publiziert: 01.05.2010 13:36 Uhr
aktualisiert: 01.05.2010 13:44 Uhr
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Überwältigt von der Zahl der Demokraten

  • Riesenandrang am Zeughaus: Kundgebung des Bunten Bündnisses mit tausenden Teilnehmern.
    Foto: Waltraud Fuchs-Mauder
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(fan) „Der 1. Mai wird durch die Nazis missbraucht“, sagte Schweinfurts neuer OB Sebastian Remelé an seinem ersten Amtstag bei der Kundgebung des Bunten Bündnisses am Zeughaus. Wenn er aber sehe, dass hier im Vergleich zur Zahl der Rechtsextremen aus ganz Süddeutschland die achtfache Zahl Gegendemonstranten aus Schweinfurter und Umgebung für Demokratie und Toleranz stehe, „dann ist es mit nicht bange um Schweinfurt“, rief Remelé unter großem Beifall. An die Adresse der Ausländer sagte er: „Wir wollen und wir brauchen euch.“ Den vielen Schweinfurter Türken sagte er, sogar auf türkisch, er sehe seine Aufgabe auch darin, sich schützend vor sie zu stellen.

„Dass wir hier stehen dürfen, ist schön, dass wir es müssen, ist traurig“, sagte der evangelische Dekan Oliver Bruckmann. Wenn die Nazis am Schuttberg stehen, müssten sie eigentlich begreifen, was ihre Ideologie hier angerichtet hat.

Seinen Redetext ließ der DGB-Regionsvorsitzende Frank Firsching einfach sein und sagte nur, er sei einfach gt, in welch gewaltiger Zahl die Menschen an diesem 1. Mai gegen die Braunen auf die Straße gegangen sind. „Ganz Schweinfurt ist auf den Beinen.“

Ayfer Fuchs, Vorsitzende des Integrationsbeirats: „Der Nationalsozialismus ist keine Weltanschauung, sondern ein Verbrechen an der Menschheit.“ Sie sei stolz auf diesen gewaltigen Aufmarsch des Bunten Bündnisses gegen den Aufzug der süddeutschen Neonazis.

Unterdessen meldet unser Reporter – während ein Polizei-Hubschrauber über der Stadt kreist – dass zum offiziellen Beginn des braunen Aufzugs um 13 Uhr gerad mal rund 300 Neonazis am Bahnhof stünden. Sie warteten noch auf ihren Versammlungsleiter. Das Medieninteresse an den 1. Mai-Demonstrationen in Schweinfurt ist groß. Mindestens 25 Medienvertreter sind vor Ort.

    
    

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