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WÜRZBURG
Abstimmung über Platz'schen Garten

Am 21. April gehen die Würzburger an die Abstimmungsurnen, es steht ein Bürgerentscheid an. Es geht um die Frage, ob auf dem Areal des Benediktinerklosters zwischen Friedrich-Ebert-Ring, Rottendorfer-, Dürer und St. Benedikt-Straße eine Blockrandbebauung mit 98 Wohnungen entstehen darf. Der Investor ist Riedel-Bau, eine Interessengemeinschaft (IG) wendet sich gegen das Bauprojekt. Die Stadt hat großflächig die Abstimmungsbenachrichtigungen versandt.  »mehr

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ermitaze33 (191 Kommentare) am 04.04.2013 21:35

Ja Ja Ja Ja Ja

Es gibt schon so wenig grün
Es gibt schon so viel Stein
Es gibt so schön viele Bauten
Es wurde schon viel geschändelt.
Es wurde so schon so viel spekukuliert.
Es ist alles nur Geldmacherei
Also liebe Würzburger, seid EINMAL vernünftig und stimmt JA JA JA JA JA JA !!!!!!!!!!!!!!!!!! grinsen
Ob das NEIN gegen die zementwillige Baulöwen hilft
Es ist nur Kasse machen für die leere Stadtkasse !
Es gibt einfach zu wenig grün traurig
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ermitaze33 (191 Kommentare) am 04.04.2013 23:12

Schon

die Frage: Sind Sie dafür, dass der Stadtrat der Stadt Würzburg sämtliche Planungen zu einer Bebauung des St. Bernedikt-Areals („Platz'scher Garten“) einstellt und aufhebt? ist eine alltägliche dämliche amtliche Verwirrung .... Kann man nicht einfach schreiben: Sind sie für oder gegen Bebauung. ! Natürlich sind die Würzburger gegen Bebauung, oder ? Eine dämliche Frage.
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Lonicerus (227 Kommentare) am 05.04.2013 12:45

Eine dämliche Frage...

...aber eine, die rechtlich möglich war. So ist das leider.
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ermitaze33 (191 Kommentare) am 04.04.2013 23:14

Demokratie

und Bauhaie passt das noch zusammen
Ewige Schande über die die trotzdem bauen wollen ! traurig
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rid.cully (453 Kommentare) am 05.04.2013 07:51

Ach wirklich? Alle?

Ermitaze, da muss ich sich Sie der Lüge zeihen. Wer gibt Ihnen das Recht, für ALLE Bürger zu sprechen. Ich bin für eine Bebauung.
Riedelbau ist mir noch nicht als "Bauhai" erschienen. Wer gibt Ihnen das Recht, wirtschaftende Unternehmen zu kriminalisieren?
Vernünftig ist auch, zu hinterfragen, wessen Interessen die IG wirklich vertritt? Wer bezahlt die professionell gemachte Onlinewerbung, die Plakate etc.? Wessen Immobilien erhalten durch den "kostenlos gelieferten" Garten höheren Wert?
Wieso hier so ein Engagement, wo doch - was so gar nicht alle Würzburger haben - ein paar Schritte weiter der schöne große Ringpark einlädt?
Da behaupte ich mal mit demselben Recht wie Sie, dass die IG (teils gutgläubiges) Vehikel für auch finanziell eigennützige Interessen ist.
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terrain (167 Kommentare) am 05.04.2013 08:19

Bestehendes Baurecht ausüben,

hat meiner Meinung nach mit "Bauhai-Auswüchsen" nichts zu tun. Oberbürgermeister und Stadtrat sind dafür verantwortlich die mögliche Bebauung zu reglementieren. Besteht für das betroffene Gebiet kein Bebauungsplan gilt das übergeordnete Baurecht von Bund und Land, das Bauvorhaben muss sich in die Umgebung einfügen. Wer sich dann daran hält, hat das Recht dann auch nach diesen Regeln zu bauen! Ich persönlich finde, dass sich das geplante Vorhaben durchaus im Rahmen einer städtischen Wohnbebauung bewegt, auf die Nachbarbebauung keine unüblichen Auswirkungen hat und deshalb zu genehmigen ist. Alles Andere wäre ein unzulässiger Eingriff in Eigentumsrechte. Um allen Spekulationen zu begegnen, betone ich, dass ich weder mit dem Bauherrn noch mit anderen Beteiligten in Verbindung stehe.
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mirkobubi (187 Kommentare) am 05.04.2013 09:00

Nur über die Straße gehen .....

