aktualisiert: 20.07.2009 14:29 Uhr
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HEIDINGSFELD
25 Jahre Golfclub: Drei Oberbürgermeister und ein Ass
Der Würzburger Golfclub feiert mit über 300 Gästen
Galantes Ambiente, dazu reichlich Prominenz und ein glückseliger Präsident Rudi May: Der Festakt zum 25. Geburtstag des Würzburger Golfclubs bot den über 300 Gästen jede Menge Unterhaltung.
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Drei Oberbürgermeister und ein Golfclub-Präsident (von links): Würzburgs ehemalige Stadtoberhäupter Jürgen Weber und Pia Beckmann, Präsident Rudi May und Oberbürgermeister Georg Rosenthal.FOTO FABIAN FRÜHWIRTH -
Rote Rosen für die tatkräftige Frau im Hintergrund: Golfclub-Präsident Rudi May bedankt sich bei seiner Gattin Marga.FOTO FABIAN Frühwirth
Es hätte perfekter nicht sein können. Die Organisation war prächtig und der Rahmen in dem eigens aufgestellten Zelt am Clubhaus ein stilvoller. Das alles hatte Präsident Rudi May mit seinem Team im Vorfeld nach seinen Wünschen mit Bravour lenken können. Doch zu all der Perfektion gesellten sich auch gleich noch zwei nicht planbare Höhepunkte der sportlichen Art und setzten so der Geburtstagsfeier die Krone auf. Die Männermannschaft des Golfclub machte am Nachmittag den Oberliga-Aufstieg perfekt, und beim Jubiläumsturnier gelang Michael Dörr ein Ass. Auf Bahn 13 hatte der Golfer mit einem Schlag das 182 Meter entfernte Loch getroffen.
Vor 25 Jahren hätte sich Rudi May das alles zwar vorstellen können, doch sein Ehrgeiz, einen Golfplatz in Würzburg zu bauen, wurde immer wieder gebremst. „Es gab seinerzeit ja sogar Wetten“, sagte Oberbürgermeister Georg Rosenthal, „dass es höchstens ein Neun-Loch-Platz werden würde. Mehr schafft der May nicht.“ Er hat es geschafft, hat all die Hindernisse genommen. „Mit einem Landwirt habe ich 18 Jahre lang verhandelt. Aber erst nach 22 Uhr, vorher war er auf dem Feld oder im Stall“, erzählte May bei seiner Festrede von so mancher Anekdote: „Eines war uns immer klar, ohne eigene Wasserversorgung wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen.“
Wünschelrutengänger
Also griff der Kaufmann zu ungewöhnlichen Mitteln, verpflichtete gar einen Wünschelrutengänger: „So richtig hatte ich daran nicht geglaubt. Er kam, riss sich den Zweig eines Baumes ab, lief über den Acker und behauptete, in 100 Metern Tiefe gebe es das Wasser. Tatsächlich sind wir dann schon bei 95 Metern fündig geworden.“
Heute speisen gleich zwei Brunnen die 16 Kilometer langen Rohrleitungen und 320 Sprinkler, die die Grüns und Fairways des 55 Hektar großen Areals versorgen. Was 1994 als Neun-Loch-Platz eröffnet und 2002 auf 18 Löcher erweiterte wurde, zählt heute zu den Top-Anlagen der Republik. 2006 wurde die Anlage zum „Leading Golf Course“ ausgezeichnet – nur 31 der rund 700 Clubs in Deutschland tragen dieses Gütesiegel. „Mit viel Energie lässt sich ein Ziel erreichen, das hat Rudi May eindrucksvoll bewiesen“, sagte OB Rosenthal, unter dessen Vorgängern Klaus Zeitler, Jürgen Weber und Pia Beckmann der 675 Mitglieder zählende Golfclub zu dem geworden ist, was er heute ist: „Ein Aushängeschild für Würzburg. Nicht nur der Standort mit Blick auf die Festung ist klug gewählt“, wie Rosenthal zwischen gebratener Garnele, Salami-Feigen-Spießen, Kalbsfilet und Cannelloni von dunkler Schokolade meinte.
Die Erfolgsgeschichte freilich ist eng verbunden mit dem Namen Rudi May. „Er hat das Ziel trotz aller Hürden mit sehr viel Herzblut verfolgt und sich nicht beirren lassen“, verriet Sohn Bernhard May. „Ich bin zusammengenommen 964 Jahre Vereinsmitglied, 71 Jahre Präsident und 18 Jahre Ehrenpräsident. Meiner Familie und im besonderen meiner lieben Frau Marga habe ich sehr viel zu verdanken. Ohne ihre Rückendeckung wäre das alles nicht möglich gewesen“, sagte Rudi May – und es sollte der bewegendste Moment des Abends folgen: Die Gesellschaft – darunter viele bekannte Gesichter wie etwa das von Ex-Bundespostminister Wolfgang Bötsch – erhob sich von den runden, weiß eingedeckten Tischen und applaudierte minutenlang während May seiner Frau einen Strauß roter Rosen schenkte.
Online-Tipp
Viele Bilder vom Festakt beim Golfclub Würzburg im Internet: http://wuerzburg.mainpost.de

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