aktualisiert: 27.11.2012 12:01 Uhr
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WÜRZBURG
Haushaltsberatung: Fahrrad-Lobby freute sich zu früh
Für den Bau von Radwegen gibt im nächsten Jahr nicht mehr Geld
Es hatte schon alles nach einem Happy End ausgesehen und es schien als dürfte sich die Fahrrad-Lobby im Würzburger Stadtrat als Sieger fühlen. Denn gerade hatte das Plenum bei den Haushaltsberatungen beschlossen, im nächsten Jahr die Mittel für den Radwegebau von 270 000 auf 400 000 Euro zu erhöhen. So hatten es die Grünen und die SPD beantragt.
Doch dann kam alles anders: Das ursprüngliche Abstimmungsergebnis von 18 Ja-Stimmen bei vermeintlich 34 anwesenden Stadtratsmitgliedern hätte eine Mehrheit für den Antrag bedeutet. Doch Stadtrat Reiner Hartenstein vom Bürgerforum hatte genau aufgepasst und 38 seiner Kolleginnen und Kollegen im Ratssaal gezählt, was er umgehend monierte. Also wurde nachgezählt und Hartenstein behielt recht.
Damit hatte der Antrag für die Mittelaufstockung keine Mehrheit mehr und es blieb bei dem ursprünglich veranschlagten Betrag von 270 000 Euro.
Auch wenn es am Ende mit der Aufstockung nicht klappte, gab es für die Stadtverwaltung und ihren in den letzten Jahren verfolgten Kurs beim Radwegebau Lob. Matthias Pilz, Vorsitzender der Grünen-Fraktion, sprach sogar von einer sich abzeichnenden „echten Wende beim Radwegebau“. Er lobte die Systematik, mit der die Verwaltung vorgehe und begrüßte insbesondere die zwischenzeitlich vom Umwelt- und Planungsausschuss beschlossenen neuen Radwege am Sanderauer Mainufer und in der Maria-Theresia-Promenade.
Nicht ganz so optimistisch äußerte sich SPD-Fraktionschef Alexander Kolbow. Er wünschte sich für künftige Haushaltsberatungen umfassende Informationen über Stand und Ziele des Radwegebaus, wie sie beispielsweise für die Schulsanierungen vorgelegt werden.
Angesichts des Lobs von Seiten der Grünen zeigte sich Stadtbaurat Christian Baumgart „nachgerade glücklich“ und glaubte eine „atmosphärische Trendwende“ zu erkennen. Mit der Konstruktion von sogenannten „Radwegeachsen“ bewege man sich in die richtige Richtung und habe damit schon große Fortschritte erzielt.
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»Alle 8 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare
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steve67 (1025 Kommentare) am 26.11.2012 21:56
Mal abgesehendavon, dass es schade ist, dass nicht mehr Mittel für den Radwegebau zur Verfügung gestellt werden und lieber einige wenige, die meinen sie hätten die einzig wahre Kultur gepachtet mit dem Theater subventioniert werden - was war das denn da im Stadtrat??Man hatte eine falsche Präsenz und hätte deshalb fast einen falschen Entschluss protokolliert? Wo sind wir denn? Avanti Dilettanti!! Nicht auszudenken wenn das bei früheren Beschlüssen auch schon der Fall war und niemand hat es gemerkt. Was wären denn die Folgen? |
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Hingucker (1939 Kommentare) am 26.11.2012 09:21
Radwegbaufür so ein sch....ß Theater eine Ausweichstätte planen usw. haben sie Geld, wo die paar Hansele mit dem AUTO hinfahren, würden sie Gelder in Aussicht stellen, aber für Radwege nicht. Was für ein Stadtrat. |
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liebermann (36 Kommentare) am 26.11.2012 14:48
HanseleSeit wann kümmern Sie sich denn auch noch um das Radwegenetz in Würzburg? Sind Sie nicht schon damit ausgelastet, am Schweinfurter Baggersee nach dem Rechten zu sehen? Und wie gelangen Sie dahin? Doch nicht etwa mit dem Auto!Das Theater - eine kulturelle Spielstätte für alle Bürger, nicht nur für "Hansele" - erreicht man auch ganz prächtig per pedes, Tram oder Bus. Die RTL-Glotze daheim ist natürlich noch bequemer anzusteuern, sogar in Pantoffeln. Dabei wünsche ich viel Vergnügen und freue mich meinerseits auf ein hoffentlich bald saniertes Mainfrankentheater. Über weitreichender Radwege würde ich mich aber auch freuen. |
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Hingucker (1939 Kommentare) am 27.11.2012 10:23
@ liebermannvielleicht wohne ich auch bei SW, oder so? |
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steve67 (1025 Kommentare) am 26.11.2012 21:50
Ohes spricht ein "Bildungsbürger"... |
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