publiziert: 25.04.2010 15:46 Uhr
aktualisiert: 10.05.2010 19:08 Uhr
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Erweiterung der Fußgängerzone in die Eichhornstraße

Bis zu 8500 Quadratmeter im Hypogebäude – Bank macht Platz für Einzelhandel

Nachdem sich bereits die Kommission für Stadtbild und Gestaltung bei ihrer ersten Sitzung mit der Erweiterung der Fußgängerzone in die Eichhornstraße befasste, wurde jetzt auch der Planungs- und Umweltausschuss des Stadtrats über dieses Vorhaben informiert.

  • Würzburg-Visionen: So könnte der Blick von der Eichhornstraße in Richtung Spiegelstraße aussehen. Rechts das Gebäude der HypoVereinsbank, das künftig für Einzelhandel genutzt werden soll.
    Simulation: Adler & Olesch
Bild von

Die Stadtverwaltung hat beim Nürnberger Architekturbüro Adler & Olesch eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die Stadtbaurat Christian Baumgart vorstellte.

Etwa drei Millionen Euro würde die Realisierung dieses Projekts kosten, erklärte Baumgart.

Der Wermutstropfen: Hauseigentümer und Anwohner müssen sich an den Kosten beteiligen. Allerdings würden sie sich damit gleich mehrere Vorteile „erkaufen“.

Rein optisch würde die Eichhornstraße eine deutliche Aufwertung erfahren und zu einem Bindeglied zwischen der zentralen Innenstadt und der Semmelstraße sowie in Richtung Spiegelstraße zur geplanten Stadtgalerie auf dem Mozart-Areal.

Der entscheidende Vorteil wäre, dass die Zufahrtsrampe in die Marktgarage, die die Eichhornstraße heute zerschneidet, verschwinden würde. Mit der Folge, dass die Parksuchverkehre entfielen.

Die neue Einfahrt befände sich dann im jetzigen Gebäude der HypoVereinsbank in der Martinstraße. Während des Umbaus des Bankgebäudes (die Bank zieht auf die gegenüberliegende Straßenseite) soll laut Baumgart die Zeit genutzt werden, um die Garageneinfahrt zu erweitern.
 
Im heutigen Bankgebäude sollen nach Auskunft von Baumgart zwischen 6500 und 8500 Quadratmeter hochwertige Einzelhandelsfläche entstehen – für welches Sortiment wollte er nicht sagen, da die Verhandlungen noch laufen.

Im Untergrund soll die jetzige Hypo-Garage mit der Marktgarage verknüpft werden. Die Zufahrt zur neuen Garageneinfahrt soll von der Spiegelstraße aus auf der Route Ingolstädter Hof, Domerpfarrgasse und Martinstraße erfolgen. An dem Platz vor dem Antiquariat Osthoff soll ein Wendehammer angelegt werden.

Einen weiteren Vorteil der Erweiterung der Fußgängerzone verdeutlichte Oberbürgermeister Georg Rosenthal, der es für wünschenswert hält „nach und nach“ auch die Spiegelstraße in dieses Konzept einzubeziehen.

Eine attraktivere Gestaltung des Straßenraumes mit Bäumen und Außengastronomie mache es leichter, Investoren für die Vermarktung des Kardinal-Faulhaber-Platzes und des Mozart-Areals zu gewinnen. „Solche Veränderungen verlangen alle Interessenten“, pflichtete ihm Baumgart bei.

Vorgestellt wurde im Ausschuss auch die Alternative einer Verlegung der Garageneinfahrt in den Bereich Spiegel-/Eichhornstraße. Dies hätte den Vorteil, dass man hier eine sehr übersichtliche Orientierung und eine einfache Navigation erhielte.

Aus Baumgarts Sicht überwiegen aber die Nachteile: Man müsste für lange Zeit eine oberirdische Baustelle mitten in der Innenstadt einrichten. Dadurch wäre die Eichhornstraße während der Bauzeit nur sehr eingeschränkt nutzbar.

(Rö.)
    
    

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»Alle 8 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

toto (623 Kommentare) am 27.04.2010 09:15

@reutjo

Das auch der Zeller Bock gemacht gehört steht ausser Frage - nur kann oder vielmehr muss das ganze paralell laufen. Es kann nicht sein, das in der Innenstadt bis 2013 alles zurückgestellt wird was Sinn macht und Menschen in die Stadt bringt.

Der Zeller Bock ist längst nicht das einzige Problem der Stadt und ganz ehrlich: seltsam dass es keinen wirklich gejuckt hat, bis zur Vollsperrung...

Wenn weiter nur Gelder für Gutachten, Versammlungen und Disskusionsrunden gemacht werden und nichts passiert, ist auch niemandem geholfen. Es muss Gas gegeben werden in Würzburg - bevor wieder alles verpennt wird.

Grüße
(0)
reutjo (1660 Kommentare) am 26.04.2010 14:09

re... @ .. "toto"....

der "Zeller Bock" hat m.E. damit zu tun,
dass er absolut vordringlich ist. UND 'man'
das tun sollte, wofür auch Geld da wäre...!
'Ohne Moos' ist bekanntlich nirgend's be-
sonders viel los!
Aber .... man/n kann jeden Tag eine 'neue
Sau' durch die Stadt treiben. Das ist auch
ein Tätigkeitsnachweis..... traurig
viele grüsse .... grinsen
(0)
riskassessment (609 Kommentare) am 26.04.2010 13:49

@toto

Absolut richtig!
(0)
toto (623 Kommentare) am 26.04.2010 09:38

mfo

Schwachsinnig ist nur derjenige, der nicht erkennt das etwas passieren muss. Und der Vorschlag hier ist der beste Ansatz die Stadt aufzuwerten.

Ihre Ablehnung gegenüber des S.Oliver-Gebäudes ist Ihr persönliches Problem - Optisch hat das die Würzburger Innenstadt jedenfalls definitv verbessert.

@reutjo: Was hat der Zeller Bock bitte damit zu tun??
(0)
mfo (26 Kommentare) am 26.04.2010 08:29

...für so ein Schwachsinn ist.....

...Geld da, aber wirklich wichtige Dinge bleiben außen vor. Deswegen wird die "Neckermannkatalog Seite 70"-Innenstadt auch nicht schöner und attraktiver mit den hässlichen Einheitsbauten von Banken u. S. Oliverklötzen, von der der kreuz und quer rücksichtslos durchrasenden Straßenbahn ganz zu schweigen. Ich auf jeden Fall kann mich nicht mehr erinnern, wann ich jemals was in der Innenstadt in irgend einem Laden gekauft habe. Es gibt wahrlich bessere und attraktivere Geschäfte woanders.
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