aktualisiert: 07.09.2011 17:45 Uhr
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OCHSENFURT/MARKTBREIT
Die Synagoge wieder belebt
Projektseminar recherchierte intensiv
Der Tag des offenen Denkmals ist für die Schüler, die sich am Projektseminar von Dr. Josef Endres im Fach Geschichte beteiligt haben, ein besonderer Tag.
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Geschichtsforscher: Die zehn Meter tiefe Mikwe (rituelles Tauchbad) beeindruckt in der alten Synagoge in Obernbreit. Links im Bild: Ulrike Dietrich-Knobling (Mitwirkung bei der künstlerischen Gestaltung), Dritter von links (hinten) Dr. Josef Endres (betreuender Lehrer für das P-Seminar), vorne auf der Treppe Gisela Bamberg (Beratung zu Fragen des Judentums) und Friedrich Heidecker (Vorsitzender des Vereins ehemalige Synagoge Obernbreit). Beim P-Seminar mitgearbeitet haben: Fabian Herbst, Oliver Nagler, Christopher Röder, Moritz Schilling, Lukas Steigerwald, Florian Tief, Tobias Veeh und Jan Weinkaemmerer.Foto: USCHI MERTEN
Zwar wurden sie bereits von Kultusminister Ludwig Spaenle für ihre innovative Arbeit ausgezeichnet, doch jetzt stellen sie ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vor.
Die Projekt-Seminare zur Studien- und Berufsorientierung bilden einen wesentlichen Bestandteil des G8. Der Projekttitel des Seminars war: „Wiederbelegung einer ehemaligen Synagoge – eine kulturelle Bereicherung für Obernbreit“. Und so setzten sich die Jugendlichen in einer mehrmonatigen Arbeit mit diesem Thema auseinander.
Es wurde recherchiert, in Archiven oder auf dem jüdischen Friedhof in Rödelsee. So konnte der Beitrag der jüdischen Bevölkerung für Oberbreit erforscht werden.
Doch auch das Gebäude der ehemaligen Synagoge wurde genau untersucht und seine Architektur festgehalten. Anhand der Forschungen entstand ein Holzmodell. Auf der Grundlage der Befunduntersuchung wurde begonnen, die alte Wandbemalung zu rekonstruieren und auf eine Folie zu übertragen.
Ein Rundgang durch die virtuell erstellte Synagoge ermöglicht ein historisches Raumerlebnis.
Die ehemalige Landsynagoge mit einer außergewöhnlichen, zehn Meter tiefen Mikwe stand noch vor wenigen Jahren vor dem Verfall. Und so haben die Teilnehmer des Projekt-Seminars mit ihren Forschungsarbeiten den „Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit“ unterstützt. Sie haben dazu beigetragen, diese Synagoge, die lange Zeit als Scheune genutzt wurde, wieder neu zu beleben.
Langfristig soll ein Ort der Erinnerung und Begegnung und damit auch ein kulturelles Zentrum im ländlichen Raum geschaffen werden. Damit sich die Besucher in die Zeit zurückversetzten können, gibt es außer dem virtuellen Rundgang „jiddische“ Musik, die Klezmermusik, die früher auf Hochzeiten, Ernte- und Hoffesten gespielt wurde.
Die Ausstellung wird am 11. September um 13 Uhr eröffnet. Ort: An der Synagoge 1 in Obernbreit.

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