publiziert: 10.07.2011 18:40 Uhr
aktualisiert: 11.07.2011 12:50 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text SCHWEINFURT
Standpunkt: Schade für Frida Gold

Erst Verspätung und dann schlechter Sound
Was der Höhepunkt des Abends hätte werden können, endet in einem Mittelmaß, das weder Künstler noch Zuhörer verdient haben. Im wegen Überfüllung geschlossenen Rathausinnenhof warten beim Honky Tonk tausende von Besuchern auf den Auftritt von Frida Gold. Als die Band mit 45-minütiger Verspätung endlich die Bühne betritt, sind einige Zuhörer frustriert schon wieder  gegangen. Und die, die ausgeharrt haben, werden enttäuscht: Viel schlechter könnte der Sound nicht sein. Überlaute Bässe dringen bis in den Magen, während die Stimme von Frida nur zu erahnen ist. Und auch eine Dreiviertelstunde später, als sich Frida schon wieder verabschiedet!, hat sich daran nicht viel geändert. Wozu gibt es eigentlich Tontechniker? Schade für Frida Gold, die sich wirklich Mühe gibt, die Schweinfurter mitzuziehen. Die Reihen im Innenhof haben sich inzwischen so stark gelichtet, dass man den Star problemlos aus der Nähe beobachten kann. Frontsängerin Alinas Bühnenpräsenz begeistert, ihr Umgang mit dem Publikum kommt an, und als sie ihren aktuellen Hit singt, zeigen sich ihre Fans versöhnt.
Von unserem Redaktionsmitglied Horst Breunig
    
    

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Die neuesten Kommentare

rolandschwab (93 Kommentare) am 12.07.2011 19:06

Es ist leider häufig so,

dass die Qualität des Sounds aus den Boxen der Qualität der Musik oder auch der Reden nicht entspricht.
Zum einen liegt dies an mangelhaftem Material, zum anderen an mangelhaftem Personal.
Billigverstärker aus China sowie Boxen mit miserablen Hoch- und Tieftönern erzeugen nun mal einen grausigen Sound. Wenn dann noch billige Funkmikrophone Verwendung finden ist der Rauschsumpf perfekt.
Ausgebildete Tontechniker werden für diese Jobs in den seltensten Fällen engagiert.
Solange das Publikum nicht massiv gegen die miserable Soundqualität protestiert, werden die Sparbrötchen-Veranstalter nicht reagieren.
Es reicht halt nicht, die Regler einer Auto-Stereoanlage beim Abspielen von Hip-Hop oder Techno bedienen zu können.
(0)
mischersack (1 Kommentare) am 14.07.2011 10:36

Ohweia! Wer schreibt denn sowas?

Auch ich war vom Sound nicht begeistert, um dies milde auszudrücken. Dennoch muss ich meinem Vorredner in vielen Punkten widersprechen. Hier handelt es sich um laienhaftes, verallgemeinerndes, schon beinahe populistisches "Blabla".
Wer einen der führenden PA-Hersteller wie D&B (dbaudio.com) nicht kennt, kann nicht vom Fach sein. Es kamen klar ersichtlich Elemente der C-Serie zum Einsatz. Da auch ich die Sache nur aus der Distanz gesehen/gehört habe und Tops/Subs gleich aussehen, kann ich nur vermuten, dass es 1-2 C4-Tops pro Seite waren. Durch die Drehung des vorletzten Elements schließe ich auf 2 Tops pro Seite. Als Amping werden hier normalerweise ausschließlich Systemendstufen des gleichen Herstellers verwendet. Ich glaube nicht, dass sich hier die Verleihfirma LEX die Blöße geben würde, mit "Billigverstärkern aus China" zu arbeiten. Sicher nicht! Auch wenn ich nicht näher draufgeguckt habe, so gehe ich sehr davon aus, dass gehobene Funksysteme von Sennheiser oder Shure zum Einsatz kamen. Soweit ich weiß, verwendet LEX Sennheiser EW-Serie. Und wer den hochwertig bestückten FOH-Platz gesehen hat, weiß, dass es hier kein NoName-Zeugs zum Einsatz kam.
Allerdings darf man kritisieren, dass ein Single-Stack pro Seite den gegebenen Ansprüchen nur schwer genügen wird. Damit kommt eine einfache Coverband hin. Im vorliegenden Fall wäre ein kleines (Pseudo) Line Array mit sechs bis acht Elementen pro Seite, z. B. D&B Q-Serie oder wie andernorts gesehen JBL VRX, angemessen gewesen. Der Sound wäre deutlich direkter gewesen.
Und last but not least hatten wohl auch die Menschen am FOH nicht ihren besten Tag. Wenn ich (wie bei einer späteren Band) sehe, dass alle Fader wie mit dem Lineal gezogen auf 0dB stehen und die Lautstärke ausschließlich über den Gain geregelt wird, dann hat’s derjenige nicht begriffen und sollte auch nicht für einen solchen Job eingesetzt werden. Speziell bei Frida Gold soll’s aber wohl ein mitgebrachter Tontechniker gewesen sein, wie ich anderen Quellen entnehmen konnte.
Sei’s drum und nix für ungut. Es ist vorbei. Und mir ging’s hierbei auch nur um die Klarstellung, dass hier ganz sicher nicht um „mangelhaftes Material“ ging. Kommentar gerne, aber dann sollte man halt wissen, von was man schreibt (oder einfach mal nichts schreiben).
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