publiziert: 22.09.2009 13:01 Uhr
aktualisiert: 22.09.2009 13:54 Uhr
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Freisprechung der Zimmerergesellen

An den Aufgaben clever wachsen

34 Zimmerergesellen, davon zehn aus dem Würzburger Raum, wurden bei einer Feier der Innungen Aschaffenburg-Miltenberg-Obernburg, Main-Spessart, Schweinfurt-Haßberge und Würzburg in der Josef-Greising-Schule vom Präsidenten der Verbände des Bayerischen Zimmerer- und Holzbaugewerbes, Peter Aicher, freigesprochen.

  • Diese jungen Männer aus dem Bezirk der Zimmerer-Innung Würzburg Stadt und Land haben die Gesellenprüfungen bestanden und wurden jetzt freigesprochenen (von links): Kammer- und Innungssieger Benjamin Burkert, Tobias Wegmann, Christopher Götz, Jermaine Martin, Daniel Rebbe, Lukas Herbst, Thomas Frischat, Alexander Moritz. Mit im Bild: Innungsobermeister Hermann Lang (links) und Peter Aicher, Präsident der Verbände des Bayerischen Zimmerer- und Holzbaugewerbes (rechts).
    FOTO DÄHN-SIEGEL
Bild von

Anders als 2008 waren heuer keine Mädchen unter den in Kluft gewandeten Hauptpersonen.

Aber wie im Vorjahr konnte Obermeister Hermann Lang, zugleich neu gewählter Vizepräsident der Verbände des Bayerischen Zimmerer- und Holzbaugewerbes, neben den Junggesellen, ihren Angehörigen, Freunden und Vertretern der Ausbildungsbetriebe zahlreiche Gäste und Gastredner bei dieser „Konkurrenzveranstaltung zum Stadtfest“ begrüßen.

In seiner Eröffnungsansprache gratulierte Lang den jungen Männern zur erfolgreich absolvierten Lehrzeit. Zudem hob er die Wichtigkeit des Handwerk allgemein und für das tägliche Leben hervor.

Zwar unterliege auch dieses Metier dem Wandel und sei belastenden Veränderungen ausgesetzt, „aber mit den wachsenden Aufgaben wachsen auch Sie“, versicherte er den Gesellen. Jammern helfe nicht, wohl aber – gemäß dem Innungsmotto – „clever denken, meisterhaft handeln“.

Kritisch äußerte sich Lang zur „unnötig hohen Bürokratie“ und den Mindestlöhnen am Bau, die seiner Ansicht nach „für einfache Tätigkeiten zu hoch“ sind. Während er, ebenso wie später Aicher, den Betrieben und der Schule für die „solide Ausbildung“ dankte, wünschte er den Ex-Lehrlinge, dass ihr „Fleiß, Streben und Können belohnt werden“.

Ähnlich äußerten sich auch Oberbürgermeister Georg Rosenthal und der stellvertretende Landrat Manfred Ländner in ihren Grußworten. Walter Heußlein, Vizepräsident der Handwerkskammer für Unterfranken, appellierte an die Junggesellen, ihre Arbeit so zu verrichten, „als ob Sie's für sich selbst tun“.

Zugleich gab er den jungen Leuten den Rat mit auf den Weg, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das berufliche Fundament zu haben. „Bleiben Sie kritisch und lassen Sie sich nicht entmutigen. Rückschläge gehören zum Leben wie das Salz in die Suppe.“

Zimmererklatsch


Vor dem Dank der Freigesprochenen und dem traditionellen Zimmererklatsch stand noch ein kurzer Prüfungsrückblick auf dem Programm, der die Leistungen der Absolventen – 13 haben jetzt auch den Mittleren Schulabschluss in der Tasche – ins rechte Licht rückte: Insgesamt 62 Schüler der 12. Klasse Zimmerer (3. Lehrjahr) aus ganz Unterfranken waren zur Gesellenprüfung angetretenen, 56 erfolgreich.

19 Lehrlingen war – wegen fehlender Punktzahl – das Mündliche nicht erspart geblieben. Im schriftlichen Teil lag der Notendurchschnitt bei 3,7, in der praktischen Prüfung bei 3,3. Der Kammersieg mit einer Durchschnittsnote von 1,9 gelang Benjamin Burkert. Er wurde zugleich Innungssieger des Bereichs Würzburg.

Die Ausbildung im Bezirk der Zimmerer-Innung Würzburg Stadt und Land haben bestanden: Kammer- und Innungssieger Benjamin Burkert und Daniel Heuler (beide Ausbildungsbetrieb Zimmerei Josef Kilian Feser, Rieden), Tobias Wegmann (Herbert Wegmann, Theilheim), Christopher Götz (HBH-Holzwerkstatt, Sommerhausen), Jermaine Martin (Freudenberger Holzbau, Güntersleben), Daniel Rebbe (Holzbau Schnabel, Sächsenheim), Lukas Herbst (Zimmerei Dermühl, Weigenheim), Thomas Frischat (Holzbau Frischat, Gelchsheim), Alexander Moritz (Zimmerei Gregor Rügamer, Hettstadt) und Simon Schäfer (Schäfer Holzbau, Neubrunn).

(däsi)
    
    

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