publiziert: 23.03.2011 14:50 Uhr
aktualisiert: 23.03.2011 19:48 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text GIEBELSTADT
Amerikaner zahlen nicht für Altlasten

Entsorgung der Giftstoffe kostet Millionen

Die Beseitigung der Altlasten auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Giebelstadt wird teuer. 14 Flächen auf dem 255 Hektar großen Areal sind hoch kontaminiert. Gefährliche Schadstoffe sickern bereits ins Grundwasser (wir berichteten). Nun stellt sich die Frage, ob auch die Amerikaner für die Sanierung bezahlen müssen.

Im Internetforum dieser Zeitung und auch per Email fordern Leser, dass „diejenigen, die den Dreck hinterlassen haben“ auch für die Beseitigung zahlen sollen. Insider schätzen die Kosten für die Sanierung der Altlasten auf dem Flugplatz inzwischen auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

War eine Beteiligung der Amerikaner an den Sanierungskosten bei all den Gesprächen zur zivilen Nachnutzung überhaupt Thema? Giebelstadts Bürgermeister Helmut Krämer kann sich nicht erinnern. „Soweit ich mich erinnere, wurde darüber nie gesprochen“, sagt er. Krämer ist sich sicher: Die Haftung für die Altlasten liegt bei der Eigentümerin.

Nach dem Abzug der Amerikaner gehörte die Liegenschaft wieder der Bundeswehr. Weil aber keine militärische Nachnutzung vorlag, wurde das Flugplatzgelände dem allgemeinen Grundvermögen des Bundes zugeführt. Das hat zur Folge, dass der Bund als Grundstückseigentümer auch verantwortlich für die Sanierung ist.

Ganz egal waren den Amerikanern die Verunreinigungen im Boden nicht. So haben sie im Bereich der Raketenabwehrstellung HAWK und Patriot, hier hat sich bereits eine Ölschicht auf dem Grundwasser gebildet, Boden ausgetauscht. Aber nicht gründlich genug. Es kam schon mal vor, dass Maßnahmen abgebrochen wurden, weil das Geld ausging, berichten Augenzeugen.

In der Regel beteiligt sich der Bund zu 90 Prozent an den Sanierungskosten. Jedoch begrenzt er dies auf die Höhe des Kaufpreises. Der Grundstückserwerber muss sich mit zehn Prozent an den Kosten beteiligen.

Von unserem Redaktionsmitglied Thomas Fritz
    
    

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»Alle 6 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

MrsBurns (752 Kommentare) am 24.03.2011 10:03

kurzes Gedächtnis?

Wenn die oft (auch zu Recht) kritisierten Amis nicht gewesen wären könnten wir hier nicht so fleissig Kommentare verfassen.
Was ist eigentlich mit dem Leid, das wir nicht nur über Europa gebracht haben?
Sind da diese Hinterlassenschaften dagegen nicht nur "Peanuts"?
Aber wie gesagt....alles muss man den Amis aber auch nicht durchgehen lassen..
(1)
blaubi (2804 Kommentare) am 24.03.2011 07:39

wenn die amis sämtliche schäden,

die sie auf der welt anrichteten wieder gut machen müssten, dann müssten diese wohl zig generationen daran abzahlen.
das ist eben das besondere Privileg der USA
dafür tut ja auch frau merkel beim dortigen präsidenten die stiefel lecken
(0)
mlschmitz285 (1 Kommentare) am 24.03.2011 07:08

keine Aufregung,

sind eben Amis. Und da lehrt uns die Geschichte, dass die nie an etwas Schuld sind und schon überhaupt nichts zu verantworten haben.
Und wenn jemand etwas anderes sagt, wird ihm der Krieg erklärt.
Gewundert hätte es mich, wenn sie Verantwortungh übernommen hätten.
(0)
Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 23.03.2011 19:00

ob Senfgas, Uranmunition, verseuchte Böden, ...

...verstrahlte Südseeinseln, Wal-Strandungen durch U-Boot-Sonar, hochgiftige Raketentreibstoffe, Bedrohungen durch Giftgas,
Biologische Kampfmittel oder Atomwaffen ....

Ist oder war ja alles für unsere Sicherheit!
(0)
ricmon (66 Kommentare) am 23.03.2011 18:37

Besatzer oder nicht...

ihren dreck hinterlassen die amis ja weltweit......schert die nie einen dreck.
(0)
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