aktualisiert: 27.07.2008 21:44 Uhr
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WÜRZBURG
„Die Leute sind emotionalisiert“
Rieseninteresse am FH-Bürgerentscheid – Knapp 7400 Briefwähler
Am Sonntag ist der Bürgerentscheid über den Neubau der Fachhochschule (FH), am Sanderheinrichsleitenweg, doch schon jetzt haben Tausende abgestimmt. Wie Wahlamtsleiter Karl-Hans Schwenkert berichtet, holten viele der knapp 7400 Briefwähler ihre Unterlagen persönlich ab und gingen gleich im Rathaus zur Urne. Schwenkert rechnet mit einer Wahlbeteiligung von etwa 30 Prozent bei rund 102 000 Wahlberechtigten.
Der Wahlamtschef macht ein großes Interesse am Bürgerentscheid aus. In den vergangenen Tagen waren er und sein Kollege Herbert Barufke mit zahlreichen Anrufen und Anfragen gut beschäftigt. Dabei ging's häufig um Fragen, den Stimmzettel richtig auszufüllen oder um die Wahlberechtigung. Einige waren enttäuscht, weil sie nicht abstimmen dürfen. Auch ein Japaner wollte sein Votum abgeben, doch als Nicht-EU-Bürger bleibt ihm das verwehrt. Wer entscheiden will, muss seit mindestens drei Monaten seinen Hauptwohnsitz in Würzburg haben.
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„Die Leute sind emotionalisiert“, hat Schwenkert festgestellt. Das Interesse an der Briefwahl ist groß, doch beim Arcaden-Entscheid war's mit knapp 9900 Anträgen noch größer. Die Wahlberechtigten, die keinen Bescheid haben, können am Sonntag mit Personalausweis in einem der 61 Abstimmungslokale ihre Kreuzchen machen. Für spezielle Fälle ist das Wahlamt im Rathaus, Zimmer 34, Tel. 37 27 55, noch am Samstag von 8 bis 12 und am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
Rund 600 Wahlhelfer sind am Sonntag im Einsatz. Gegen 18.30 rechnet Schwenkert mit ersten Ergebnissen, mit dem Endergebnis spätestens um 20 Uhr. Im Ratsaal können die Bürger die Auszählung ab 18 Uhr live auf der Leinwand verfolgen.
Ab 18.30 Uhr will auch Oberbürgermeister Georg Rosenthal im Rathaus sein. Ab 18 Uhr hat die FH ihre Wahlparty im FH-Gebäude in der Münzstraße angesetzt, während sich die Bürgerinitiative „Alandsgrund“ zur selben Zeit in der Gaststätte Akropolis auf der Keesburg trifft.
Angenommen ist ein Bürgerentscheid, wenn auf ihn mehr als 10 200 Ja-Stimmen fallen (Zehn-Prozent-Quorum). Schaffen das Bürgerbegehren und das Ratsbegehren die Hürde, entscheidet die Stichfrage.

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