... schon ist man in Würzburgs grüner Lunge, dem Rinpark.
Wenn dem nicht so wäre, würde ich vielleicht anders darüber denken.
M. E. ist das ein völlig normales Bauvorhaben für den Wohnungsbau. Sicher werden das Eigentumswohnungen, die sich nicht jeder leisten kann, dafür werden aber andere Wohnungen frei.
"Paradiesgarten", "Blockrandbebauung", das sind wohl Wortschöpfungen der IG.
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Lonicerus (227 Kommentare) am 05.04.2013 12:13

Zu den "Wortschöpfungen"

Blockrandbebauung stammt vom Investor und steht auch so in den offiziellen Dokumenten, Paradiesgarten war der Name der Mönche für ihren Garten bzw. Park.
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raymond (918 Kommentare) am 05.04.2013 09:38

finde nicht so schlimm , Wohnungen sind wichtiger

bin hier zwar nicht selbst betroffen , aber betrachtet man das Bild vorher ...und danach ...ist dort immer nich sehr viel gruen ....natuerlich unter der Voraussetzung das dies so durchgefuehrt wird ... grinsen zwinkern
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Lonicerus (227 Kommentare) am 05.04.2013 12:17

Zum "vielen Grün"

Für den Bau müssten mehr als die Hälfte der Bäume wegfallen, laut Grünordnungsplan 53 von 88. Einen Großteil des östlichen teils würde die Tiefgarage einnehmen, auf deren Dach nie ein größerer Baum wachsen könnte.

Für das kleinere Haus am Ebert-Ring (an der Stelle, an der jetzt das 2010 eingeweihte Deportationsdenkmal steht) müssten alleine etwa 10 Bäume gefällt werden.

Es stimmt auch nicht, dass es 98 Wohnungen werden sollen, da dies nur den ersten Bauabschnitt betrifft. Weitere Häuser sollen laut vorhabenbezogenen Bebauungsplan folgen.
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deltatango (496 Kommentare) am 05.04.2013 12:26

Klar sind Wohnungen wichtig ...

... aber wer sagt denn, daß die unbedingt da gebaut werden müssen, wo jetzt Bäume stehen? Im Hubland wird jetzt fleissig gebaut (übrigens auch Riedel, die scheinen jetzt so eine Art Baumonopol auf Würzburg zu haben ... zwinkern und es gibt noch jede Menge freie Flächen, wo einst die Amerikaner ihre Kasernen hatten.

Würzburg hat unglücklicherweise eine Kessellage und was das bedeutet, kann man an heissen Tagen selbst erleben, ohne daß man einen Gutachter braucht.

Würzburg ist sehr schlecht belüftet und da ist jeder große Baum wichtig. In den letzten zehn Jahren ist sowieso schon viel zu viel Grün in den Stadtvierteln mit gartenumsäumten Einfamilienhäusern zubetoniert worden, um schnell und mit wenig Arbeit den Kontostand erheblich zu verbessern, hat man in Omas einstigen Garten ein Zweithaus gebaut, das Frauenland ist ein Paradebeispiel für diese schleichende Vernichtung von Grünflächen.

Deshalb: Wohnungen sind wichtig, aber baut sie bitte da, wo der Boden bereits versiegelt ist
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Lonicerus (227 Kommentare) am 05.04.2013 12:43

Wohnraumverknappung als politisches Instrument?

Am Hubland stehen seit etwa fünf Jahren Tausende Wohnungen leer. Nun werden die ersten davon abgerissen. All diese Wohnungen wurden nach Abzug der Amerikaner saniert.

Sind Wohnungen in Würzburg nur dann möchlich, wenn Investoren daran maximal verdienen können?
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Lonicerus (227 Kommentare) am 05.04.2013 12:29

Die Meinung der Experten

Man muss sich noch einmal die offiziellen Stellungnahmen diverser Fachleute zum Bauvorhaben zu Gemüte führen.

Der Fachbereich Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Würzburg schrieb, dass an dieser Stelle nicht von gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnissen die Rede sein könne, da die Schallpegel schon jetzt selbst die Richtwerte für ein Gewerbegebiet überschreiten würden.

Bund Naturschutz, der Naturwissenschaftliche Verein und das Gartenamt betonten die ökologischen Verluste und die Beeinträchtigung des Stadtklimas sowie die Dominanz der wirtschaftlichen Überlegungen des Bauträgers.

