aktualisiert: 03.02.2012 16:28 Uhr
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HEIDINGSFELD
Biber baut in Heidingsfeld
Werner Wägelein entdeckte Bissspuren an Bäumen am Mainufer
Gesehen hat er sie noch nicht. Aber Main-Post-Leser Werner Wägelein weiß, dass sich Biber am Main in Heidingsfeld niedergelassen haben. An Bäumen hat er Bissspuren in der so genannten „Sanduhrtechnik“ entdeckt und fotografiert. Sie zeugen davon, dass die Biber nun auch in Würzburg heimisch geworden sind.
1867, so der Bund Naturschutz, seien die großen Nagetiere in ganz Bayern ausgerottet gewesen. Der Grund: Man zog ihnen das Fell über die Ohren und machte Mützen und Mäntel daraus. Außerdem habe Biberfleisch als Fastenspeise gegolten und „Bibergeil“, ein Drüsensekret der Tiere, als Mittelchen gegen verschiedene körperliche Gebrechen.
Im Jahr 1966 brachten Naturschützer die Biber zurück nach Bayern. Und bis 1980 wurden, mit Genehmigung der Behörden, etwa 120 Tiere im Freistaat ausgesetzt. Inzwischen leben schätzungsweise 12 000 Biber in etwa 3000 bayerischen Revieren.
Wo Biber dauerhaft und problemlos leben können, so der Bund Naturschutz, sei die Flussaue in Ordnung. Und wo die fleißigen Nager ein Gewässer gestalten, verbesserten sie die Lebensbedingungen für Fischotter, Schwarzstorch und viele Amphibien und Libellen.

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