aktualisiert: 26.01.2009 15:57 Uhr
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WÜRZBURG
Ehemaliges Gewerkschaftshaus am Berliner Ring wird umgebaut
Anwälte statt Rucksack-Touristen
Die Adresse Prymstraße 3 beim Berliner Ring hat eine lange Tradition. Seit 1963 waren hier viele DGB-Gewerkschaften untergebracht, danach Rucksack-Touristen. Bald sollen dort Anwälte und Software-Berater ihre Kunden standesgemäß nach einem aufwändigen Umbau empfangen. 2,1 Millionen Euro werden in das Projekt investiert.
Pressekonferenzen um die Zukunft von Arbeitsplätzen, um Firmenschließungen und um Verletzungen von Tarifverträgen – so ist das Gewerkschaftshaus vielen Medienvertretern noch in Erinnerung.
Im Keller gab es ein Jugendheim, das nach dem Würzburger Dichter Leonhard Frank benannt war.
Dann verteilten sich die Gewerkschafter auf viele Standorte in der Stadt.
Auch als Mittelpunkt der Rucksacktouristen-Szene hat sich die Prymstraße 3 einen Namen gemacht.
Junge und junggebliebene Reisende fanden drei Jahre lang im „Babelfish-Hostel“ eine günstige Unterkunft, von der aus sie Würzburg erobern konnten.
Nun befindet sich das Hostel noch näher am Bahnhof, am Haugerring 2.
Derzeit laufen noch Umbauarbeiten, Anfang April wird neu eröffnet.
Projektentwickler Alexander Weigand hat das Gewerkschaftshaus im Juni 2008 gekauft. Jetzt wurde sein Bauantrag im Stadtrat behandelt und ohne große Diskussion genehmigt.
Moderne Glasfassade
Das Haus wird komplett umgebaut, energiesaniert, bekommt eine ansprechende, moderne Glasfassade und unter dem bestehenden Parkplatz eine Tiefgarage.
Anstelle des jetzigen Haupteingangs entsteht ein zusätzlicher Rundbau, mit dem das Gebäude einen ganz neuen Charakter bekommt.
Auf dem „Rundling“ soll es für die Mitarbeiter der Firmen eine Dachterrasse geben. 2200 Quadratmeter Gesamtbürofläche wird Weigand schaffen.
Im September diesen Jahres muss das Projekt, das die Architekten Frank Zumkeller und das Büro Aman & Greß betreuen, fertig sein.
Dann wollen die Anwälte der Baurechtskanzlei Ulbrich & Kollegen und die Software-Berater der Avatis AG, deren Kunden aus der Pharmazie kommen, einziehen. Das Obergeschoss ist noch zu haben.
Weigand hat schon die Druckerei Stürtz in der Beethovenstraße zum Bürohaus „Alte Universitätsdruckerei“ umgebaut.

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