publiziert: 08.09.2009 13:35 Uhr
aktualisiert: 08.09.2009 13:42 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text RANDERSACKER
Gewichtheber suchten starke Männer

Tragen, heben, schleppen

Als im März 1969 Adolf „Adi“ Stumpf die Abteilung Gewichtheben der Sportgemeinschaft (SG) Randersacker gründete, ahnte niemand, dass er einen der erfolgreichsten Kraftsport-Vereine Unterfrankens ins Leben rief.

  • 5,5 Tonnen schwer: der Hummer H2. Alle Athleten mussten ihn zehn Meter weit ziehen, Abteilungsleiter János Geerhardt half (rechts).
    FOTOs C. Ammon
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Die Erfolge sprechen für sich: Je einen Militärwelt- und Militäreuropameister-Titel sowie 18 Deutsche und 41 Bayerische Meisterschaften heimsten die Athleten seitdem ein.

Mit Sport und Gaudi feierte die Abteilung nun im Rahmen der Randersackerer Kirchweih ihr 40. Gründungsjubiläum.
 
Höhepunkt war der 19. Frankencup im Kreuzheben, zu dem über 100 Schwerathleten aus ganz Deutschland anreisten.
 
Etwas weniger ernst ging es bei der vierten Auflage des Wettkampfs „Der stärkste Mann der Kirchweih“ zu.

Abteilungsleiter János Geerhardt gab in seiner Festkommers-Rede einen kurzen Abriss der Vereinsgeschichte.

Bis 1986 errangen die Sportler ihre Erfolge im klassischen Gewichtheben. Seit 1982 konzentrierte sich der Verein auf das ,,Powerlifting“, den Kraftdreikampf.

    
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Stärkster Mann
Randersacker
06.09.2009
    


Dazu gehören die drei schwerathletischen Hebetechniken Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben. Im Jahr 1996 zog die Abteilung mit heute 170 Mitgliedern zum Trainieren in die ,,Sportanlage Sonnenstuhl“.
 
30 von ihnen, überwiegend im Alter von 15 bis 30 Jahren, sind aktive Kraftsportler. Mit dem Motto „Fördern, Führen, Gewinnen“ unterstützt die Abteilung junge Athleten, damit sie ihr sportliches Potenzial entwickeln können.

Aushängeschild ist das Bundes-liga-Team, das seit 1997 ununterbrochen über zwölf Jahre in der höchsten Klasse Deutschlands Gewichte stemmt.

Die Erfolge der letzten 40 Jahre ergänzen drei Deutsche und unzählige Landesmeisterschaften, die der Verein ausrichtete.

Dass Kraftsport und Gaudi hervorragend zueinander passen, bewies der Wettbewerb „Der stärkster Mann der Kirchweih“.

Beim Jochtragen mussten die zehn Kraftsportler in einer Minute eine möglichst weite Strecke bewältigen.

Die Schwierigkeit dabei: zwei je 50-Kilogramm schwere, am Joch links und rechts eingehängte Betonklötze.

Anschließend mussten die Athleten bis zu 70 Kilogramm schwere Fässer auf Paletten hieven und mit Kies gefüllte Weinbergsbudden schleppen.
 
„Die rennen den Berg hoch wie die Ochsen, da können sich die Winzer eine Scheibe von abschneiden“, kommentierte Moderator und „Anpeitscher“ Norbert Wegmann.

Die Entscheidung fiel beim Wettziehen eines wahren Ungetüms: ein 5,5 Tonnen schwerer und über neun Meter langer Hummer H2 war zehn Meter weit zu ziehen.

Was normalerweise ein Motor mit 330 Pferdestärken übernimmt, sollte ein einzelner Athlet schaffen.
 
Die letzte Chance für den 32-jährigen Titelverteidiger Dirk Motzkus aus Würzburg, 106 Kilogramm schwer, ein Kraftsportler durch und durch.
 
Noch am Vortag hatte der Trockenbaumonteur beim Frankencup für die SG 240 Kilo im Kreuzheben gestemmt.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der 26-jährige Student Eberhard von Rotkay aus München, 95 Kilogramm, ein groß gewachsener Musterathlet, die ersten beiden Disziplinen gewonnen.

203 Meter beim Buddenlauf und 129 Meter beim Jochtragen standen 193 Meter und 129 Meter gegenüber.

Mit lautem Johlen belohnten die zahlreichen Zuschauer die Top-Leistungen beider Schwerathleten: rekordverdächtige 17 Sekunden für Eberhard und 19 Sekunden für Dirk.

Gesamtdritter wurde Piet Arlt, Fitness-Trainer aus Würzburg. Bester Teilnehmer aus Randersacker war Christian Henneberger als Fünfter. „Eins ist sicher, ein Theilheimer ist nicht vor mir“, so seine Ankündigung.

Er behielt Recht: Florian Endres aus Theilheim wurde nur Siebter.

Von unserem Mitarbeiter Christian Ammon
    
    

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