publiziert: 11.09.2009 16:41 Uhr
aktualisiert: 16.09.2009 16:54 Uhr
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Kater überlebt 25 Tage ohne Nahrung

Stubentiger Findus war im Keller einer Nachbarin eingesperrt
  • Kater Findus, als er noch wohlgenährt war. Inzwischen hat er 25 Tage ohne Wasser und Futter in einem Keller verbracht.
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Kurt W. war verzweifelt. Kaum war seine Tochter Anfang August mit den Enkelsöhnen in den Urlaub aufgebrochen, verschwand Kater Findus, den der 87-Jährige in seiner Obhut hatte. „Ich habe ihn überall gesucht“, erzählt der Pensionär, „ich habe auch Zettel mit seiner Beschreibung ausgehängt“. Aber Findus, der ein Halsband mit Namen und Telefonnummer seiner Besitzer trug, tauchte nicht mehr auf.

Bis zum 28. August. Da sprach der Gärtner einer Nachbarin Kurt W. an. „Er erzählte mir, dass der Kater in ihrem Keller ist.“ Sofort machte sich der 87-Jährige auf den Weg. „Die Nachbarin sagte mir, dass Findus zwar da gewesen, jetzt allerdings wieder weg sei“, berichtet Kurt W.

Als er den Kater beim Namen gerufen habe, habe er aus dem Keller ein „mattes Miauen“ gehört. „Aber gefunden habe ich Findus nicht.“

Die Sorge um sein Tier ließ dem Pensionär keine Ruhe. „Mittags bin ich noch mal zur Nachbarin gegangen, aber sie schickte mich weg.“ Auch bei einem weiteren Besuch am Abend habe sie ihn nicht in ihr Anwesen gelassen, vor dem ein Schild verkündet, dass es mit „Legbüchsen und Schlagfallen“ gesichert sei.

Schwach und abgemagert

Wenig später habe die 86-Jährige eine Bekannte zu ihm geschickt, erzählt Kurt W. „Sie hat mir gesagt, ich könne den Kater jetzt holen. Er sei tot.“ Wieder ging er zur Nachbarin. „Ich fand Findus ganz hinten im Keller“. Sehr „schwach und abgemagert“ sei das einst wohl genährte Tier gewesen. „Aber Findus lebte.“

Zwei Tage lang musste der Kater in einer Tierklinik bleiben. „Er war ausgetrocknet, seine Leber und seine Nieren haben Schäden davon getragen“, sagt Kurt W. „Schließlich war er 25 Tage ohne Wasser und Futter.“

Der Pensionär glaubt, dass die Nachbarin Findus „mit Absicht“ eingesperrt hat, weil sie ihn nicht mochte. „Dabei ist er ein so liebes Tier“, sagt Kurt W. „Es war grausam, ihn so leiden zu lassen“. Die Nachbarin antwortet ausweichend auf die Frage, ob sie den Kater eingeschlossen habe. „Ich wollte nicht, dass der hier rumläuft“, erklärt sie in einem Telefonat mit der Main-Post. „Das Mistvieh knickt im Garten meine Blumen ab.“

Auf jeden Fall wusste sie, dass eine Katze in ihrem Keller ist. „Der hat dort sein Geschäft gemacht und ich habe es weggeräumt“. Auf die Frage, ob sie nicht damit gerechnet habe, dass das Tier verdurstet und verhungert, sagt sie: „Das wäre mir nur Recht gewesen.“

Nach eigenen Worten will die Nachbarin erreichen, dass Findus nicht mehr in ihren Garten kommt. „Herr W. ist selbst Schuld, dass das vorgekommen ist“, sagt sie, „wenn er die Katze weiter frei laufen lässt, kann es auch wieder passieren“.

Die Tierarztrechnung über 280 Euro will die Seniorin nicht übernehmen. „Und wenn Herr W. mich verklagt, dann verklage ich ihn, weil sein Kater meine Blumen kaputt gemacht hat“, sagt sie.

Von unserem Redaktionsmitglied Gisela Schmidt
    
    

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Nightstar (24 Kommentare) am 16.09.2009 10:05

Anstand und Ehre

Es kann doch nicht angehen, dass ein halbwegs intelligenter betagter Mensch solche Äußerungen von sich gibt. Von einer Professorenwitwe, wenn auch nur promoviert am Standesamt, erwarte ich, dass sie ein Lebewesen toleriert und nicht eine Blume für wichtiger ersieht.

Liebe gnädige Frau Professor, erlauben Sie mir die Frage: Würden Sie Ihren Blumen 25 Tage (im Hochsommer) das Wasser versagen? Ich denke nein, denn der Gärtner machts ja! Aber warum quälen Sie ein Tier in grausamer Weise?

Aber was soll ich sagen, wer sein Eigentum mit Legbüchsen und Schlagfallen sichern muss, ignoriert wahrscheinlich alle Lebewesen dieser Welt und ist eigentlich mit Mitleid zu strafen.

Glücklicherweise sagt der Volksmund einer Katze voraus, sie hätte ja 7 Leben und so hat der Kater Findus überlebt.

Liebe gnädige Frau Professor, wenn Sie etwas Anstand und auch Ehre besitzen, übernehmen Sie wenigstens die Arztkosten und vielleicht können Sie sich auch mit Gedanken anfreunden, sich bei den Besitzern zu entschuldigen, oder macht Frau dies in Ihren Kreisen nicht.
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julius (48 Kommentare) am 15.09.2009 21:45

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ist die beste Möglichkeit, diese Frau gerecht zu bestrafen. Hoffentlich unternehmen möglichst viele Leute diesen schritt. Dann müssen die Behörden handeln!
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robiner (189 Kommentare) am 12.09.2009 13:04

Von der Redaktion gelöscht

Dieser Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht. Hinweis: Die Kommentierfunktion für diesen Artikel wurde vorübergehend deaktiviert.
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peterlesbub (330 Kommentare) am 12.09.2009 12:32

Unterstellt,

alles habe sich so zugetragen, dann wäre wirklich ernsthaft zu prüfen,
ob diese Frau noch "Herr" ihrer Sinne ist. Was wäre geschehen, wenn das Nachbarskind seinen Ball aus ihrem Blumenbeet geholt hätte ?
Also ernsthaft: Gesundheitsamt und/oder Lohr bitte übernehmen.
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robiner (189 Kommentare) am 12.09.2009 09:54

Der Titel wurde von der Redaktion gelöscht

Dieser Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht.
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