aktualisiert: 22.02.2012 16:42 Uhr
Text
Text
UFFENHEIM
Großbaustelle soll im Frühjahr beginnen
Ran ans Ansbacher Tor
Mit einem Jahr Verzögerung kann im Frühjahr die Großbaustelle vor dem Ansbacher Tor in Angriff genommen werden. Im Stadtrat wurde jetzt der gesamte Bauentwurf vorgestellt und mit 18 gegen eine Stimme gebilligt.
Bei der Altstadtsanierung wird die Hochwasserfreilegung im Bereich Ansbacher Straße und Haimbach durchgeführt. Zuvor wird das Zollhaus nach denkmalschutzrechtlichen Regeln abgebaut, zwischengelagert und am Ende wieder aufgebaut.
Abgebrochen wird die bestehende Brücke und eine Garage über dem Haimbach, damit die Zufahrt zum Bachbett möglich wird, als Voraussetzung für die umfangreichen Hochwasserfreilegungsmaßnahmen. Die neue Haimbachbrücke wird in Stahlbetonbauweise als offene Rahmenkonstruktion hergestellt mit Flachgründung und einem Trockenwettergerinne in der Mitte.
Die gesamte Maßnahme wird 1,6 Millionen Euro kosten. Auf Anfrage erklärte Rudolf Rupsch, dass alles in zwei Jahren fertig sein soll.
Während es von den Fraktionen von CSU, Freien Wählern und SPD volle Zustimmung für diese insgesamt spannende Baumaßnahme, so Bürgermeister Georg Schöck, gab, war Günter Reins (B90/Die Grünen), nicht damit einverstanden. So wurden der vorzeitige Baubeginn und die Durchführung der Baumaßnahme mit 18 gegen eine Stimme beschlossen.
Zur weiteren Erschließung des Ge-werbe- und Industriegebietes an der Autobahnausfahrt Uffenheim Langensteinach wird ein Kreisverkehrsplatz gebaut. Einstimmig beschlossen wurde die überarbeitete Planung und dass die Baumaßnahme gemäß dem vorgestellten Terminplan durchgeführt wird.
So soll Mitte Mai mit den Arbeiten begonnen werden, Ende September soll der Kreisverkehr fertig sein, weil bis Ende dieses Jahres die neue Tank- und Rastanlage daneben fertig werden soll. Mit den Planungsleistungen wird das Würzburger Ingenieurbüro Arz beauftragt.
Bebauungsplan gebilligt
Vorgestellt und einstimmig gebilligt wurde der ergänzte Bebauungsplanentwurf für das „Gewerbe- und Industriegebiet Uffenheim, Autobahnausfahrt Uffenheim-Langensteinach III“.
Auf Grund der Bebauungsplanänderung im Wohnbaugebiet „Nördlich der Adelhofer Straße II“ sind im Bereich der Kurt-Schumacher-Straße Erschließungsarbeiten notwendig. Die Kosten für Straßenbau und Kanalisation werden auf 380 000 Euro geschätzt. Wasser- und Stromleitungen sowie Straßenbeleuchtung werden mit 156 000 Euro veranschlagt.
Zum Einsatz kommt ein so genanntes Mikrorohrnetz. Damit können bis zu 20 Hausanschlüsse von einem zentralen Punkt aus mit einem Glasfaserkabel erfolgen innerhalb eines Rohrbundes. Einstimmig beschlossen wurden der Bauentwurf sowie die Durchführung und Ausschreibung der Maßnahmen.
Beraten wurde im Stadtrat eingehend darüber, ob Uffenheim sich als Akzeptanzpartner bei der Einführung der Bayerischen Ehrenamtskarte im Landkreis beteiligen soll.
Wer seit zwei Jahren mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden pro Jahr nachweislich ehrenamtlich tätig ist, kann mit der Ehrenamtskarte verschiedene Vergünstigungen und Ermäßigungen von öffentlichen und privaten Anbietern für sich in Anspruch nehmen. Die Karte ist in ganz Bayern gültig bei den teilnehmenden Landkreisen und kreisfreien Städten.
Während einige Stadträte die Teilnahme befürworteten, sprachen sich viele dagegen aus. Claus Grammetbauer (Freie Wähler) sah in der Karte eine Alibifunktion und seine Fraktionskollegin Susanne Holzmann, die vielfältig ehrenamtlich engagiert ist, macht ihre Ehrenämter gerne und will dafür keine Vergünstigung.
Die alljährliche Ehrung der Stadt von ehrenamtlich Tätigen in der Jugendarbeit hob sie als ein gutes Beispiel für Wertschätzung hervor. Bürgermeister Schöck hatte Zweifel an den Vergabekriterien. Am Ende wurde mit 13 gegen sechs Stimmen die Teilnahme abgelehnt.

Wetter














