publiziert: 16.11.2008 15:06 Uhr
aktualisiert: 16.11.2008 15:38 Uhr
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Fans feiern Fettes Brot in der s.Oliver Arena Mit vielen Fotos

2000 bejubelten in Würzburger s.Oliver Arena die Hamburger Rapper
  • Ein Fall für drei: Fettes Brot in Würzburg.
    FOTO Su Rosenfeld
Bild von

Lange Reihen von Scheinwerfern tauchen die Bühne mal in blaues, mal in gelbes Licht. Dazwischen stehen Fettes Brot in bester Boyband-Manier in einer Reihe, heben abwechselnd das rechte und das linke Bein oder marschieren wie einst Genesis hintereinander über die Bühne.

    
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Fettes Brot
Würzburg
15.11.2008
    

Knapp 2000 sind in die Würzburger s.Oliver Arena gekommen, um Fettes Brot zu sehen und vor allem zu hören. Wer damit gerechnet hatte, dass sich die drei norddeutschen Rapper einsam mit ihren Mikrofonen vor ein paar Plattenspielern abstrampeln würden, der wird sich erst einmal verwundert die Augen gerieben haben. Das Trio erschien mit acht Musikern auf der Bühne. Bühnenshow und musikalische Untermalung könnten für norddeutschen Sprechgesang kaum besser sein. Zwei Bläser, Schlagzeug, Gitarre – sogar eine Mundharmonika kommt zum Einsatz.

Dokter Renz, König Boris und Björn Beton geben sich redlich Mühe, ihr Publikum zum Mitmachen zu animieren. Angefangen beim „Moin, moin“ zur Begrüßung bis hin zum gepflegten Mitmachspiel für das junge Publikum. Die 2000 Besucher singen artig „Na, Na, Na“ im Chor oder klatschen auf Kommando im Takt – Klassiker der Konzert-Animation eben.

Dazwischen verteilen Fettes Brot wohldosierte Musik-Häppchen aus über 15 Jahren Bandgeschichte, wie „Lieber verbrennen als erfrieren“, „Bettina“, „Emanuela“ oder „Jein“. Dann gibt es wieder ein Mitmachspielchen: „Würzburger Mädels. Was ergibt drei mal zwei? Was ergibt drei mal eins?“ Die Mädchen antworten artig – und richtig – im Chor.

Dafür haben die Jungs Probleme damit, ohne Taschenrechner die Wurzel aus siebzig zu ziehen.

Fettes Brot erzählen, dass die Wolle des in der Halle verlegten Teppichs von nordfriesischen Deichlämmern stammt und dass sie einmal während eines Stromausfalls ein Lied geschrieben haben.

Den Fans gefällt es, und als zu vorgerückter Stunde dann auch noch „Schwule Mädchen“ kommt, kommt der Chor nochmal voll zum Einsatz. Mitsingen ist eben einfach als Wurzelziehen.

Von Nadine Klikar
    
    

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