aktualisiert: 06.02.2012 19:42 Uhr
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SCHWEINFURT
Wer mit ihnen lacht, lacht am besten
ESKAGE bietet auf ihrer Prunksitzung närrische Unterhaltung aus allen Registern
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Komödiantische Nummern am laufenden Band: Viel zu lachen gab es auf der Prunksitzung auch bei der „Spätlese“.
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Auch die Jugend ist schon gut dabei im Narrentum: Die Juniorengarde trat bei der Prunksitzung der ESKAGE gewohnt souverän auf und präsentierte dem Publikum einen Marschtanz.
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Abgeschnitten: Leuchtende Kostüme und einfallsreiches Design gab es beim Showtanz der Jugendgarde.Fotos: Waltraud Fuchs-Mauder
„Wir sind die Franken – 'helau!' – und machen Stimmung wie sau“, sangen die „Lali Pops“ der ESKAGE, und wenn es nach Prinzessin Christine I. und Prinz Rainer I. ginge, würde deren Herrschaft über Schweinfurts Narren-Klamauk noch bis zum Schnapszahl-Datum 2.2.22 dauern. Doch auch diese beiden müssen sich den fastnachtlichen Regeln unterwerfen, und so wachten sie am Samstag über die ersten fünf der traditionellen Prunksitzungsstunden im ESKAGE-Zentrum.
„Wer mit uns lacht, lacht am besten“, lautete das Motto der Regenten aus dem Reich der Solarenergie, die mit Lachen und Klatschen, wippend und witzelnd ein Programm begleiteten, wie es die Gäste der ESKAGE kennen und lieben. Jede Menge Tanz, Show, Gesang und Komik war geboten, und die Leute im Saal quittierten es mit schallendem Gelächter, Applaus-Raketen, Zugabe-Rufen oder Polonaisen zur Stimmungsmusik von Eugen Vogel.
In ein Haus höchster Freude verwandelten die geheimnisvollen „Men in black“ den Saal. Zunächst ganz unspektakulär, zunehmend aber in hocherotischer Aufmachung, bis hin zum Fast-Striptease, sorgten die sechs knackigen Weib-Männer aus dem Dramatischen Verein von Niederwerrn für Furore. Alle Achtung verdient auch die Vorstellung der jüngsten ESKAGE-Tänzerinnen aus der Jugendgarde. Schon beim Marschtanz zeigten 16 kleine Bienchen, dass sich in frühestem Alter übt, wer mit Pirouetten zu glänzen versteht. Einen Rekord setzte die Zahl der Auftretenden dann beim Schautanz der Jugend, der von der Purzelgarde unterstützt wurde. 44 Außerirdische wuselten da auf der Bühne herum, zeigten den Weg zur Milchstraße auf und brachten mit den Strahlen der Sonne das Eis der Außentemperaturen zum Schmelzen. „Hot stuff“ lautete der Titel der gekonnten, temperamentvollen Marschtanz-Darbietung der Juniorengarde, und für Marsch-Bewegung auch in der zweiten Halbzeit sorgten schließlich die Aktiven unter den Gardistinnen. Die Kraft, Eleganz, Ausdauer und Beweglichkeit der seit langen Jahren Geübten kamen hier zum Ausdruck.
Mit nur fünf Beiträgen über den gesamten Abend ein wenig kurz kam das von der Bühne herab gesprochene Wort. In dieser Kategorie das Prädikat „ganz, ganz großartig“ verdient jedoch der Auftritt der erst 16-jährigen Nachwuchs-Rednerin Johanna Kassner, die für ihr Debüt im Narrenspiel nicht nur von Sitzungspräsident Horst Dinkel, sondern auch durch die helle Begeisterung des Publikums aufs Höchste gelobt wurde. „Wo bleibt der Bus?“, lautete schlicht der Titel ihres Beitrags, in dem sie sich mit sichtlicher Freude am Rollenspiel und außerordentlichem komödiantischen Talent dem leidigen Thema „Vorglühen bei Jugendlichen“ widmete. „Na ja, Mutti hat Nachtdienst im Leo“, hatte ihr Text-Schreiber Peter Fabian dazu ins Buch geschrieben, und aus der Feder des erst kürzlich für solche Leistungen „getillten“ Fabian stammten auch die Ausführungen von Sigrid Dotterweich.
Das Prinzenpaar dürfte sich freuen, über das, was sie in ihrem Beitrag „Die letzte Chance“ zu verkünden hatte. Zwei warme Bäuerli, das sei doch auch eine sehr wirksame Form der alternativen Energie, meinte die in der Partnervermittlung erfolgreiche Aktive; die es aber trotzdem ablehnte, einem Kannibalen die „Frau nach seinem Geschmack“ zu suchen. „Red' mer nix, is' nix, red mer was, is zweemol nix!“, stellte im Alltag einer typisch fränkischen Ehe der Aktive Bernd Reichert fest, nachdem seine Frau alias Nancy Steinert ihn gerügt hatte. Kein Wunder, hätte er halt was anderes festgestellt, als dass Frauen nicht hinter, sondern vor den Herd gehören; – weil dort die Schaltknöpfe sind. – „Wir sind alle blau“, hieß es beim Männerballett, in die Welt der griechischen Götter entführte die Damentanzgruppe Spätlese und noch einmal den Schautanz „Fluch der Karibik“ zeigte die Aktivengarde. Und auch die Familie Halbig sorgte wieder für Spaß.
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