aktualisiert: 13.10.2009 18:52 Uhr
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WÜRZBURG-LAND
BN: Verkehrsentlastung durch kostenlosen ÖPNV
Naturschützer loben Vision des Landrats
„Visionär“ nennt der Bund Naturschutz (BN) den Vorschlag von Landrates Eberhard Nuß, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für alle Landkreisbürger kostenfrei zu gestalten (wir berichteten).
Grund für diese Nuß-Offensive war ein Antrag der SPD-Kreistagsfraktion, zur Einführung eines Sozialtickets für Bezieher von Arbeitslosengeld II, der Grundsicherung und Menschen in vergleichbarer wirtschaftlicher Situation.
Nachdem auch die Schülerbeförderung vom Landkreis finanziert wird, ist es für Nuß (CSU) „nur logisch, noch einen Schritt weiter zu gehen“ und allen Landkreisbürgern freie Fahrt zu gewähren.
Klimaschutz
Das bringt dem Landrat viel Lob von den Naturschützern ein. Dies hätte nicht nur eine enorme Verkehrsentlastung zur Folge, von der auch die Stadt Würzburg profitieren würde, sondern es wäre auch ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz, heißt es in einer von BN-Geschäftsführer Steffen Jodel verfassten Presseerklärung.
„Dass der ÖPNV in der Region verbesserungswürdig ist, ist klar, dass es vor allem an einem attraktiven Angebot mangelt, ist ebenso nicht neu“, heißt es weiter.
Daher sei der Vorschlag des Landrates, den ÖPNV für die Landkreisbürger kostenfrei zu gestalten, „ein Schritt in die richtige Richtung.“ Wichtig wäre es nun, einen Prozess in Gang zu setzen, der visionäre Ideen aufgreift, um für die Bürgern in Stadt und Landkreis sowie für die Umwelt deutliche Verbesserungen im ÖPNV zu erzielen.
Taktverkehr
Es sei aber auch nötig, die Landkreisgemeinden in einem attraktiven Taktverkehr an Würzburg anzubinden. Die Stadt leide aufgrund ihrer Kessellage besonders unter dem Straßenverkehr (Feinstaub, Abgase, Lärm). Ein attraktiver ÖPNV könnte hier zu einer deutlichen Entlastung führen.
Auch für den Klimaschutz wäre dieser Schritt wichtig. Die Auswirkungen des Treibhauseffektes könnten durch immer trockenere Sommer gerade für Mainfranken erheblich sein. Es bedarf daher richtungsweisender Ideen. Falsch wäre es jetzt, diese als „nicht machbar“ zu den Akten zu legen, heißt es abschließend.
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pippo (85 Kommentare) am 13.10.2009 22:14
Gute WünscheVon einem kostenlosen ÖPNV profitieren in erster Linie alle, die am Taktverkehr angeschlossen sind. Damit ich den Taktverkehr auf Grund meines unsicheren Arbeitszeitendes nutzen kann, brauche ich ein Fahrzeug zum 4 km entfernten Bahnhof oder zum 10 km entfernten Bus-Taktverkehr. Wie bereits erkannt, sollte lieber der ÖPNV „auf dem flachen Land“ ausgebaut werden. |
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