publiziert: 07.02.2012 16:33 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 16:37 Uhr
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Café oder doch Gemeindearchiv

Über die Nutzung des alten Rathauses in Untereisenheim wird weiter diskutiert
  • Noch nicht entschieden: Seit Jahren schon wird für das alte Rathaus in Untereisenheim eine neue Nutzung gesucht. Vielleicht klappt die Wiederbelebung im Rahmen der Dorferneuerung.
    Foto: Irene Konrad
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Im Zuge der Dorferneuerung werden die Reichertsgasse und das Rathausgässchen in Untereisenheim neu gestaltet. Deshalb wird jetzt auch wieder über das alte Rathaus diskutiert.

Seit Jahren ist die Nutzung des Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert Thema im Dorf. Es gibt sogar einen Verein „Initiative Altes Rathaus Untereisenheim“. Der hatte 2009 schon einmal eine Nutzungsstudie vorgelegt. Vereinsvorsitzender Kurt Noack hatte damals die Geschichte des Hauses erforscht. Der zweigeschossige Bau ist einer der ältesten profanen Bauten im Dorf und steht unter Denkmalschutz. Es ist seit 1585 urkundlich nachweisbar und gehört der Gemeinde Eisenheim.

Die Vorschläge für eine Nutzung sind vielfältig. Kann die Gemeinde das Gebäude brauchen? Soll es einem Trägerverein überlassen werden? Oder besser einer Privatperson, die ein Café, ein Bistro für Radler oder eine Gaststätte einrichten würde? Kann es der Winzerverein nützen?

Alle Vorschläge wurden ausgiebig diskutiert. Aber für eine öffentliche Nutzung müssen Toiletten und eine Heizung eingebaut werden. Die Ideen scheiterten aber nicht nur am Geld oder daran dass die Winzer ihre eigenen Probierstuben haben. Sie scheiterten auch an Auflagen wie der Gaststättenerlaubnis, Lärmschutz oder Stellplätzen.

Die Anregung nur die Außenfassade zu renovieren, hat den Ratsmitgliedern nicht gefallen. Am besten kam der Vorschlag von Gemeinderat Bernhard Wolter an, das Archiv der Gemeinde dort unterzubringen. Bevor entschieden wird, sollen sich Verwaltung und Bürgermeister Andreas Hoßmann nach Fördergeldern erkundigen.

Aufgrund der Finanzsituation will man sowieso frühestens 2013 mit dem Umbau beginnen. Die Untereisenheimerin Ursula Bruch hat trotz aller Bedenken einen Traum: Sie kann sich neben dem Gemeindearchiv im alten Rathaus ein Café mit Sitzplätzen auf der Straße vorstellen. „Das wäre doch ein Gewinn für den ganzen Ort“.

Von unserer Mitarbeiterin Irene Konrad
    
    

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