publiziert: 17.02.2009 18:17 Uhr
aktualisiert: 19.02.2009 16:13 Uhr
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Besichtigung im Königreich

Bewerberinnen um die Weinkrone auf Info-Tour durchs Frankenland

Wer wird die 54. Fränkische Weinkönigin und damit die Nachfolgerin von Marlies Dumbsky aus Volkach. Fünf junge Damen bewerben sich um die Krone des Fränkischen Weinbauverbandes. Am 19. März treten sie in Würzburg vor die Jury.

  • Horst Kolesch (rechts), der Weingutsleiter des Juliusspitals, zeigt den fünf Kandidatinnen die neue Abfüllanlage, in der gerade ein Rotling in die Flasche kommt. Im Bild von links Miriam Fritsch (Ipsheim), Ilonka Scheuring (Margetshöchheim), Heike Emmerich (Iphofen), Anna Saum (Großlangheim) und Katharina Reinhart aus Frickenhausen.
    FOTO Kriener
Bild von

Um die Krone bewerben sich diesmal auch zwei junge Frauen aus dem Landkreis Würzburg:

Zum einen Katharina Reinhard (21), die seit 2007 Weinprinzessin in Frickenhausen ist. Sie vertritt mit Begeisterung Franken, seinen Wein und die Kultur.

An der Fachhochschule studiert sie Betriebswirtschaftslehre und will sich auf Tourismusmarketing spezialisieren. Kochen, Singen, Orgel spielen und einen guten Wein mag sie in der Freizeit.

Ihre Mitbewerberin Ilonka Scheuring (24) aus Margetshöchheim hat als einzige Bewerberin keine Amtszeit als Weinprinzessin hinter sich.

Dafür kann sie mit einer fundierten Ausbildung im Weinfach aufwarten.

Nach der Ausbildung zur Weinhandelsküferin und Praktika in Italien und Neuseeland hat sie 2008 ihren Abschluss als Technikerin für Weinbau und Önologie gemacht.

Derzeit arbeitet sie im Weingut ihrer Eltern in Margetshöchheim. Fußball, Reiten und Mopedfahren zählen zu ihren Hobbys.

Weitere Konkurrentinnen sind Heike Emmerich (22) aus Iphofen, die Betriebswirtin Miriam Fritsch (23) aus Ipsheim und die Bankkauffrau und Winzerstocher Anna Saum (22) aus Großlangheim.

Die Vorbereitungen für die fünf jungen Damen sind anspruchsvoll: Seminare, Weinproben, Schulungen und Besichtigungen stehen auf dem Programm.

Am Dienstag haben sich die Kandidatinnen auf Tour durchs fränkische Weinland gemacht. Mit dabei Marlies Dumbsky und die Fränkische Weinprinzessin Andrea Gebhard.
 
Sie hat gemeinsam mit der Retzstadterin Susanne Gehrig die Aufgaben von Marlies Dumbsky nach deren Wahl zur Deutschen Weinkönigin übernommen.

Die Rundreise hatte der Vorsitzender des Vereins Gästeführer - Weinerlebnis Franken, Eugen Öhrlein, organisiert. Die erste Station führte die Bewerberinnen an jenen Ort, an dem am 19. März die Entscheidung fällt: das Vogel Convention Center in Würzburg.

Danach ging es ins Juliusspital, wo die jungen Damen von Weingutsleiter Horst Kolesch einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Stiftung erhielten.

Die Bewerberinnen erfuhren, dass das Juliusspital auf 172 Hektar Fläche Weinbau betreibt und damit das größte Weingut Frankens und das zweitgrößte in Deutschland ist.

Alleine 70 Hektar belegt der Silvaner, der heuer in Franken seinen 350. „Geburtstag“ feiert. Das Juliusspital nimmt für sich in Anspruch, damit das größte Silvaner-Weingut der Welt zu sein.

Die Bewerberinnen erfuhren aber auch von den vielfältigen sozialen Aufgaben der 1576 gegründeten Stiftung. Neben dem Krankenhaus betreibt sie ein Senioren- und Pflegestift, Berufsfachschulen und eine Palliativakademie mit Palliativstation.

Die nächste Station führte die jungen Damen in die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau nach Veitshöchheim, wo das Thema Essen und Wein auf der Tageskarte stand. Am Nachmittag ging es in den Landkreis Kitzingen.

Zunächst zum größten fränkischen Weinerzeuger, der Winzergemeinschaft Franken (GWF), dann nach Castell, wo vor 350 Jahren der erste Silvaner gepflanzt wurde.

Den Abschluss des informativen Tages erlebten die Bewerberinnen im größten Privatweingut Frankens, im Iphöfer Weingut Hans Wirsching.

Bilder und Videos von den Kandidatinnen unter www.mainpost.de/weinkoenigin

Von unserem Redaktionsmitglied Herbert Kriener
    
    

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