publiziert: 02.05.2010 17:46 Uhr
aktualisiert: 03.05.2010 11:11 Uhr
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Standpunkt: Schweinfurt zeigt's den Nazis

  • Stefan Sauer Stefan Sauer
    Fuchs-Mauder
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Es war ja keineswegs sonnenklar, dass Schweinfurt einen so beeindruckenden Demonstrationszug gegen die süddeutschen Neonazis auf die Straße bringen kann. Zwar hatten sich 80 politische, kirchliche und soziale Organisationen bis hin zu Sportvereinen dem Bunten Bündnis angeschlossen. Wie viele ihrer Anhänger und Mitglieder dem Demo-Aufruf folgen würden, konnte letztlich niemand wissen.

Dann füllten sich am Morgen des 1. Mai Wehranlagen und Maxbrücke mit Menschenmassen, wie Schweinfurt sie noch nicht gesehen hat. Ein riesiger Zug erklärte den viel später aufmarschierenden tiefbraunen Demonstrationstouristen – die Schweinfurt allen Ernstes für eine Stadt mit tausenden geknechteter Arbeiter halten –, wie überflüssig und verhasst sie hier sind. Gemessen am Zug des Bunten Bündnisses war ihr Aufmarsch geradezu mickrig – völlig unbedeutend.

Darauf kann Schweinfurt und sein Umland mächtig stolz sein. Sie haben's den Nazis gezeigt. Respekt auch vor der Antrittsrede Sebastian Remelés. Der neue Oberbürgermeister stellte sich schützend vor die Ausländer, die hier leben, und sagte dies sogar auf Türkisch. Er sprach sich für Vielfalt und Zuwanderung aus – für einen CSU-Mann nicht unbedingt selbstverständlich.

Und: großes Kompliment an die Polizei. Sie hat einen Super-Job gemacht, den 1. Mai friedlich gehalten und die Glatzen nach nur wenigen Stunden wieder aus der Stadt geleitet. Mögen sie in Zukunft bleiben, wo sie hergekommen sind.

Von Stefan Sauer stefan.sauer@mainpost.de
    
    

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Die neuesten Kommentare

rene2907 (287 Kommentare) am 03.05.2010 11:13

na na n a

@ menschenkind:

"ausradiert" ... haben wir uns da im ton vergriffen ???
(0)
menschenkind (826 Kommentare) am 02.05.2010 20:44

flagge zeigen!

das haben die schweinfurter bewiesen und sich von dem "braunen sumpf" nicht einschüchtern lassen. hoffentlich wird irgendwann einmal diese neonazi-vereinigung ganz ausradiert sein, und man brauch nicht mehr in angst zu leben, dass es wieder losgeht wie vor über 7o jahren. herzlichen glückwunsch schweinfurt, für eure geleistete arbeit gegen braun!!
(0)
christel2 (451 Kommentare) am 02.05.2010 18:36

als ehemalige SW-erin bin ich

stolz, was alle - auch die Presse - auf die Beine gestellt hat. Toll, beeindruckend wieviele Leute da kamen. Auch super, die Kirchenglocken läuten zu lassen während der Nazi-Reden.
(0)
benni (4 Kommentare) am 02.05.2010 18:14

Schweinfurt zeigt´s den Nazis

Ich konnte leider nicht selbst dabei sein aber ich bin stolz auf Schweifurt, seine Bürger und die aus der Umgebung. Alle Achtung vor der Polizei und der Organisation.Gut gemacht!!!!!!!!!!!!;-)
(0)
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