publiziert: 04.09.2009 13:26 Uhr
aktualisiert: 04.09.2009 15:28 Uhr
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Alkohol auf dem Rad kommt teuer

Polizei gibt Tipps für Drahtesel-Fans gegen Diebstähle und für mehr Sicherheit

Im Sommer fahren fast alle Fahrrad. Und es gibt jede Menge Delikte und Unfälle rund ums Rad, mit denen sich die Würzburger Polizei täglich beschäftigen muss. Die Ordnungshüter haben für solche Fälle jede Menge Tipps parat – zum Beispiel auch zum brisanten Thema Alkohol.

  • Viele Radler glauben, sie können beim Alkohol mal so richtig zulangen und dann noch fahren. Doch das ist ein Trugschluss. Wer unsicher fährt, für den gilt die 1,6-Promille-Obergrenze nicht.
    FOTO T. Müller
Bild von

Im Schnitt werden 300 bis 400 Drahtesel pro Jahr im Stadtgebiet Würzburg geklaut, sagt Peter Starklauf, Sachbearbeiter für Raddiebstähle bei der Würzburger Polizei.
 
Diebe haben bei den meisten Fahrrädern keine Probleme, die Schlösser aufzubrechen und mit dem Fahrrad zu verschwinden.

Doch wie schützt man sein Gefährt richtig?

Der Experte klärt auf: „Die meisten Räder sind nur mit Seilschlössern und somit unzureichend gesichert.“

Man sollte Bügelschlösser und Panzerketten bevorzugen und den Drahtesel an einem festen Gegenstand fixieren.

„Vor allem werden Mountainbikes und Durchschnittsfahrräder gestohlen; seltene oder extrem teuere Räder sind nicht im Visier der Diebe“, so Starklauf weiter.

Wer beklaut wird, soll sofort zur Polizei gehen und Anzeige erstatten.

Hilfreich ist in so einem Fall, dass der Eigentümer einen Fahrradpass mit Lichtbild und Rahmennummer zur Hand hat.
 
„Das erleichtert das Wiederfinden des Fahrrads und die Wiedererkennung“, sagt Starklauf.

Die Pässe gibt es kostenlos bei der Polizei.

Wer losradelt, sollte seinem persönlichen Schutz Priorität einräumen und deshalb immer einen Helm tragen.
 
„Ohne Helm passieren im Stadtgebiet immer wieder schwere Unfälle“, erzählt Fritz Schneider, Sachbereichsleiter Verkehr bei der Polizei.
 
Im Jahr 2008 gab es in Würzburg 198 Unfälle mit Fahrradbeteiligung, 162 Menschen wurden verletzt. „In diesem Jahr haben wir sogar schon zwei Tote bei Radunfällen“, berichtet Schneider.

    
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Er gibt noch weitere Tipps für mehr Sicherheit: jederzeit damit rechnen, dass man übersehen wird und deshalb immer versuchen, Blickkontakt mit den Autofahrern zu halten; wenn Radwege mit blauer Radweg-Beschilderung vorhanden sind, müssen sie genutzt werden; natürlich ist das Rechts-Fahr-Gebot genauso zu beachten, wie alle anderen Verkehrsregeln.

Schneider zeigt weitere Sünden auf:

Gehwege zu befahren ist verboten, die Fußgänger fühlen sich schnell bedrängt; wenn Radler über den Zebrastreifen wollen, müssen sie absteigen und schieben; nachts ist Licht Pflicht; helle, auffällige und reflektierende Kleidung ist immer von Vorteil.

Die Polizei empfiehlt, einmal im Jahr das Rad bei einer kleinen Inspektion vom Händler prüfen zu lassen. Ansonsten können die Bremsseile unbemerkt brüchig werden oder die Bremsbeläge abgefahren sein.

Beim Thema Alkohol am Lenker herrscht nach wie vor die größte Unwissenheit. Wer über 1,6 Promille Alkohol im Blut hat, macht sich strafbar. Das zieht eine Anzeige und sieben Punkte im Verkehrszentralregister nach sich.

Auch eine Medizinisch-Psychologische-Untersuchung kann angeordnet und der Führerschein entzogen werden, sagt Schneider.

Wer etwas trinken will, sollte besser die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, empfiehlt deshalb die Polizei. Bei Ausfallerscheinungen wie bei Rot über die Ampel oder Schlangenlinien fahren kann man bereits ab 0,3 Promille Alkohol im Blut belangt werden.

„Alkohol am Lenker wird oft unterschätzt“, so Schneider. „Dieses Jahr sind bereits 124 Radfahrer mit mehr als 1,6 Promille erwischt worden.“

Von unserem Mitarbeiter Thomas Düchtel
    
    

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