publiziert: 26.01.2012 16:32 Uhr
aktualisiert: 26.01.2012 16:54 Uhr
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Vorschau MGS: Joseph Anton Koch in Rom

Die kommende Wechselausstellung im MGS
  • Joseph Anton Koch: Agnello Brunelleschi, vom sechsbeinigen Drachen angefallen, 1803, Wien (Ausschnitt).
Bild von

Unter dem Titel „Joseph Anton Koch in Rom“ zeigt das Museum Georg Schäfer von 11. März bis 6. Mai Zeichnungen aus dem Wiener Kupferstichkabinett. Der gebürtige Tiroler Joseph Anton Koch (1768–1839) gehört zu den bedeutendsten Landschaftsmalern und -zeichnern der Zeit des Klassizismus und der Romantik. Der freiheitsliebende, auch politisch engagierte Künstler fand neuartige Formen der Landschaftsdarstellung, besonders der Schweizer und italienischen Gebirgswelt, die durch Figuren aus Bibel oder Mythologie Idee und Bedeutung erhalten. Er schrieb 1810: „Die Kunst muß geben, was die Natur nicht hat, alsdann nur ist sie schöpferisch.“

Koch lebte mit wenigen Unterbrechungen seit 1795 in Rom. Neben den Landschaften schuf er beeindruckende Illustrationen zu Werken der Weltliteratur und stand im Mittelpunkt der deutsch-römischen Künstlerkolonie.

Das Kupferstichkabinett der Wiener Akademie der bildenden Künste erwarb 1865 den Nachlass Kochs durch dessen Schwiegersohn Johann Michael Wittmer und besitzt einen der größten Zeichnungsbestände des Künstlers. Dieser wurde in den letzten Jahren neu bearbeitet und in einem Katalog erfasst. Zum Abschluss der Arbeiten hat Kuratorin Cornelia Reiter einige der schönsten Werke zu einer Ausstellung vereint, die 2011/12 in drei Städten und Ländern, in Wien, Rom und – als letzte Station – Schweinfurt, zu sehen ist.

Gezeigt werden sowohl frühe Schweizer Landschaften Kochs, als auch Beispiele seiner groß angelegten Illustrationszyklen zu Dantes Göttlicher Komödie und Macphersons Gesängen des Ossian und natürlich seine Naturstudien aus Rom und Umgebung. Hinzu kommen eine Porträtzeichnung und eine Karikatur Kochs von Johann Michael Wittmer beziehungsweise Hieronymus Hess und eine Reihe Zeichnungen aus Kochs Schüler-Kreis. In Schweinfurt werden die 61 Leihgaben aus Wien durch 17 Zeichnungen Kochs aus dem Bestand des MGS ergänzt.

Ein reich bebilderter Katalog begleitet die Sonderausstellung (Casa di Goethe, Rom, 2011, 156 Seiten, 65 farbige Abbildungen, 20 Euro).

Das Museum Georg Schäfer freut sich sehr über diese Kooperation, die Joseph Anton Kochs zeichnerisches Werk eindrucksvoll demonstriert und Verbindungen zwischen seinen Werken in Wien und Schweinfurt knüpft, so Grafik-Kuratorin Karin Rhein.

krh
    
    

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