aktualisiert: 16.05.2011 16:05 Uhr
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WÜRZBURG
Es ging um schönste Arschbomben
Bei Regen nur wenige Zuschauer bei Länderkampf gegen Japan im Dallenbergbad
Splashdiver sind wetterfest. Einem Sportler, der vom Zehn-Meter-Turm springt, um mit einer sogenannten Arschbombe auf der Wasserfläche aufzukommen, machen niedrige Temperaturen und Regen nichts aus, ist sich Trainer Jonas Höltermann sicher.
Filmkameras dagegen schon. Schließlich bestand die japanische Nationalmannschaft, die die deutschen Erfinder dieser „Trendsportart“ zum Länderwettkampf herausgefordert hatte, aus zwei japanischen Fernsehstars: Yuya Tegoshi, eine Art japanischer Justin Bieber, und Daisuke Miyagawa, ein Comedian im Stile Oli Pochers.
Kaum hatten die Springer am Sonntag ihre ersten Landungen ins Wasser gesetzt, waren dunkle Wolken aufgezogen und es gab über eine Stunde lang starken Regen. Darum beschränkte der Veranstalter des Länderwettkampfs den Wettbewerb auf nur zwei Durchgänge. Auch blieben die Sportler bei dem zum zweiten Mal im Dallenbergbad veranstalteten Spektakel im Gegensatz zum Vorjahr weitgehend unter sich. Bei maximal 15 Grad Lufttemperatur war das Freibad menschenleer. Nur vereinzelte Zuschauer trotzten dem widrigen Wetter. „Die werden halt Sumo-Ringer aufbieten“, erklärte einer der Zuschauer. „Das wollte ich unbedingt sehen.“
Es kommt auf Sprungtechnik an
Körperfülle allein hätte den Japanern nach Ansicht von Jonas Höltermann auch gar nicht viel genutzt: „Bei den meisten der 13 möglichen Landepositionen kommt es nicht auf die Höhe der Wasserfontäne oder den Knall beim Aufprall auf der Wasseroberfläche an.“ Entscheidend für die Wertung sei allein die Sprungtechnik.
Die beiden eher schmächtigen Fernsehstars schlugen sich beachtlich: mit dem siebten und zehnten Platz konnten sie gut mithalten. Schließlich hatte sie am Vortag der deutsche Meister Felix Hirth bestens vorbereitet. Das deutsche Team war größtenteils aus Nordrhein-Westfalen angereist. Darunter auch die beiden amtierenden Weltmeister im Synchronspringen Alexander und sein Zwillingsbruder Max Keller aus Köln. Verstärkt um einige Nachwuchsspringer, die sich spontan angemeldet hatten, bestand die Mannschaft aus elf Springern.

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