aktualisiert: 28.12.2011 17:32 Uhr
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VEITSHÖCHHEIM
Das Team Orange blickt optimistisch ins neue Jahr
Neue Abfuhrrouten ab 2012
Stefan Strohmenger ist optimistisch. Der Betriebsleiter vom Team Orange blickt entspannt ins neue Jahr.
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Unterwegs auf neuen Wegen: Vorstand Alexander Schraml (links) und Betriebsleiter Stefan Strohmenger stellen die neuen Routen vom Team Orange für 2012 vor.Foto: Regine Beyss -
Neue Organisation: Die Einteilung in fünf Abholbezirke soll die Müllabfuhr flexibler und die Arbeitszeiten gerechter machen.Foto: SCHUHMANN
„Langsam ernten wir die Lorbeeren für die ganzen Veränderungen, die wir in den letzten Jahren angestoßen haben“, sagt er. „Zuerst gab es viel Kritik und wenig Akzeptanz, aber jetzt zeigen unsere Befragungen ein sehr positives Bild.“
Und auch wenn zum Jahreswechsel noch einmal eine größere Änderung ansteht – er ist davon überzeugt, dass die Bürger des Landkreises Würzburg auch weiterhin zufrieden sein können.
Zum 1. Januar 2012 ändert der Abfallwirtschaftsbetrieb seine Abfuhrpläne. „Wir teilen den Landkreis erstmals in Regionen ein“, erklärt Vorstand Alexander Schraml. „Damit wird die Müllabfuhr weiter systematisiert.“
2004 übernahm das Team Orange die Abfallentsorgung vom Müllabfuhrzweckverband, bei der jede Gemeinde getrennt angefahren musste. Das soll sich mit den neuen fünf Abholbezirken ändern. „Die elf bis zwölf Müllfahrzeuge sind dann an jedem Wochentag in einer Region gemeinsam aktiv“, so Betriebsleiter Strohmenger.
Flexibler reagieren
„Damit können wir flexibler auf Ausfälle und Überlastungen reagieren. Außerdem werden die Arbeitszeiten unserer Mitarbeiter gerechter.“ Betroffen von dieser Änderung sind allerdings auch die 160 000 Einwohner mit ihren 97 000 Restmüll- und Biotonnen. In einigen Regionen ändern sich die Abholtage sowie die Abholzeiten.
„Es ist wichtig, dass die Tonnen pünktlich um 6 Uhr bereit stehen“, sagt Strohmenger. Die Bürger sollten im Zweifelsfall in den Abfallkalender (siehe Infokasten) schauen und nicht mehr unbedingt auf ihren Nachbarn. „Wir werden dadurch wirtschaftlicher und umweltschonender“, verteidigt Schraml die Änderung. Zwischenleerungen und unnötige Wegstrecken könnten vermieden werden.
Doch das Team Orange sei immer für Anregungen und Kritik offen, so Schraml. Regelmäßig führt das Unternehmen Kundenbefragungen an ihren 14 Wertstoffhöfen durch. „Das sind keine geschönten Zahlen“, betont der Vorstand. Deutlich über 90 Prozent der Befragten sind demnach zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit der Arbeit des Teams.
Damit das so bleibt, plant der Betrieb 2012 weitere Veränderungen. „Das sind allerdings nur Kleinigkeiten“, so Schraml. „Eigentlich wollen wir unsere Kunden im nächsten Jahr nach den ganzen Umwälzungen mal zur Ruhe kommen lassen und das gute Niveau halten.“ Der Wertstoffhof Wachtelberg in Kürnach wird seine Öffnungszeiten am Mittwoch ausweiten, nämlich auf 16 bis 20 Uhr.
An den übrigen Wochentagen öffnet er wie gehabt (siehe Infokasten) „Das ist ein Pilotverfahren“, erklärt der Vorstand. „Wir reagieren damit auf Anregungen aus den Befragungen.“ Der Wertstoffhof Wachtelberg hat das größte Einzugsgebiet, deshalb sei es in der Vergangenheit oft zu Staus gekommen. Das sollen die neuen Öffnungszeiten verhindern.
Nichts ändern soll sich indes an der Gebühr. Die liegt für einen Vier-Personen-Haushalt derzeit bei 159 Euro pro Jahr. „Und da ist fast alles inklusive“, betont Schraml. „Wir sehen – entgegen dem allgemeinen Trend – keinen Erhöhungsbedarf.“
Intern möchte Team Orange vor allem die eigenen Photovoltaikanlagen ausbauen. Sowohl auf den Dächern des Betriebssitzes als auch der beiden Wertstoffhöfe in Veitshöchheim und Wachtelberg wird bereits Energie produziert. Schon jetzt speist das Unternehmen den Strom, den es nicht verbraucht, ins Netz ein.
„Zusätzlich prüfen wir all unsere Freiflächen, also die ehemaligen Deponien“, so Strohmenger. Auf der Bauschuttdeponie in Uettingen ist eine Anlage in Planung. Ein Vorhaben in Röttingen scheiterte bisher an einer Ablehnung im Stadtrat. „Da müssen wir jetzt erst mal abwarten“, so Schraml.
Grund zum Feiern
Während dessen gibt es im Januar einen Grund zum Feiern. Zum 50. Geburtstag der Müllabfuhr im Landkreis Würzburg organisiert das Team Orange ein Sperrmüllkonzert mit der Band „Recyklang“. „Wir wollen uns bei allen bedanken, die an dieser Geschichte mitgewirkt haben“, sagt Betriebsleiter Strohmenger.
Alle Mitarbeiter sind eingeladen. Er ist mehr als zufrieden mit den Zahlen des Unternehmens. „Wir sammeln pro Bürger 500 Kilogramm Müll ein und haben eine Verwertungsquote von 80 Prozent“, erklärt er. Der deutschlandweite Schnitt liegt bei 71 Prozent. „Das ist ein hoher Ansporn, den wir auch in Zukunft halten und ausbauen wollen.“
Änderungen im neuen Jahr
Der Wertstoffhof Wachtelberg hat in Zukunft wie folgt geöffnet: dienstags 14 bis 18 Uhr, mittwochs 16 bis 20 Uhr, donnerstags 8 bis 12 Uhr, freitags 13 bis 18 Uhr und samstags 9 bis 14 Uhr. Die Öffnungszeiten der Kompostieranlage in Oberpleichfeld ändern sich ebenfalls zum Jahreswechsel. Grüngut kann bis fünf Kubikmeter zu folgenden Zeiten entsorgt werden: montags 9 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags 10 bis 18 Uhr und samstags 9 bis 15 Uhr. Die siebte Auflage der Abfall-Info-Broschüre wird am 11. Januar 2012 in jedem Briefkasten des Landkreises Würzburg liegen. Bei Bedarf kann sie auch im Internet unter www.team-orange.info heruntergeladen werden. Den Abfallkalender 2012 mit den neuen Abholtagen gibt es im aktuellen Gemeinde-Mitteilungsblatt, auf allen Wertstoffhöfen des Landkreises Würzburg, bei allen Gemeindeverwaltungen, im Landratsamt Würzburg und der Dienststelle Ochsenfurt, im Kundencenter des Team Orange in Veitshöchheim, bei den Verteilstellen für Gelbe Säcke sowie im Internet unter www.team-orange.info/abfallkalender.html. Text: Reb
Regine Beyss

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