aktualisiert: 05.07.2011 13:24 Uhr
Text
Text
GEIßLINGEN
Auch Pfarrer können erschrecken
500 Gäste wollten „die Evangelischsten“ sehen –Auftakt zum Jubiläum des MGV Geißlingen
(ve) Zum Auftakt zum 100-jährigen Bestehens hatte der Männergesangverein Geißlingen „Die Evangelischsten“, das Fränkische Kirchen Kabarett FKK, zu einem Konzertabend in die Festhalle eingeladen und damit einen Volltreffer gelandet.
Über 550 Besucher haben selbst vier erfahrene, evangelische Pfarrer in Erstaunen und Schrecken versetzt, so dass diese sich erst nach langem Abwarten und und zähem Ausharrens der Gäste aufs Podium getrauten. Sind sie doch aus den sonntäglichen Gottesdiensten wesentlich weniger Besucher gewohnt.
Damit und dem Vergleich zwischen dem lang gezogenem unterfränkischen „Nää-Nää“" und seinem mittelfränkischem Pendant „Naa- Naa“ ihrer Schäfchen hat sofort den Funken zum Publikum überspringen lassen und deren Lachmuskeln strapaziert. Und das zog sich dann über drei Stunden, unterbrochen durch eine kurze Pause, fort.
Erst nach lang anhaltenden Beifall und einigen Zugaben durften die Interpreten das Podium verlassen, wobei wiederum eine Liedeinlage nach der Melodie „Ja so warn's die alten Rittersleut“ und das ebenfalls selbst verfasste „Zehn kleine Pfarrerlein“ mit dem Abschluss „Da war es nur noch Einer“ einen Höhepunkt darstellte.
Letztes steht wohl symptomatisch für die derzeitige Situation im westlichen Teil des evangelischen Dekanats Uffenheim. Wird doch von den in Geißlingen aufgetretenen Pfarrern in Kürze nur noch Dr. Stefan Gradl in Langensteinach im Amt sein. Gradl hat Alexander Seidel aus Gollhofen vertreten, der ab August nach Wilhelmsdorf, Dekanat Neustadt/ Aisch wechseln wird.
Helmut Späht, der „Stadtpfarrer“ hat Wallmersbach schon länger in Richtung Bad Windsheim verlassen, ebenso Richard Tröge die Pfarrei Aub. Er ist zur Zeit als Religionslehrer in Kitzingen tätig.
Klaus Lindner, Pfarrei Gülchsheim – sie soll mit Pfarrei Aub verschmolzen werden – wird ab September die Pfarrstelle in Dombühl mit Kloster Sulz im Dekanat Feuchtwangen übernehmen. Das Kirchenkabarett soll aber weiterhin bestehen bleiben, war hören.

Wetter















