aktualisiert: 05.02.2010 14:43 Uhr
Text
Text
WÜRZBURG
Alt-OB Klaus Zeitler beleidigt Zeitung
Redakteure als „Kaffern“ bezeichnet
Eine drastische verbale Entgleisung hat sich Alt-Oberbürgermeister Klaus Zeitler (Würzburger Liste) am Mittwochabend bei einer öffentlichen Veranstaltung im Rathaus geleistet. Er bezeichnete Redakteure dieser Zeitung als „Kaffern“.
Zur „Bürgerinformation“ über ein Verkehrskonzept für die Innenstadt und die Planungen für die neue Straßenbahnlinie 6 hatte seine dreiköpfige Stadtratsfraktion geladen, rund 50 Besucher waren gekommen. Nicht so unsere Zeitung, weil nach vorheriger Auskunft von WL-Geschäftsführer Joachim Hohloch das mit Spannung erwartete Verkehrsgutachten auch der Würzburger Liste noch nicht vorliegt. Zumindest aber, so entschied die Redaktion, würde man als Meinungsbild der WL-Fraktion eine Presseerklärung nach dem Abend veröffentlichen.
Dies war dem Alt-OB und Stadtratsmitglied Zeitler nicht genug. Vor den Versammelten wetterte er nach übereinstimmenden Berichten von Zuhörern über unsere Zeitung: „Was bilden diese Kaffern sich eigentlich ein?“ WL-Fraktionschef Jürgen Weber – er hatte zuvor einen Abriss zum Thema gegeben – saß bei der beleidigenden Äußerung ebenso schweigsam neben Zeitler wie WL-Vereinsvorsitzender Lars Braunschmidt.
Zeitler (80) selbst, der sich laut Internet-Auftritt der Stadt für die „Durchsetzung nationaler Interessen und gegen die politische Ausgrenzung durch political correctness“ engagiert, war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Diesen Artikel
»Alle 8 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare
|
giraffe (479 Kommentare) am 05.02.2010 17:48
@rittersporn1."Naja-Auszug aus Wikipedia" -Die Abfälligkeit können Sie sich sparen.Dieses Spektrum habe ich nämlich mal vor geraumer Zeit gelernt.(incl.Ihrer weiteren Wissensdarbietungen).Das ist aber nur nebensächlich,denn viel wichtiger ist,daß 2.solche Dummschwätzer im Wzbg.-Stadtrat vertreten sind.Da muß ich Ihnen aber rigoros widersprechen,wenn Sie der Meinung sind,solche Dummheiten einfach zu ignorieren,nur "weil man weiss wer der Dampfplauderer ist." 3.diese Leute haben in einem Gremium,wie einer Stadtvertretung nichts verloren und gehören entfernt. 4.@bergfried -der letzte Satz trifft genau auf den Punkt. |
(0)
|
|
bergfried (76 Kommentare) am 05.02.2010 11:40
nicht mehr wählenWähler hört die Signale!!!! Wählt diese Person(en) nicht mehr in den Stadtrat. Ich bin ohnehin der Meinung, dass für Stadträte (und Politiker überhaupt) eine Altersgrenze eingeführt werden soll. Ich denke mit 70 allerspätestens 75 sollte schluss sein. Unabhängig davon: Wer von rot zu dunkelbraun wechselt und einige Jahre später wieder eine Kehrtwendung macht, braucht sich nicht zu wundern, dass man ihn nicht mehr ernst nimmt. Das so jemand überhaupt im Stadtrat sitzt ist der eigentliche und noch viel größere Skandal. |
(0)
|
|
menschenkind (826 Kommentare) am 05.02.2010 10:34
najaich denk mit dem wort "kaffern" hat wohl ex-ob etwas zu tief ins glas geschaut, oder aber kann man bei ihm schon sagen "leise rieselt der kalk"? |
(0)
|
|
waldemar 01 (35 Kommentare) am 05.02.2010 09:37
Die Wege zwischen Bürgerspital-Stammtisch und...sind normalerweise recht kurz. An diesem Abend waren sie etwas länger. Und so fiel es den Rednern Zeitler und Weber erst recht noch schwerer als sonst, sich einer seriösen Ausdrucksweise zu bemächtigen. Da dem Publikum die kabarettreifen Einlagen der beiden alten Herren nicht vorher angesagt waren, kam auch leider keine Faschingsstimmung auf. |
(0)
|
|
suppenstar (190 Kommentare) am 05.02.2010 08:32
Nicht ernst nehmenNach seiner politischen "Karriere" und allem was man die Jahre über immer wieder so hört, kann man genannten Politiker doch ohnehin kaum mehr ernst nehmen. Auch wenn ich das nicht gut heiße und man solche Sprüche eigentlich nicht tolerieren darf, sollte man vielleich aufgrund des doch fortgeschrittenen Alters Nachsicht üben. Man weiß nie, wie man selber einmal wird... Alte Leute sind leider oft zur Selbstreflexion nicht mehr fähig (Junge manchmal auch nicht) man hat ja schließlich die Lebenserfahrung und schon alles gesehen... warum sollte man nach so langer Zeit noch einmal was anders machen, wo die Dinge doch schon immer so waren? |
(0)
|

Wetter
















