aktualisiert: 25.06.2009 16:42 Uhr
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WÜRZBURG „
Gerhard Kneitz: Ein gewaltiges Lebenswerk für Natur und Wissenschaft
Ja zum Leben – Mut zum Handeln“ war das Motto des 1. Deutschen Umwelttages 1986 in Würzburg. Dieses Motto sei auch charakteristisch für das Lebenswerk und die innere Einstellung von Professor Gerhard Kneitz, so Prof. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Natur und Umwelt in Deutschland und des Bund Naturschutz Bayern bei der Festansprache zum 75. Geburtstag des BN-Ehrenvorsitzenden der Kreisgruppe Würzburg.
Zu einem Empfang vor dem Öko-Haus im Luitpoldgraben, der Geschäftsstelle und Bildungsstätte der Kreisgruppe, waren rund 70 geladene Gäste gekommen. Das Öko-Haus, die wohl schönste und natürlichste Geschäftsstelle aller Kreisgruppen in Bayern, gehörte auch zu den Initiativen von Kneitz im Rahmen der Landesgartenschau 1990 in Würzburg.
Die Zahl der Grußredner war groß. Oberbürgermeister Georg Rosenthal und Landrat Eberhard Nuß gaben sich die Ehre. Die Regierung von Unterfranken war mit dem Chef des Umweltreferats Bertram Eidel vertreten und Abteilungsleiter Jörg Steinhoff vertreten. Der städtische Umweltreferent Wolfgang Kleiner gab beim gemütlichen Teil ein Ständchen in Blues-Form mit seiner Gitarre. Kreisvorsitzende Karin Miethaner-Vent konnte neben dem stellvertretenden Landesvorsitzenden Sebastian Schönauer vor allem zahlreiche BN-Mitstreiter aus den letzten drei Jahrzehnten begrüßen.
Es war ein gewaltiges Lebenswerk, das von den Rednern über den Wissenschaftler, Künstler und Naturschutz-Funktionär Kneitz gezeichnet wurde. Seine besonderen Eigenschaften brachte gerade OB Rosenthal auf den Punkt indem er Beharrlichkeit, langem Atem und klare Ziele und die Fähigkeit zusammenzuführen besonders betonte.
In seinem Rückblick war Kneitz stolz, dass vieles, wofür man „damals“ gekämpft hatte, heute selbstverständlich ist. „Damals“, das waren die 70er Jahre, wo Umweltschutz nicht allein aus der Liebe zur Natur heraus betrieben wurde, sondern aus der Erkenntnis, „dass es so nicht weiter gehen kann“. Heute seien die großen Themen nicht Müll und verschmutzte Gewässer, sondern die Klimaveränderung. Seine Motivation heute ist, niemand solle einmal sagen können „wir haben die Zeichen der Zeit nicht verstanden“.
Von unserem Redaktionsmitglied
richard Wust

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