aktualisiert: 22.02.2012 16:26 Uhr
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WÜRZBURG
Bischof Hofmann feiert Aschermittwoch mit 300 Künstlern
Sich auf das Wesentliche im Leben besinnen, dazu hat Bischof Friedhelm Hofmann beim Aschermittwoch der Künstler, in der Neumünsterkirche aufgerufen. Bei der Eucharistiefeier zu Beginn der Fastenzeit legte der Bischof zusammen mit Weihbischof Ulrich Boom, Domkapitular Jürgen Lenssen und Diakon Jürgen Buchner 300 Künstlern und Kunstschaffenden aus Unterfranken das Aschenkreuz auf und erinnerte sie an die Sterblichkeit jedes Menschen, berichtet der Pressedienst des Ordinariats.
Der traditionelle Aschermittwoch der Künstler stand heuer in Würzburg im Zeichen der Architektur. Im Anschluss an die heilige Messe sprachen Dr. Walter Zahner aus Regensburg und Professor Ulrich Königs aus Köln in der Neubaukirche zum Thema Kirchenbaukunst und Transzendenz-Erfahrung.
„Das, was in der Architektur aus der Unsichtbarkeit in die Sichtbarkeit gerinnt, nimmt in der Liturgie den umgekehrten Weg. In ihr werden Raum und Zeit geöffnet in die bleibende Heilsgegenwart Gottes“, betonte der Bischof in seiner Predigt über den Sinngehalt religiösen Kirchenbaus.
„Die Ausstattung will helfen“
Am Beispiel der Neumünsterkirche erklärte Bischof Hofmann, dass der Raum die Menschen berge: „Form und Ausstattung wollen uns helfen, die Enge eigener Glaubenserfahrung in die Zusage der Gegenwart Gottes zu weiten.“ Die wechselseitige Durchdringung von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, von Schöpfung und Transzendenz, mache die Bedeutung liturgischen Geschehens und der ihm dafür Raum gebenden Architektur aus.
„Kirchen sind wie Leuchttürme, die Orientierung und Halt geben auf der stürmischen Lebensreise“, sagte der Bischof. Er verwies auf die vielen Julius-Echter-Kirchtürme im Frankenland mit ihrer charakteristischen Spitzform. „Kirchen sind Pforten zum Himmel“, erklärte Bischof Hofmann. Die Türme wiesen den Weg und das oft kostbar ausgestattete Innere lade „wie der Thronsaal Gottes zum Eintreten“ ein. „Ein Ort ohne Kirche ist eine Ansammlung von Häusern, ein Ort mit einer Kirche ist eine Gemeinde“, sagte der Bischof.
Beim Vortrag in der Neubaukirche erinnerte Zahner, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, daran, dass die Architektur im Mittelalter als die „Mutter aller Künste“ galt. Gerade der Kirchenbau sei Baukunst aus Raum und Licht. „Kirchenbauten sind Zeugnisse höchster Baukunst, sie haben eine ganz besondere Atmosphäre“, beschrieb Zahner die Mischung aus Stille und Erhabenheit, die ein Gotteshaus ausstrahle.
Der Architekt Königs veranschaulichte Zahners theoretische Ausführungen anhand zweier von ihm entworfenen und umgesetzten Kirchen in Regensburg und Schillig an der Nordsee. Er erklärte seinem Publikum, wie es in einer Zeit, in der schon alles gebaut wurde, gelinge, doch wieder etwas Neues zu kreieren: „Es gilt, Dinge zu wiederholen, aber aufs Neue zu erfinden.“
„Auf der Suche nach dem Mehr“
Abschließend resümierte Bischof Hofmann, dass „wir im Rahmen des Aschermittwochs der Künstler stets auf dieser Suche nach dem Mehr sind“. Der erste Aschermittwoch der Künstler geht auf den Franzosen Paul Claudel zurück. In Deutschland hat das Treffen lange Tradition und ist zum Tag der Besinnung, des Innehaltens und des Aufbruchs geworden.
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Die neuesten Kommentare
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frei100 (423 Kommentare) am 22.02.2012 18:14
Kehrt um und glaubt an das Evangelium!Was wäre das für eine wunderbare Nachricht! Dann wären Kirchen wieder Leuchttürme, die Orientierung und Halt geben auf der stürmischen Lebensreise. Was ist eine Kirche wenn Gott nicht anwesend ist? |
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ak24.de (385 Kommentare) am 23.02.2012 08:49
wo gibts denn das zeug ....dass du einnimmst!ist das der weihrauch? was um alles in der welt mischen die da mitlerweile für einen harten stoff rein? das ist ja teufelszeug!
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frei100 (423 Kommentare) am 23.02.2012 11:22
Ich sags Ihnen...der Gott der Bibel ist so wunderbar. |
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