Wenn man sich die bisherigen Kommentare so ansieht, fragt man sich unweigerlich:
Sind diese Fachleute mit ihren Stellungnahmen alle Idioten, dass sie vollkommen ignoriert werden?
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ermitaze33 (191 Kommentare) am 05.04.2013 15:23

Innovative

Bau verschandelt die Städte.
Zitat von Oscar Wilde
Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden
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deltatango (496 Kommentare) am 05.04.2013 16:16

@ermtaze

Das ist jetzt aber doch ein bißchen naiv, oder? Schlesslich gibt es Bauten, die die Städte nicht verschandeln, oder? Zugegeben gehören heute die meisten Neubauten nicht in die Kategorie "architektonische Schönheit" aber Ausnahmen bestätigen die Regel.

Was allerdings an der Rottendorfer Strasse/St. Benedikt-Strasse geplant ist, erinnert eher an hasenstallähnliche Schlafschachteln als an Wohnqualität...
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Kleeblatt1903 (229 Kommentare) am 05.04.2013 17:30

Klimawandel in Mainfranken

Wen man weiß, wie sich das Klima hier in den letzten Jahrzehnten ändern wird - und dank verschiedener Klimamodelle von Klimatologen z.B. des Instituts für Geographie und Geologie der Uni Würzburg weiß man das - sollte man eigentlich heute schon anfangen, um jeden noch so kleinen Baum in dieser Stadt zu kämpfen. Wie hier viele schon geschrieben haben: Im Frauenland, Steinbachtal etc. wird jetzt schon massiv Grünfläche versiegelt. Was hilft es, wenn man beim neuen Stadtteil Hubland Kaltluftschneisen und Grünanlagen einplant, wenn man andererseits genau das in der Stadt mit Füßen tritt? Da macht es auch keinen Unterschied, ob paar Meter weiter der Ringpark ist - das ist ja geradezu eine naive Denkweise. Achja: Am Hubland wird aktuell Wohnraum abgerissen...
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tortuga (199 Kommentare) am 05.04.2013 17:50

Hintergrund ...

Es ist schon immer wieder erstaunlich, mit welcher Dreistigkeit gewisse Würzburger Bürger ihre Privat-Interessen in ein "soziales" Mäntelchen hüllen! - Eine der führenden Persönlichkeiten der Bürger-Initiative beabsichtigte das Grundstück zum Zwecke der Errichtung einer Bäckerei käuflich zu erwerben. Gleichzeitig wird so getan, als ob es sich bei dem Flurstück um ein hochwertiges Biotop handelt. - Ich war dort. Bis auf wenige Ausnahmen handelt es sich nicht um hochwertigen Baumbestand, sondern schlicht um Gehölz. Im Übrigen ist nicht nachvollziehbar, auf welche Weise hier versucht wird, einen Bauträger zu diskreditieren. Auch der Eigentümer, die Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach, sieht sich Angriffen aus der "untersten Schublade" ausgesetzt. Toll, wie großzügig die Kritiker des Bauvorhabens das Eigentum Dritter vordergründig einer "sozialen" Nutzung zuführen wollen (Motto: "Die Stadt finanziert uns einen Park") , um hintergründig nachbarschaftliche Eigeninteressen zu kaschieren.
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Lonicerus (227 Kommentare) am 07.04.2013 13:06

Richtigstellung

Die Bäckerei wollte Teile des Areals tatsächlich erwerben, allerdings vor mehr als 40 Jahren!
Das erwähnte Mitglied der IG wollte dies nie (er war noch nicht einmal 10 Jahre alt, als der Vater diese Idee hatte). Welcher Schublade bedient sich Anselm Grün, wenn er so alte Kamellen auskramt und so tut, als wären es aktuelle Pläne der Bäckerei?

Damals, also anfangs der 70er Jahre, hieß es seitens der Stadt, dass die Bäume erhalten werden müssten und der Park im Ostteil nicht bebaut werden dürfte. Das war zu einer Zeit, als das ökologische Bewusstsein in der Bevölkerung noch nicht so verankert war.
Interessanterweise war die Stadtverwaltung damals ihrer Zeit weit voraus, während die heutigen Entscheidungsträger den Eindruck erwecken, noch im 19. Jahrhundert zu leben...
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haßgau (147 Kommentare) am 05.04.2013 19:19

Naja

So langsam fragt mer sich ob die Würzburger einfach gegen alles sind.
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  Ausgabe:
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  Datum:
  31.10.2014

    
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