aktualisiert: 20.02.2012 16:30 Uhr
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RÖTHLEIN
Zentrales Mainbogen-Standesamt findet Gefallen
Röthleiner Gemeinderäte signalisieren Zustimmung
Diskussionen gibt es momentan in allen sechs Mainbogengemeinden über die geplante Zusammenlegung der Standesämter an einem zentralen Standort. Auslöser für diese Überlegungen ist die Einführung eines Elektronischen Personenstandsregisters zum 1. Januar 2014.
Bis dato werden diese Register, die familienrechtliche Umstände dokumentieren, auf den Standesämtern als „Papierbuch“ geführt und aufbewahrt. Mit der Neureglung fallen diese „Bücher“ weg, der Zugriff auf die Daten ist nun von jedem Standesamt aus möglich, erfordert aber auch kostspielige EDV-Anschaffungen, die „gepflegt“ werden wollen, und aktuell dafür geschultes Fachpersonal. Die Überlegungen der Mainbogenbürgermeister gehen deshalb in Richtung zentrales Standesamt. Als möglicher Standort, so Bürgermeister Albrecht Hofmann in der Sitzung des Gemeinderates, ist Sennfeld im Gespräch. Errechneter Kosteneinsparfaktor pro Gemeinde: 3500 bis 4000 Euro jährlich.
Wichtig sei allerdings allen Bürgermeistern die Erhaltung des Bürgerservices. Das meint: für den Bürger ändert sich nichts. Geheiratet wird in den standesamtlichen Außenstellen, auch sämtliche Behördengänge sind weiter möglich, die Standesbeamten vor Ort bleiben in ihren Funktionen. Aber ihre Arbeit wird, wie auch die Röthleiner Standesbeamtin Irmgard Blachutzik erläuterte, vereinfacht. Mit dem elektronischen Personenstandsregister wird ohnehin der Zugriff auf familienrechtliche Daten erleichtert, da jetzt bundesweit darauf zugegriffen werden kann. Gewünschte Urkunden können aufgerufen, vor Ort ausgedruckt und dort beglaubigt werden. Viele Anliegen allerdings gerade in unserer multikulturell geprägten Gesellschaft seien oft recht diffizil und erforderten einen hohen Zeitaufwand für Recherche – in speziellen Fällen durch das Fachpersonal im zentralen Standesamt. Man bräuchte für die „Außenstellen“ weniger Personal, könnte sich auch gegenseitig vertreten.
Geregelt werden muss dieser Zusammenschluss, so Geschäftsleiter Siegbert Turbeis, vertraglich, die Entlohnung des zentralen Verwaltungspersonals muss auf die beteiligten Gemeinden umgelegt werden, der organisatorische Aufwand sei hoch, mache aber Sinn. Die Gemeinderäte Bruno Döpfert und Hilmar Kirch schlugen, ähnlich wie schon in Schwebheim geäußert, die Einrichtung einer zentralen Stelle im Landratsamt vor. Das wollen die Bürgermeister jedoch nicht. Es stehe nicht die Kostenersparnis im Vordergrund, sagte Hofmann, sondern der ideelle Gedanke. Dem schlossen sich die Räte an. Sie signalisierten zunächst unverbindlich die tendenzielle Zustimmung für den, so Johannes Götz' Formulierung, „Akt des Zusammenrückens“.
Die Abstimmungen für das zentrale Standesamt in den sechs Gremien brauchen eine Zweidrittel-Mehrheit. Sie finden nach der Vertragsvorlage im Juli statt.
Bei einem positiven Ausgang ist nach einer Übergangsphase voraussichtlich im Januar 2013, so die Auskunft der Verwaltung, der offizielle Zusammenschluss geplant.
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henningbrembs (7 Kommentare) am 21.02.2012 21:34
EinsparungWo liegt hier die Einsparung, wird ein Beschäftigter auf der Gemeinde entlassen? Bei der Gebietsreform 1978 sind die Gemeinden zusammengefasst worden um Geld zu sparen. Komischerweise gibt es seitdem immer mehr Angestellte auf jeder Gemeinde. Mittlerweile sind die Gemeinden nur dazu da, den Steuerzahler das Geld aus den Taschen zu ziehen und dafür keine Gegenleistung zu erbringen. |
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