aktualisiert: 08.04.2011 07:44 Uhr
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MARL/WÜRZBURG
Flugzeug kappt Stromleitung
Abenteuerlicher Ausflug endet am Schenkturm
„So ein Glück hat man im Leben nur einmal“, sagt Hubert Noras. Der Würzburger Medizintechniker, bekannt auch als Mitglied des Elferrates, erwartete am Mittwoch einen Geschäftsfreund aus Recklinghausen, der mit dem Flugzeug kommen sollte.
Obwohl sich der Pilot über das Wetter informiert habe, kam das zweisitzige Propellerflugzeug beim Flug von Marl nach Würzburg bei Meinerzhagen im Sauerland in eine Nebelbank. Der Pilot versuchte, unter dem Nebel durchzufliegen und sich an der A 45 zu orientieren.
Einen Beitrag des WDR-Fernsehens (mit Video) zum spektakulären Unfall finden Sie hier
Dabei streifte er eine Überland-Stromleitung. „Es ist ein Wunder, dass der Pilot und mein Geschäftsfreund überlebt haben“, sagt Noras. Denn der Propeller durchtrennte ein Teil der Starkstromleitung, die glücklicherweise nicht auf die Autobahn fiel. Das Flugzeug geriet ins Trudeln, doch der Pilot konnte weiterfliegen und landete um 10.30 Uhr plangemäß am Schenkenturm.
Der Vorfall löste im Sauerland einen Großeinsatz von Rettungskräften aus, die mit 100 Mann und Hubschraubern nach einem abgestürzten Flugzeug suchten. Der WDR berichtete von einer „Unfallflucht im Flugzeug“. Nach am Schenkenturm informierte der Pilot die Flugaufsicht. Die Polizei und ein Sachverständiger untersuchten die Maschine. Pilot und Fahrgast mussten die Rückfahrt derweil per Zug antreten.
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grayjohn (1547 Kommentare) am 08.04.2011 10:33
SapperlotNachdem der kühne Flieger mit dieser Schote alle seine Schutzengel bis an die Grenze strapaziert haben dürfte, täte er schon im eigenen Interesse besser daran, wenn er den Lappen abgäbe...Und im Interesse aller seiner Mitmenschen sowieso. Kann man wirklich froh sein, dass nicht mehr passiert ist. |
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mhp (23 Kommentare) am 07.04.2011 21:39
Trudeln ???"Das Flugzeug geriet ins Trudeln" Mit Sicherheit nicht ! Trudeln ist ein einseitiger Strömungsabriss an einer Tragfläche. Die Folge ist eine Steilspirale. In der Höhe einer Hochspannungsleitung ist dieser Flugzustand nicht mehr auszuleiten und endet mit dem Aufschlag am Boden.(Fahr)gast = Fluggast |
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fraport (28 Kommentare) am 08.04.2011 05:43
@mhpDas ist vollkommen korrekt, was Sie hier schreiben. Ausserdem gehört dem Piloten die Fluglizenz auf Lebzeiten entzogen, da er äußerst unverantwortlich gehandelt hat. Er hätte die Nebelbank in dieser Höhe nicht unterfliegen dürfen! Entweder er über- oder umfliegt diese oder er muß umkehren und auf dem nächstmöglichen, geeignetem Flugplatz landen, da er ja offensichtlich keine Instrumentenfluglizenz besitzt. Seine dringenste Pflicht wäre es gewesen die Flugaufsichtsbehörde über den Vorfall sofort zu verständigen und nicht einfach nach Würzburg weiter zu fliegen und es erst dort zu melden! Ich denke der fährt jetzt öfter Bahn. |
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kabole (85 Kommentare) am 08.04.2011 12:37
Ein Tiefflieger war FJS,Franz Josef Strauß, auch, wenn er denn mal wieder selbst am Knüppel saß. Er soll so tief geflogen sein, damit er sich an den Ortseingansschildern orientieren konnte, um zu wissen, wo er sich gerade befand.Zumindest gab es damals hin und wieder solche Hinweise von CSU-Mitgliedern, die mit ihm fliegen durften / mussten. Aber er starb ja im Umfeld eines anderen seiner "Hobbys"! Karl-Bolko Lesser |
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leuli (14 Kommentare) am 08.04.2011 19:25
@kabole: O si tacuisses, philosophus mansisses!Auch heute kann man sich unter Einhaltung der Sichtflugwetterbedingungen und Mindestsicherheitshöhen ohne Weiteres an Ortsschildern, Bahnhofsbezeichnungen usw. orientieren. Nicht jeder hat GPS an Bord. Dieser Kamikazepilot hat diese Regeln jedoch sträflich mißachtet und sollte wegen grober Fahrlässigkeit verurteilt werden mit Lizenzentzug auf Lebenszeit. Hoffentlich erstattet der Passagier Anzeige.Was Ihre Ausführungen bez. FJS und CSU-Mitgliedern zu diesem aktuellen Fall soll, ist mir schleierhaft! |
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