aktualisiert: 08.07.2010 16:12 Uhr
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SCHWEINFURT
Wieder 16 000 Honky Tonker unterwegs
Praktisch keine Beschwerden und erneut Wetter-Glück – Desaster mit DSDS-Überraschungsgästen
Allen Krisenzeiten zum Trotz: Das Honky Tonk lebt und das besonders in seiner Gründerstadt. Mit knapp über 16 000 verkauften „Bändchen“ konnten Ralf Hofmann und Co. das Super-Kneipenfestival 2008 zwar nicht wie angekündigt „toppen“. Dank erneut unglaublichen Wetterglücks und viel Neuem feierte Schweinfurt aber wieder eine fast beschwerdefreie, ausgelassene Party bis in den Sonntagmorgen.
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Honky Tonk ist mehr als Musikhören. Hier im Hof der Brauerei Roth.FOTOs Helferich, Ruppert, Fuchs-Mauder -
Local Hero Mad Bob und Co. ließen im Mephisto tanzen.
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Party auch im Hof der Reichsvogtei bei Oldiemusik von The Fairlanes.
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Blues mit „Hands off“ im Café Vorndran.
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Vom Rockabilly „Peggy Sugarhills“ begeistert. Im Ebracher Hof.
Bei der Eröffnung im Atrium der Kunsthalle machte der Chef der Blues-Agentur Leipzig kein Hehl daraus, dass gerade das Heim-Festival mit Herzblut angegangen werde. Das Honky Tonk habe hier Tradition, sei etwas Besonderes und außerdem zum „Exportschlager geworden“, freute sich OB Gudrun Grieser, bevor sie das 17. Festival freigab.
Die „vielen Gäste aus ganz Deutschland, die die Großveranstaltung nicht kennen“ (Hofmann), dürften ein am Sonntagvormittag blitzsauberes Schweinfurt beeindruckt verlassen haben: Mit den Zaungästen waren gut 20 000 Menschen unterwegs, denen von guter Kultur bis Ballermann alles geboten wurde. Der Schwerpunkt lag auf dem Markt, wo wie gehabt Cinema und Rathaus-Innenhof die Magneten waren, sich die Mitte mit Show und Präsentationen erstmals anders zeigte.
Als ideale neue Bühne bewährte sich der Platz vor dem Sax's/Kunsthalle mit einem genialen Monkeymann. Neu dabei auch die Open-Air-Bühne am Albrecht-Dürer-Platz, wo „What's up“ einwandfreie (Soul-)Musik ablieferte. Die „Freiräume“ belebten die viel beklatschten Ben Wild Rock'n'Roller und die Move & Groove-Streetpercussion. Beste Stimmung auch nach dem Skate-Contest beim lauten Skatepark-Festival im Stadtgraben und auf der Open Stage im Schülercafé Theorema. Auf der persönlichen Rangliste vorne landeten die Blues Power Band im Tapas und Anne Haigis mit dem großartigen Blues-Gitarristen Jens Filser im vollen Ebracher Hof.
Hofmann („Haben fast alles richtig gemacht“) sprach von einer „hochwertigen Veranstaltung“ mit Party-Charakter, die nur gelinge, weil sich das Gros der Gäste und die Wirte an die „Regeln halten“. Die mitgebrachten Getränke zählten nicht dazu. Sie sorgten zu Umsatzverlusten und „leider für viel Glasbruch“, der die Reinigungskosten erhöhe. Hier gelte es, Lösungen zu finden, wie das beim Wildpinkeln (Absperrungen, mehr Toilettenwägen, Security) gelungen sei. Als Fehlgriff bestätigte er die „Überraschungen“ Holger Göpfert und Cosimo auf der Bauhof-Bühne, wo die DSDS-Stars die zirka 3000 Late-Night-Show-Hörer eher verschreckten. Dickes Lob gab es für die Feuerwehrleute, die trotz der Unwetternacht am Freitag beim Honky-Tonk-Absperrdienst wie die meisten Besucher „stets gut gelaunt waren“.
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