publiziert: 05.02.2010 17:14 Uhr
aktualisiert: 05.02.2010 20:05 Uhr
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Alt-OB Klaus Zeitler: Habe Presseleute nicht beleidigt

Alt-OB Klaus Zeitler rudert ein bisschen zurück. Wie berichtet, hatte der Stadtrat der Würzburger Liste Redakteure dieser Zeitung als „Kaffern“ beschimpft, weil sie nicht zu einer Veranstaltung der WL gekommen sind.

  • Klaus Zeitler Dr. Klaus Zeitler, Stadtratskandidat WL, Platz 8
    WL
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Alt-OB Klaus Zeitler rudert ein bisschen zurück. Wie berichtet, hatte der Stadtrat der Würzburger Liste Redakteure dieser Zeitung als „Kaffern“ beschimpft, weil sie nicht zu einer Veranstaltung der WL gekommen sind. Dass er die Journalisten mit seiner Wortwahl „jenseits der Anstandsgrenzen“ beleidigt habe, weist Zeitler in einer Stellungnahme zurück. Sollten sich die Presseleute dennoch beleidigt fühlen, bedauere er dies.

Aus Sicht des Alt-OB ist „Kaffern“ keine rassistische Beleidigung, wie sie unter anderem das Internet-Lexikon Wikipedia definiert. Zeitler zitiert den Brockhaus von 1959, laut dem der Begriff „Kaffer“ aus dem hebräisch-arabischen Sprachraum stamme und einen „Bauer oder Einfaltspinsel“ bezeichne.

Unterdessen hat Klaus M. Höynck, der langjährige Chefredakteur des Volksblatts, Klaus Zeitler aufgefordert, sich zu entschuldigen. Er habe die „harsche und verbal inakzeptable Kritik“ an der journalistischen Arbeit mit „großer Enttäuschung und Verwunderung“ gelesen, schließlich sei Zeitler in seiner OB-Amtszeit journalistischer Kritik nie „stil- und würdelos“ begegnet.

Von der Würzburger Liste gab es bis Freitagabend keine Stellungnahme zu den Angriffen Zeitlers.

micz
    
    

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»Alle 10 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

karlgraf (25 Kommentare) am 05.02.2010 17:37

Mimosenhaft Empfindlich

Zeitler war 22 Jahre Oberbürgermeister - in dieser Zeit war er nicht schlecht. Seine Verirrung zu den Republikanern ist schlimm. Aber dennoch, auch mit seinen 80 Jahren ist er bei klarem Verstand und sein Ärger insbesondere über die Lokalredaktion verständlich. Was hier an Qualität abgeliefert wird ist oft schandmäßig - die Berichterstattung ist teilweise tendenziös. Es liegt wohl daran dass die Redaktionen personell ausgedünnt worden sind.Bezeichnend ist, dass die Main Post über die Tarifkonflikte im eigenen Haus (Leiharbeitsfirmen) nicht berichtet. Und - so empfindlich sollten die Berichterstatter auch nicht sein - auch sie holzen.
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big.E (47 Kommentare) am 05.02.2010 20:02

zustimmung!

dito an meinen vorposter. zwar hab ich für zeitler politische orientierung nicht viel mehr als verachtung übrig, dennoch sollte man insbesondere auf seiten der mainpost auch auf harschere kritik mal wesentlich gelassener reagieren. Bei dem Inhalt, der hier teilweise (ich denke mal nur an berichterstattung über fußballfans) verzapft wird, muss man das einfach hinnehmen.

Wobei ich bei einer zitierung des Brockhauses von 59 auch schmunzeln muss...damals galt wahrscheinlich noch nicht mal wortwahl wie "nigger" u.ä. als rassistisch...von daher auch nicht grad der beste maßstab, um sich zu verteidigen
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rittersporn (115 Kommentare) am 06.02.2010 00:58

Nicht alles aufblasen, was greifbar ist

Man sollte solche Äußerungen nicht überbewerten. Außerdem verträgt die MP auch keine Kritik im eigenen Lager.
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lo1f (104 Kommentare) am 06.02.2010 01:25

es gibt grenzen...

..und die hat Zeitler hier eindeutig überschritten. Wenn er zur Entschuldigung einen Duden von 1959 zitiert, dann dokumentiert er damit nur, wie hoffnungslos er hinter der Gegenwart herhinkt. Er hatte seine -durchaus nicht schlechte- Zeit als OB, bevor er dann total abkippte und sich ins rechtradikale, nazi-affine Lager begab. ER, nicht wir ,ist uns heute schuldig, zu erklären, was er seither gelernt hat. Bevor das nicht passiert, haben wir alles Recht, ihn als selbst gewählten Rechtsradikalen Aussenseiter nicht zur Kenntnis zu nehmen. Und das ist dann schon ein Bonus. Bevor er sich dazu endlich mal erklärt, ist er für mich ein brauner Psychopath. Einer, der nichts, aber auch gar nichts aus der deutschen Geschichte gelernt hat. Und der uns endlich, endlich, endllich in RUHE lassen soll - niemand will und braucht ihn mehr ausser ein paar seiner braunen Genossen.
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rowa (371 Kommentare) am 06.02.2010 08:34

Typisch Mainpost

Wenn Herr Beckmann joggen geht, dann ist das der Mainpost einen Riesenartikel wert. Im Vergleich dazu ist eine Veranstaltung der WL wirklich keinen Besuch wert. Die Mainpost hat halt ihre Prioritäten.
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