aktualisiert: 24.01.2012 16:23 Uhr
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REGION WÜRZBURG
Die Landjugend stärken
Unterfränkische Jungbauernschaft sieht sich als Anlaufpunkt für Jugendliche
Gemeinschaft wird bei ihnen groß geschrieben. Egal, ob bei regelmäßigen Treffen, gemeinsamen Ausflügen oder Fortbildungsseminaren – im Mittelpunkt der Bayerischen Jungbauernschaft (BJB) steht die Gruppe. „Wir möchten die Jugend auf dem Land stärken und sie selbstbewusst machen“, erklärt Simone Reul, Vorsitzende des Bezirksverbandes Unterfranken. „Die Ortsgruppen bieten einen Anlaufpunkt für Jugendliche, die noch nicht so mobil sind.“ Das mache auch das Leben auf dem Land wieder attraktiver.
Rund 1600 Mitglieder hat die Jungbauernschaft in Unterfranken. Insgesamt gibt es elf Ortsgruppen und fünf Ringe junger Landwirte oder Landfrauen (siehe Infokasten). „Wir sind so etwas wie der Dachverband“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Michael Strauß. „Wir möchten die Jugend bewegen, etwas in der Landwirtschaft zu unternehmen.“
So geht es jedes Jahr gemeinsam zur Grünen Woche nach Berlin. Auch Lehrfahrten und Besichtigungen von Betrieben stehen regelmäßig auf dem Programm, genauso wie gemeinsame Scheunenparties. Für 2012 planen die Vorstandsmitglieder unter anderem einen Kochkurs, ein Fahrsicherheitstraining und seine sensorische Weinprobe.
„Die jungen Leute können bei uns ein Netzwerk bilden, das ihnen später durchaus nützlich sein kann“, glaubt Reul. „Ganz abgesehen davon, dass man nette Leute kennenlernt und sich über bestimmte Dinge besser austauschen kann.“ Dazu gehören mitunter auch aktuelle politische Themen.
Bayernweit organisiert die Jungbauernschaft zwei Arbeitskreise, die sich mit Landwirtschaft sowie Jugend- und Gesellschaftspolitik auseinandersetzen. Vertreter aus allen Bezirken treffen sich ungefähr vier Mal im Jahr, um zum Beispiel über die EU-Agrarpolitik oder schlechte Milchpreise zu diskutieren. „Auf Bezirksebene besprechen wir die Themen vor“, erklärt Strauß. „Dann schauen wir, an welche lokalen Politiker wir uns wenden könnten, um unsere Anliegen vorzubringen.“
Politisch sei die Jungbauernschaft aber vor allem auf Landesebene aktiv. Die Bezirks- und Ortsgruppen kümmern sich verstärkt um gemeinsame Unternehmungen und versuchen, lokal präsent zu sein. „Wir hatten zum Beispiel auch einen Stand auf der Mainfrankenmesse“, berichtet Strauß.
Die nächste große Veranstaltung der Jungbauern steht am Samstag, 28. Januar, auf dem Plan. Gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband (BBV) organisieren sie die „Unternehmer- und Jungbauerntagung“ in der Kickers-Gaststätte, Mittlerer Dallenbergweg 49 in Würzburg. Unter dem Motto „Beim Wachsen die Öffentlichkeit mitnehmen!“ referieren unter anderem Experten aus den Bereichen Medien und Systemgastronomie – und natürlich der Landwirtschaft selbst. Die Teilnahmegebühr beträgt für BBV- und BJB-Mitglieder 50 Euro, für Nicht-Mitglieder 80 Euro. Enthalten sind ein Mittagessen, Kaffee, Kuchen und Brezeln. Eine Anmeldung ist noch bis zu diesem Mittwoch, 25. Januar, per Fax unter (0931) 2 79 57 70 oder per Mail unter wuerzburg@bayerischerbauernverband.de möglich.
Weitere Informationen gibt es unter www.lj-bayern.de
Jungbauern in Unterfranken
Die Bayerische Jungbauernschaft hat im Regierungsbezirk Unterfranken derzeit rund 1600 Mitglieder. Die Vereinigung richtet sich an alle jungen Leute bis 35 Jahre. Die Doppelspitze des 16-köpfigen Vorstandsteams ist immer gemischt. Zur Zeit übernehmen Jochen Klein und Simone Reul diese Aufgabe. Zum Bezirk Unterfranken gehören die elf Ortsgruppen in Fuchsstadt, Gnodstadt, Martinsheim, Mönchsondheim, Schernau, Volkach (Kreisverband Kitzingen/Würzburg), Hohnhausen, Nassach, Pettstadt, Salmsdorf (Kreisverband Haßberg), Detter und Mellrichstadt. Darüber hinaus können sich Interessierte einem der fünf Ringe junger Landwirte anschließen. Im Kreisverband Würzburg/Kitzingen existieren zudem ein Ring junger Landfrauen und ein Ring fränkischer Jungwinzer.
Von unserem Redaktionsmitglied
Regine Beyss

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