aktualisiert: 20.10.2011 19:03 Uhr
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WÜRZBURG
Bundesvorsitzender Cem Özdemir sprach auf Würzburger Marktplatz
Grüne: Banken an Kandare nehmen
Zur Bewältigung der Finanzkrise wollen die Grünen die Banken stärker in die Pflicht nehmen. Bei einer Kundgebung auf dem unteren Markt in Würzburg forderte Bundesvorsitzender Cem Özdemir am Donnerstag eine „Bankenabgabe, die den Namen verdient.“ Vor rund 100 Zuhörern zeigte er Verständnis für die Proteste junger Leute in Spanien oder Griechenland. Sie hätten die Krise nicht zu verantworten.
Stattdessen müssten Banken besser kontrolliert werden. Özdemir, der mit dreiviertelstündiger Verspätung auf dem Marktplatz eingetroffen war, mahnte eine europäische Bankenaufsicht an. Außerdem sollten den Banken hochspekulative Geschäfte verboten werden. Die Grünen stehen zudem hinter einer Finanz-Transaktionssteuer. Özdemir: „Wir brauchen sie auch als Einnahmequelle, um Schulden zurückzubezahlen.“ Zumindest in der Eurozone sei sie aktuell durchsetzbar. Der Grünen-Chef rief Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, sich in Brüssel dafür stark zu machen. Der Kanzlerin warf er einen europapolitischen Zickzackkurs vor: „Sie können Frau Merkel immer mit dem widerlegen, was sie selbst gesagt hat.“ Gegenüber Griechenland habe sie falsche Anschuldigungen erhoben. So weiche das Renteneintrittsalter entgegen Merkels Behauptungen kaum vom deutschen ab.
Özdemir – unterwegs in der Region zu mehreren Terminen – sprach etwa 20 Minuten, ohne Manuskript. Die Zuhörer lauschten aufmerksam und bedachten seine Rede zwischendurch mit Beifall. So etwa in seiner Forderung nach mehr Mindestlöhnen, um damit die Binnennachfrage zu stärken. Denn die EU-Krise sieht er auch als Verteilungsproblem: „Nicht alle können in dem Maß exportieren wir Deutschland.“
Deregulierung: Grüne Selbstkritik
Selbstkritik war von Dieter Janecek, dem bayerischen Landesvorsitzenden der Grünen, zu vernehmen. Seine Partei habe in der rot-grünen Regierung zur Deregulierung der Finanzmärkte beigetragen: „Da ist einiges schief gegangen.“ Immerhin aber hätten die Grünen daraus gelernt. Ebenso wie Özdemir sprach sich auch der Würzburger Kreisvorsitzende Patrick Friedl für eine Stärkung des Europäischen Parlaments aus. Statt einer Abkehr von Europa sei eine Vertiefung der Einigung „richtig und wichtig“. Die Kundgebung in Würzburg fand in der Reihe „Grüner Wirtschaftsherbst“ statt.
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reutjo (1555 Kommentare) am 20.10.2011 19:25
na dann, passt mal schön auf die "Piraten" auf ...denn diese liegen zZt. ganz aktuell, egal für welche Wahl,stabil bei 10 %. Ein Wert an sich, von dem viele Parteien träumen würden, wenn sie 10 % zu ihren derzeitigen Werten dazurechnen könnten. Wenn Piraten ein Schiff entern.... fliesst entweder Blut oder Lösegeld .... 'Somalia' lässt grüssen
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der bürger (1054 Kommentare) am 20.10.2011 21:36
Der Tschem hat gesprochen..........ich habe es mir angehört.....Meine Geknickte mit Senf hatte mehr politisches Gehalt als die Worte des Grünen Herrn Bundespolitiker....hat mich aber auch nicht überrascht - hatte schon mehrere Geknickte..
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stoertebeker (694 Kommentare) am 20.10.2011 22:26
100 LeuteAlles blablabla - kenne genug Beispiele aus Frühpensionierung in GR- Lehrer mit 56 Jahren verpensioniert-Lehrerin mit 52 Jahren. Bei uns geht so etwas überhaupt nicht-nur über die Berufsunfähigkeit.Aber er hat doch als Politiker sein "Schäflein im Trockenen", man muß nur auf die selbstbestimmten Versorgungsbezüge achten. Dafür muß Otto Normalverbraucher 160 Jahre arbeiten... |
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Hingucker (1232 Kommentare) am 21.10.2011 08:09
MarktplatzHatte ich doch gesagt. Nur Gelaber. Der Bürger hat recht , mit seiner" Geknickten", oder so |
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deutzi (151 Kommentare) am 21.10.2011 09:17
Hat man von demschon was anderes als Gelaber gehört.Viel bla-bla-bla sonst nichts. |
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