publiziert: 03.11.2009 14:17 Uhr
aktualisiert: 04.11.2009 07:56 Uhr
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20-Jähriger auf frischer Tat ertappt: Mutmaßlicher Reifenstecher in U-Haft

Immensen Schaden soll ein 20-Jähriger angerichtet haben, gegen den am Wochenende Haftbefehl erging. Wie Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager auf Anfrage der Redaktion mitteilt, werden dem Auszubildenden aus Würzburg sowohl Sachbeschädigung als auch schwere Brandstiftung zur Last gelegt.

Laut Ohlenschlager wurde der Mann „auf frischer Tat ertappt“ und „hat inzwischen ein umfassendes Geständnis abgelegt“.

Der Mann habe zugegeben, „an 36 Autos, 50 Fahrrädern und drei Kleinkrafträdern die Reifen zerstochen zu haben“, sagt der Oberstaatsanwalt. Außerdem habe der 20-Jährige gestanden, „ein Wohnmobil, mehrere Container und Restmülltonnen, einen Roller und einen Anhänger angezündet zu haben“. Die Schadenshöhe ist noch nicht beziffert, dürfte aber im fünfstelligen Bereich liegen.

Allein am ersten Oktoberwochenende soll der Mann am Zweierweg, in der Gneisenaustraße und in der Nürnberger Straße 71 Reifen an 20 Autos zerstochen haben. Am letzten Septemberwochenende war in der Nähe dieser Tatorte ebenfalls eine große Zahl von Auto- und Fahrradreifen zerstört worden.

Feuer im Wohnmobil

Bereits in der Nacht vom 7. auf den 8. September hatte eine Polizeistreife Flammen in einem in der Gneisenaustraße abgestellten Wohnmobil bemerkt. Die Beamten konnten das Feuer damals mit einem Feuerlöscher eindämmen.

Im Mai hatte die Polizei in Ochsenfurt einen 58-Jährigen verhaftet, der in einer Nacht 250 Autoreifen zerstochen haben soll. Das Tatwerkzeug, eine so genannte Schuster-Ahle mit einer langen, dünnen Spitze und einem stabilen Griff, hatte er bei sich.

In der Wohnung des als Einzelgänger beschriebenen Mannes wurden Schreckschusspistolen, Schwerter und viele Messer gefunden.

Von unserem Redaktionsmitglied Gisela Schmidt
    
    

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»Alle 8 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

quaipau (2 Kommentare) am 04.11.2009 15:06

unglaublich!

Als eins der Opfer von diesem gestörten Menschen, finde ich es erstaunlich, dass er tatsächlich weitergemacht hat, bis er erwischt wurde. Ich danke ihm für seine Dummkopfigkeit, und fordere ihn zur Kasse.

Ich dachte, den erwischt man nie!

Im Studentenwohnheim hat er alle Reifen platt gemacht, selbst die von Fahrrädern. Was für ein kranker Mensch tut das Studenten an! Bei mir allein ist die Rechnung bei fast 900€ (hat an meinen Mopeds und Fahrräder alles aufgeschlitzt), und dann versuchte er noch die Garage anzuzünden. Ich werde so gerne gegen ihn aussagen, wenn's nötig ist...
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quaipau (2 Kommentare) am 04.11.2009 15:04

Unglaublich!

Als eins der Opfer von diesem gestörten Menschen, finde ich es erstaunlich, dass er tatsächlich weitergemacht hat, bis er erwischt wurde. Ich danke ihm für seine Dummkopfigkeit, und fordere ihn zur Kasse.

Im Studentenwohnheim hat er alle Reifen platt gemacht, selbst die von Fahrrädern. Was für ein kranker Mensch tut das Studenten an! Bei mir allein ist die Rechnung bei fast 900€ (hat an meinen Mopeds und Fahrräder alles aufgeschlitzt), und dann versuchte er noch die Garage anzuzünden. Ich werde so gerne gegen ihn aussagen, wenn's nötig ist...
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wald_40 (1 Kommentare) am 04.11.2009 14:58

Reifenstecher in Haft

Hallo, ich gratuliere der würzburger Polizei für diesen Erfolg.
Meine Tochter zählt zu den Geschädigten in der Uni-Garage Wohnheim.
Danke
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mufftie (512 Kommentare) am 04.11.2009 11:28

Kopflos...

Gut dass der zur Strecke gebracht wurde und festsitzt. Bleibt doch die Frage:"Warum ein Auszubildender mit fester Anstellung seine Befriedigung in solcher nicht unerheblicher Straftaten sucht, sich selbst und seinen Eltern ins Unglück stürzt"? Nicht nachvollziehbar und hirnrissig dieses Verhalten! Was läuft da (allgemein gesprochen) in unserer Gesellschaft schief, dass diese Dinge langsam "Tagesgeschäft" sind?
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ermitaze33 (124 Kommentare) am 04.11.2009 02:38

Danke schön

Wer mich kennt, weiss dass ich nicht eine besondere Sympathie zeige für die Polizei, jedoch in und rund Würzburg sorgt man für Ordnung Ist auch richtig! In diesem Fall und andere Fälle kann man nur sagen: Danke schön und Respekt. Die Bewohner wissen es zu schätzen...
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