publiziert: 14.07.2011 17:42 Uhr
aktualisiert: 14.07.2011 17:56 Uhr
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Grüne Oase als Treff der Generationen

In der Lindleinsmühle hat die Stadtbau einen trostlosen Weiher zum Naherholungsgebiet gemacht – An diesem Freitag Seefest
  • Idylle am See: Mitten in der Lindleinsmühle lockt das neu gestaltete Gelände zum Entspannen und Spielen.
    Foto: Theresa Müller
  • Wasser erleben: Die kleine Luisa am neuen Ufersteg.
    Foto: T. Müller
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Eine neue grüne Oase ist in den vergangenen Monaten im Stadtteil Lindleinsmühle entstanden: Zwischen Pleichach und Schwabenstraße hat die Stadtbau GmbH den dortigen See in ein Naherholungsgebiet verwandelt. Ein Idyll besonders für Familien und Senioren, mit einem natürlich angelegten Spielplatz und Sitzbänken mit Seeblick.

Man traut seinen Augen nicht: Wo zuvor eine düstere grüne Wand aus Sträuchern und Hecken alles zugewuchert und ein Metallzaun den Stausee abgeriegelt hatte – hier lädt nun ein Weg zum Flanieren ein. Die Sonne blinzelt zwischen freigelegten Bäumen hindurch. Ein Steg wurde ans Ufer gebaut, mit Steinquadern ein landschaftsgerechter Zugang zum See geschaffen. Das Wasser im Wohnviertel – es ist erlebbar geworden. Die Stadt hat an gleicher Stelle sogar noch die Pleichach ausgebuchtet und so eine kleine Bachinsel geschaffen.

    
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13.07.2011 Würzburg
Würzburg
13.07.2011
    


Mit einem Lächeln blickt Stadtbau-Geschäftsführer Hans Sartoris auf vorbeischwimmende Enten. Er kann zufrieden sein. „Jetzt liegt es an den Leuten. Sie sind verantwortlich, wie lange das hier so schön bleibt.“ Senior Werner Gabel ist gerade mit seiner Enkelin Luisa eingetroffen. Früher, sagt er, sind sie in die Stadt gefahren, nach Klein-Nizza im Ringpark. Das braucht er jetzt nicht mehr: „Das ist hier wunderschön geworden.“

600 000 Euro hat die Stadtbau für den See ausgegeben. Mehr als geplant. Von 2006 bis 2010 hat das städtische Wohnungsunternehmen fast zehn Millionen Euro in die Lindleinsmühle als Investitionsschwerpunkt gesteckt. Hier gehören der Stadtbau rund 700 Wohnungen. Für deren Attraktivität – „und für die Stabilität eines Stadtteils“ – hält Sartoris das äußere Umfeld für wesentlich. Deshalb habe man auch den See in Angriff genommen. Es wurde ein ziemlich abenteuerliches Unterfangen. Neben dem Auslichten mussten alle Fische artgerecht in andere Gewässer umgesetzt werden. Dann ließ man den See ab und baggerte eine zwei Meter tiefe Schlammschicht aus.

Eigentlich sollte der Schlamm auf Äcker ausgebracht werden. Doch dann die böse Überraschung: Gutachter fanden den Schadstoff Benzpyren – Kohlenstoffverbindungen aus dem Autoverkehr, die von den Straßen in die Pleichach eingeschwemmt werden. Die Entsorgung des Schlamms auf der Sonderdeponie verursachte 80 000 Euro Mehrkosten.

Unterm Strich aber hat sich die Investition aus Sicht der Stadtbau gelohnt. Als besonders hilfreich und konstruktiv erlebte man die Beteiligung aus dem Stadtteil, voran die Initiative „Lindleinsmühle lebenswert“, mit der es viele Treffen gab. Dass der Spielplatz hinter dem Stadtbau-Hochhaus (Schwabenstraße 16) komplett eingezäunt ist, hat laut Sartoris mit Haftungsfragen zu tun: „Es ging nicht anders.“ Baustämme, eine Rutsche, ein Sandkasten und ein Boot laden zum Spielen und Toben ein. Nur Baden im See ist nicht erlaubt, ebenso (aus Sicherheitsgründen) das Eislaufen im Winter. Dennoch: Durch die Art der Neuanlage sollte der Lindleinsmühlesee bald ein grüner Treffpunkt der Generationen werden.

ONLINE-TIPP

Mehr Bilder vom neuen See im Internet: wuerzburg.mainpost.de

Von unserem Redaktionsmitglied Andreas Jungbauer
    
    

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