publiziert: 11.07.2010 19:23 Uhr
aktualisiert: 11.07.2010 19:56 Uhr
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Bischof kritisiert Tests an Embryos

Rund 17 000 Menschen kamen zur Kiliani-Wallfahrtswoche 2010

Die Krisen in Gesellschaft und Kirche haben die Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 bestimmt. Laut Pressedienst des Ordinariates Würzburg bezeichnete Bischof Friedhelm Hofmann die aktuelle Lage der Kirche als sehr ernst. Es sei dramatisch, dass viele Menschen den Kirchen den Rücken kehren.

  • Familiengottesdienst: Rund 1000 Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Gläubige aus aller Welt versammelten sich am Sonntag im Dom.
    Foto: pow
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Trotz Krise, trotz sommerlich heißer Temperaturen und trotz des spannenden Endspurts bei der Fußball-Weltmeisterschaft zog die Kiliani-Wallfahrtswoche 2010 erneut die Katholiken in Unterfranken nach Würzburg: Rund 17 000 Menschen kamen zwischen 3. und 11. Juli zu Gottesdiensten in den Kiliansdom, wo die Häupter der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan zur Verehrung aufgestellt waren. 19 Pontifikalgottesdienste fanden statt, denen sich meist Gespräche und Begegnungen mit den Wallfahrern und den einzelnen Interessengruppen anschlossen.

Gottvertrauen und Zusammenhalt legte Weihbischof Ulrich Boom den Pilgern nahe. Überall, wo die Menschen Vertrauen in Gott und Menschen legten, holten sie ein Stück Himmel auf die Erde. Angesichts einer Welt, die zunehmend auseinanderfalle, gelte es, das Gesamte im Blick zu haben.

Heftig kritisierte Bischof Hofmann das während der Wallfahrtswoche veröffentlichte Urteil des Bundesgerichtshofs zur Präimplantationsdiagnostik. „Es ist für mich völlig unverständlich, dass zur Zeit im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik Gentests an künstlich befruchteten Embryonen durchgeführt werden dürfen, die den Zweck haben, befruchtete Embryonen, das heißt kleine Menschen, bei auffälligem genetischen Befund auszusondern, das heißt zu töten“, sagte er beim Kiliani-Tag der Kranken und Behinderten.

Mit einer Jugendwallfahrt und der Reliquienprozession von Sankt Burkard über die Alte Mainbrücke zum Dom hatte die Festwoche begonnen, mit einem internationalen Familienfest endete sie. Die meisten Pilger lockten die Tage der Ehejubilare, die erstmals auf drei Gottesdienste verteilt waren.

(geha)
    
    

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