publiziert: 17.01.2011 16:20 Uhr
aktualisiert: 17.01.2011 16:24 Uhr
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Heidingsfeld: Ovationen für engagierte Weinprinzessin

Marina Lutz nach zwei Jahren verabschiedet - Kerstin Heitzenröther schwingt nun das Zepter
  • Ausgezeichnete Mitglieder des Winzervereins: Günter Wohlfart, Richard Wohlfart, Kerstin Heitzenröther, Erhard Fuchs, Andreas Kilian, Erich Wohlfart, Konrad Hildenbrand und Hubert Wohlfart.
    Foto: Franz Nickel
  • Geschenk zum Amtsantritt: Marina Lutz (rechts) überreichte ihrer Nachfolgerin Kerstin Heitzenröther, der neuen Heidingsfelder Weinprinzessin, eine Halskette.
    Foto: Franz Nickel
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(fcn) Mit einem Festgottesdienst und einem bunten Programm im Pfarrsaal von St. Laurentius feierte der Winzerverein Würzburg-Heidingsfeld sein 152-jähriges Bestehen. Der Abschied von Weinprinzessin Marina Lutz und die Krönung ihrer Nachfolgerin Kerstin Heitzenröther bildeten die Höhepunkte.

Vereinsvorsitzender Hubert Wohlfart lobte die Einsatzbereitschaft von Marina Lutz während ihrer zweijährigen Amtszeit in den höchsten Tönen. „Sie zeigte weit mehr als nur Engagement, sie ging sogar persönliche Risiken in Bezug auf ihre weitere berufliche Karriere ein“, hob er hervor. Den Charakter der bisherigen Weinhoheit, die die Winzer in der ganzen Stadt Würzburg repräsentiert, verglich er mit einem edlen Tropfen: „Sie war elegant, spritzig und filigran. Ihre Reden zeichneten sich durch geschliffenen Geist aus.“

Marina Lutz bewies beim Rückblick erneut Redegewandtheit und Humor. Locker verteilte sie beispielsweise den Seitenhieb auf den Vorsitzenden, dass er zwar nicht gut tanzen, aber hervorragend die Polonäse beim Winzerball anführen könne. Außerdem sei der „eigentliche Chef“ des Winzervereins die Frau des Vorsitzenden, Birgit Wohlfart.

Schwerstarbeit habe sie zuweilen bei „tropischen Temperaturen“ auf so manchem Weinfest oder bei der Verkostung von 300 Sorten im Vorfeld des Würzburger Weindorfes leisten müssen. „Nach 20 Sorten habe ich festgestellt, dass ich es nicht mehr schaffe.“ Bravourös gelang es ihr aber, bei einem Fernsehtermin innerhalb kurzer Zeit eineinhalb Tafeln Schokolade mit einer Silvaner-Ganache-Füllung zu verzehren. Mal habe das Licht nicht gepasst, mal war der Ton zu schlecht, erklärte Lutz. „Ich habe diesen Termin sehr genossen.“ „Es war eine wunderschöne Zeit“, fasste sie ihre Eindrücke zusammen und bekam stehende Ovationen der Festgäste.

Ihre Nachfolgerin Kerstin Heitzenröther versprach, „mit ungebremsten Elan“ ihre Aufgabe als Weinprinzessin zu beginnen. Die 23-jährige gelernte medizinisch-technische Assistentin studiert mittlerweile Biologie und Chemie fürs Lehramt. Sie spielt selbst aktiv Fußball, feuert zuweilen Bayern München in der Allianz-Arena an und verfolgt hautnah auch den hoffentlich zum Aufstieg führenden Weg der Würzburg Baskets.

100 Prozent geben

„Der Wein hat meist rund 12 Prozent, die Mitglieder des Winzervereins geben immer 100 Prozent“ für den Stadtteil, Würzburg und Franken, meinte SPD-Stadtrat Udo Feldinger stellvertretend für die wegen des Neujahrsempfangs fehlende Bürgermeisterriege.

Zu Ehrenmitgliedern ernannte der Winzerverein Bernhard Müller, Karl Dorbath, Andreas Kilian und Konrad Hildenbrand. Für 50-jährige Treue wurden Erhard Fuchs und Erich Wohlfart ausgezeichnet. Seit 40 Jahren ist Richard Wohlfart Mitglied. Seit 25 Jahren sind mit von der Partie: Robert Alsmann, Hilmar Baumeister, Theo Kneyer, Rudi Kram, Horst Landolt, Gerhard Purps, Friedrich Schmincke, Manfred Schnabel und Toni Wohlfart.

Den internen Wettbewerb des „Oechslekönigs“ gewann Verena Huppmann mit einem Weißen Burgunder mit 97 Grad Oechsle. Auf dem zweiten Rang folgt Eugen Seelig mit einem Bacchus (96 Grad Oechsle), den dritten Platz belegt das Weingut Fesel mit einem Bacchus (95 Grad Oechsle).

    
    

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