publiziert: 22.12.2010 14:15 Uhr
aktualisiert: 22.12.2010 14:23 Uhr
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Ein Würzburger im Land der Drachen

Ursula Dittmer über ihr neues Buch und eine magische Welt, die „Fasanthiola“ heißt
  • Fantasiewelten: Die Würzburger Autorin Ursula Dittmer.
    Foto: Privat
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Ursula Dittmer aus Würzburg ist Autorin mit Leib und Seele. Sie liebt das Schreiben. Die Geschichten wollen einfach aus ihr heraus: „Wenn ich nicht schreiben könnte, wäre das echt schlimm. Denn dann wüsste ich, dass etwas ganz wertvolles einfach nicht geboren wird“, erzählt die 57-Jährige. In ihren Büchern spielen ein Würzburger Student und ein Fantasieland eine wichtige Rolle.

Ursula Dittmer, die Sozialpädagogik studiert hat, seit 1994 aber einen Theaterladen in Lengfeld betreibt, verbringt ihre Freizeit hauptsächlich mit Schreiben: Gedichte, Kurzgeschichten, Theaterstücke – und Bücher. Gerade ist ihr drittes mit dem Titel „Dem Ruf der Drachen folgen“ in die Würzburger Buchläden gekommen: ein weiterer Band im Fasanthiola-Zyklus, einem Fantasy-Abenteuer voller Magie.

1000 DIN A4-Seiten umfasst das gesamte Fasanthiola-Werk, rund zehn Jahre hat die Autorin daran geschrieben. 2005 hat sie den Zyklus fertiggestellt, seitdem überarbeitet Ursula Dittmer ihre Texte, um Jahr für Jahr einen der voraussichtlich fünf Buchbände herauszugeben.

Das Besondere: Teile der Fantasy-Geschichte spielen in Würzburg, unterschiedlichste Stellen der Stadt kommen vor allem in den ersten beiden Bänden vor. Die Handlung des Fantasy-Abenteuers: Dem unglücklichen Würzburger Biologiestudenten Xander fällt eines Tages ein Traumbuch in die Hände. Dadurch gelangt er nach Fasanthiola, in eine andere Welt. Dort ist er „der Geweissagte“ und hat eine wichtige Aufgabe: Er muss sieben magische Bücher finden, um das Gleichgewicht in Fasanthiola wieder herzustellen.

Ursula Dittmer arbeitet impulsiv-kreativ und streng strukturiert zugleich. Sie erfindet Welten, in denen magische Dinge passieren und Drachen leben, sie zeichnet im Sinne des Genres Fantasy ausdrucksstarke Bilder. Sie arbeitet aber nicht nur mit solch „schmückenden“ Elementen, sondern legt gleichzeitig viel Wert auf gründliche Recherche. Sie liest Bücher über Baukunst und scheut sich nicht, zu besonderen Orten wie Ölmühlen zu fahren, wenn sie im Buch vorkommen.

Intensive Recherche

„Mir sind kleine Details sehr wichtig, ich will mich nicht mit einer groben Beschreibung zufrieden geben, deshalb betreibe ich immer intensive Recherche“, so die Autorin. „Neben aller Kreativität wäre ich ohne Recherche und Struktur vollkommen hilflos.“ So führt sie Excel-Tabellen, in denen sie über alle auftauchenden Figuren minutiös Buch führt.

Wenn Ursula Dittmer von ihren Buchfiguren erzählt, dann tut sie das sehr liebevoll. Sie spricht beispielsweise von „ihrem“ Xander und erzählt von den Figuren wie von lebendigen Kindern. „Die Figuren haben ein Eigenleben, sie entwickeln sich ganz von selbst, ich drücke ihnen nichts auf“, betont die Autorin.

„Xander ist wie er eben ist, wenn ich ihn anders machen würde, dann wäre das eine Art Vergewaltigung seiner Person. Kinder haben schließlich auch eine Persönlichkeit, die Eltern nur bedingt beeinflussen können.“ Es hat den Anschein, als könne Ursula Dittmer spüren, wie ihre Figuren ticken. Als ob sie Teil ihres Lebens seien, so sehr scheint sie mit deren Denken verhaftet zu sein.

Und im Endeffekt ist Ursula Dittmer – obwohl kinderlos – wirklich Mutter: Mutter von Büchern. „Als ich mein erstes Buch veröffentlicht habe, hatte ich Angst. Es war, als wenn (m)ein Kind das erste Mal auswärts schlafen würde. Da fragt man sich ja auch: Mögen sie mein Kind?“ Ursula Dittmer fragt sich dies aber eben nicht in Bezug auf ein befreundetes Elternpaar, das das Kind zur Übernachtung aufnimmt. Sie fragt es sich stattdessen in Bezug auf die Würzburger, die sich ganz aktuell eine Meinung über ihr drittes Buch bilden können.

Das neue Buch gibt es für 17,80 Euro in den meisten Würzburger Buchläden, in den bekannten Internet-Bookshops oder über die Dittmer-Homepege www.fasanthiola.de

Ursula Dittmer

Ursula Dittmer kommt aus Veitshöchheim, lebt aber schon lange in Würzburg. Sie studierte Sozialpädagogik und war in der sozialen Arbeit tätig, bevor sie sich 1987 selbstständig machte. Sie arbeitete unter anderem als freie Fortbildungsreferentin und gründete ein Fortbildungsinstitut, in dem sie auch Erzähl- und Theaterkurse anbietet. Das Schreiben begleitet die verheiratete Autorin seit ihrer Schulzeit.

Der Fasanthiola-Zyklus ist Ursula Dittmers erste Romanveröffentlichung für Erwachsene. Sie vermarktet ihre Bücher selbst über Books on Demand. Die Coverbilder der ersten drei Bände hat der Würzburger Stadtgrafiker Markus Westendorf gestaltet.

Von unserem Redaktionsmitglied

Linda Klimmek

    
    

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Main.Kommentar (49 Kommentare) am 22.12.2010 14:45

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