aktualisiert: 03.08.2011 18:06 Uhr
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WÜRZBURG
Base- und Football am Sanderrasen
US-Traditionssportarten bestimmen dritten Tag der städtischen Sportferienfreizeit
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Er steht wie eine Wand: Auf der Sportferienfreizeit am Sanderrasen übt Thorsten Reinhardt, Footballspieler der Würzburg Panthers, mit den Kindern das Blocken.Foto: norbert Schwarzott -
Das Führungstrio: Projektleiterin Senja Töpfer (rechts) und die Freizeitleiter Stefan Bausewein und Nele Vorndran (Mitte) haben bei der Sportferienfreizeit am Sanderrasen das Sagen.Foto: norbert schwarzott
Karl-Heinz Keck holt aus, zieht durch und drischt den Baseball, der auf einer speziellen Vorrichtung liegt, mit seinem Schläger weg. Anschließend lässt er sein Schlagwerkzeug aus der Hand gleiten und rennt so schnell wie möglich zu einer Markierung im Gras. Eine Gruppe von Kindern, die wenige Meter entfernt auf einer Bank sitzt, folgt gespannt seinen Bewegungen. Gleich sollen sie selbst den Schläger schwingen und sich beim Baseball versuchen. Keck ist Vorstand der Würzburg Franconians, dem hiesigen Baseballverein. Seit 2007 stellen die Franconians ehrenamtliche Trainer zur Verfügung, die bei der Sportferienfreizeit am Sanderrasen das Training leiten. So auch in diesem Jahr.
Am dritten Tag der Ferienfreizeit dreht sich alles um amerikanische Traditionssportarten. Denn nicht nur Baseball steht auf dem Programm, sondern auch American Football. Auf der anderen Platzhälfte wird unter der Leitung von Headcoach Johannes Brandt fleißig „Fangen, Werfen und Blocken“ geübt. Brandt ist Jugendtrainer bei den Panthers, einem Würzburger Footballverein. „Vor einem Jahr waren wir das erste Mal da. Wir wollen die Kinder dazu bringen, sich zu bewegen“, formuliert Brandt das Motiv für das Engagement seines Vereins.
Es geht in erster Linie nicht darum, neue Spieler anzuheuern. Für echten Kontaktfootball, wie er im Verein gespielt wird, sind die Kinder in der Sportferienfreizeit ohnehin zu jung. Denn dafür muss man 14 Jahre alt sein, in der Jugendfreizeit sind die ältesten 12 Jahre alt. Trotzdem gibt Brandt zu, dass er neuen Talenten gegenüber nicht abgeneigt wäre: „Wenn sich in zwei Jahren jemand bei uns meldet, wäre das natürlich klasse.“
Keck, sein Pendant vom Baseballklub, will Kinder gezielt für seinen Verein gewinnen: „Wir möchten Kinder für diese Sportart begeistern und eine breite Basis schaffen.“ Natürlich engagiert er sich nicht nur, um Werbung in eigener Sache zu machen, sondern „weil Baseball einfach meine Leidenschaft ist und mir das Training mit den Kindern viel Spaß macht.“
Und der Spaß wird bei der Sportfreizeit auch ganz groß geschrieben. „Die Kinder haben – ganz ungezwungen und ohne jeden Leistungsdruck – die Möglichkeit, in viele Sportarten reinzuschnuppern“, freut sich Projektleiterin Senja Töpfer vom Fachbereich Sport der Stadt Würzburg und fügt im selben Atemzug hinzu: „Unser herzlicher Dank gilt den Sportvereinen. Ohne die wäre das alles nicht möglich, weil wir das Fachpersonal nicht haben.“
Noch bis 26. August haben Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren Montag bis Freitag von 8 und 16 Uhr auf dem Sanderrasen die Möglichkeit, an der Sportferienfreizeit teilzunehmen und Sportarten wie zum Beispiel Badminton, Klettern, Skaten, Streetsurfing oder Wasserski auszuprobieren. Die Sportferienfreizeit wird bereits seit Jahren vom Fachbereich Sport der Stadt Würzburg angeboten. Das Besondere daran: Kinder können ohne Voranmeldung kommen und das Angebot größtenteils kostenlos wahrnehmen.

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