weiteres Büro. Göb berichtet von einer „Teilpersonalversammlung“ mit den Jobcenter-Beschäftigten vor Weihnachten, in deren Verlauf alle Probleme im Bereich des Rückert-Baus auf den Tisch gekommen seien.
Es handele sich hierbei ausschließlich um bauliche Aspekte, während das Arbeitsklima in der Einrichtung „ganz hervorragend“ sei. Hierfür spreche auch die Tatsache, dass es nur ganz selten bei innerbetrieblichen Stellenausschreibungen Bewerbungen aus dem Jobcenter heraus gebe. Göb unterstreicht, dass es seitens der Verwaltung keine Berührungsängste mit recherchierenden Stadträten gebe, dass man im konkreten Fall aber kurz vor positiven Entwicklungen zusätzliche Unruhe vermeiden wollte.
Von unserem Redaktionsmitglied
Holger Laschka
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KuSKom (163 Kommentare) am 08.02.2012 08:33
Arbeitsklima nicht gesehen warm und kaltAus der Sicht des Kunden, wir erinnern uns was Kunde früher bedeutete.„Der Kunde ist König „, das war einmal der König wurde gestürzt. Nun wenn man die Räumlichkeiten diese Jobcenters betritt, dann hat man nicht das Gefühl willkommen zu sein. Denn schon wie man sagt, das Auge isst mit. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Die ja mehrere Stunden hier am Tag verbringen dürfen. Da ist eins die Geräusch Entwicklung. Da ist eins erheblich und mancher bekommt das kaum mit, weil er/sie sich daran gewöhnen durften. So ist es, wenn zu den Fluren eine Tür sich leise schließt. Dann werden die anderen Türen am Gang daran gezwungen sich zu rühren, da der entstehende Luftzug alle Türen im Gang auffordert sich zu melden. Somit wissen dann alle Anwesenden Personen in den anliegenden Räumen des Flures das einer gegangen oder gekommen ist. Kurz Lärmbelästigung. So werden auch die Türen verschlossen von Räumen wenn der Beschäftigte als letztes den Raum verlassen. So das der Kunde für den WC, wenn es sein muss nach einen Schlüssel fragen darf. Da nun in diesen Räumlichkeiten sich mehrere Arbeitsplätze befinden, was der Sicherheit der Beschäftigten hier dient, da er/sie ja nicht alleine ist. Da ja nicht jeder Mitbürger mit Entscheidungen des „Amtes“ einverstanden ist kommt das schon einmal vor das dieser Mitbürger menschliche Reaktionen nicht unterbinden kann. Der Datenschutz ah ja, da kommt es schon einmal vor das man als Kunde persönliche Angelegenheiten vom anderen Kunde zwangsläufig mitbekommt bei dessen Gespräch mit seinen Kundenbetreuer. Wobei sich ja jeder vorm Gebäude denken kann, wenn Leute dieses Gebäude betreten, diese entweder dort Arbeiten oder unter der Armutsgrenze leben dürfen trotz eventuelle Arbeit! |
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Richie54 (59 Kommentare) am 08.02.2012 11:10
KuSKom - AuaLeut lest doch erstmal den Text durch den ihr schreibt ob das dann überhaupt noch jemand verstehen kann. Brutal. |
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jahnel (159 Kommentare) am 07.02.2012 10:20
Wo bleibt der Datenschutz in Leistungsabteilung SGB II Optionskommmune Stadt SW ?Als Ehremamtlicher i Verdi Bezirk SW -SGB II Berater (SGB 2 bzw 3 § Schulungen in Saalfeld Thüringen, bzw aktiver Verdi SW Senior bin ich regelmäßig im Jobcenter, unter anderen in der Leistungsabteilung als Verdi Mitgliederbegl...., z Bda sind in einen Raum 3 Mitarbeiter gleichzeitig mit SGB II Alg 2 Antragsannahme beschäftigt, wir ( Verdi SW .Personengruppe Erwerbslose ca 500 Mitglieder) etc haben schon hier mehrfach den Datenschutz bemängelt, sowie auch das jahrelange fehlen von SGB II INFO- Proschüren , möchte sich die Optionskommune Stadt SW offensichtlich auch aus Kostengründen einsparen ! Zweite Leistungsabteilungsannahme (kleinere) Raum ist für 2 Leistungsannahme-mitarbeiter eingerichtet und erfüllt ebenfalls nicht den Datenschutz Rahmen-bedingungen ! Soviel an den Personalchef, Sozialreferent Jürgen Montag, bzw Jobcenterleiter Roland Kotsch bzw SGB IILeistungsabteilungsleiter Herr Kraus, sowie Sozialamtsleiter der Stadt SW ! Optionskommune Stadt SW macht KdU = Kosten der Unterkunft incl Heizung bzw sonstige Wohnnebenkosten Bearbeitung incl Regelsatzberechnung komplett ohne Mitwirkungsmöglichkeit der Agentur f Arbeit SW. Hier möchte die Sozial-Verwaltung STADT SW den Stadtrat bzw Sozialauschuss etc Ausbremsen, dann großer Katzen-Jammer wenn BezirksSozialumlagen von 18, 5 % auf 22,5 % also um 4 % erhöht werden, von der C (S)ozialen (U)nterbelichtung ? bzw Mehrheit im Bezirk Unterfranken, MP Seehofer bzw Bayern Staatsfinanzminister möchte ja jedes Jahr 1 Milliarden € Tilgen ?! auf Kosten offensichtlich der Kreisfreien Städte, bzw Landkreise und Kommunen sprich allen SGB II Aufstockern im Niedriglohnsektor sowie sonstigen SGB II bzw Grundsicherungs bedürftigen ! Das diese CSU vorher 4 Milliarden € beim rechten ex Landeshauptmann im Wörthersee/ Kärntens HGAA/ BAYER-LB etc versenkt hat, bzw Formel 1 rechte vergeigt unter Wert verschenkt ? wurden etc ist in Franken nicht vergessen, auch wenn Fasching in Veitshöcheim CSU/FDP Politiker hinter Masken Tarnen und Aschermittwoch Politik- Schattenboxen angesagt ist ! Wieviel Gewerbesteuer hat denn die Reiche- STADT SW 2011 eingenommen 100 oder 120 Millionen € ? Im Sozialen Politik der CSozialenUnterbelichtung ? Gewerbesteuer bzw Grundsteuer Hebesätze extrem unter Landkreis Sätzen etc halten ? Das ist Regierungsfinanzpolitik Made bei CSU/FDP in Franken - bzw Bayern etc. |
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hgoetz (51 Kommentare) am 07.02.2012 14:15
Vor dem Schreiben Gehirn einschaltenHallo Herr "Jahnel", wie wäre es, wenn Sie, bevor Sie in die Tasten hauen, mal überlegen, was Sie mit Ihrem Kommentar sagen möchten? Vielleicht kämen dabei dann Sätze zustande, mit denen man etwas anfangen kann. Ich habe es an anderer Stelle schon einmal geschrieben: ich bin ein schlichtes Gemüt und habe Schwierigkeiten, solche Gedankensprünge, wie von Ihnen veröffentlicht, zu verstehen. Beispiel: "Als Ehremamtlicher i Verdi Bezirk SW....."???? |
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Hingucker (1481 Kommentare) am 07.02.2012 09:36
Job-Centerwas für ein Gelaber. Wennn sich jemand so heftig wehrt, gegen einen "Besuch", (Vorlaufzeit 4 Wochen) sind bestimmt ein paar "Leichen" im Keller, die man erst "wegräumen" muß. |
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