aktualisiert: 06.02.2012 08:44 Uhr
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RÖTHLEIN
Trennsystem bietet sich nicht an
„An der Tränke“
Die Abwasserbeseitigung für den Gemeindeteil Röthlein beschäftigte den Gemeinderat. Für das Neubaugebiet „An der Tränke“ muss ein überarbeitetes Generalentwässerungskonzept vorliegen. Das Ergebnis der Voruntersuchungen ergab, dass sich die getrennte Ableitung von Regen- und Schmutzwasser, wie sie das Wasserwirtschaftsamt grundsätzlich bevorzugt, nicht anbietet.
Knackpunkt ist die hydraulische Überlastung des Kanalsystems. Auch spricht die schwache Geländeneigung gegen das Trennsystem, wobei bei Starkregen eine Flutung am tiefsten Punkt der Lippertstraße nicht auszuschließen wäre. Bei dem jetzt favorisierten Mischsystem kann auf ein zusätzliches Regenrückhaltebecken verzichtet werden. Das Abwasser soll weiterhin in neuen Leitungen quer durch den Ort laufen. Die Kosten werden auf 2,5 Millionen Euro beziffert und damit ähnlich hoch wie bei der getrennten Entsorgung ausfallen.
Die Zeit drängt. Bis 2013 muss die Verwaltung in einem gültigen Generalentwässerungsplan dokumentieren, dass ein weiteres Regenrückhaltebecken unnötig ist, sonst muss es bis 2015 gebaut sein. Auch bei Nichtrealisierung des Neubaugebietes – Fragen der Gemeinderäte Peter Gehring und Hilmar Kirch - sind Sanierungsarbeiten am Kanalsystem dringend erforderlich. Bürgermeister Albrecht Hofmann, der nach eigenen Worten kein Verfechter des Mischsystems ist, forderte schnelles Handeln, denn die Nachfrage an Bauplätzen sei groß, besonders die für den Gemeindeteil Röthlein.
Auch besitzt die Gemeinde die Bauplätze des ersten Bauabschnitts, weshalb die Finanzierung der Entwässerung durch den Verkauf des Baugrunds als gesichert gilt. Mit elf zu vier Stimmen entschied sich der Rat für die Aufnahme der vorgestellten Konzeption in den Generalentwässerungsplan und bei einer Gegenstimme für eine Entbehrlichkeitsprüfung in Sachen Regenrückhaltebecken.
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