publiziert: 08.02.2012 16:58 Uhr
aktualisiert: 08.02.2012 17:19 Uhr
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Klagen nach dem Wechsel

Kritik am neuen Fahrplan im nördlichen Landkreis

„Mehr Sicherheit und Komfort“ hat die APG ihren Fahrgästen durch einen Fahrplanwechsel am 29. Januar auf Faltblättern versprochen, zudem eine Qualitätssteigerung des Angebotes durch neue Fahrzeuganforderungen. „Wenn ich aber höre, was mein Sohn mir jetzt erzählt, habe ich Angst um mein Kind“, sagt Main-Post-Leserin Julia Wissmann aus Unterpleichfeld.

Denn mit dem Wechsel des Fahrplanes sei auch ein Wechsel des Busunternehmens einher gegangen. Und was ihr knapp 17-jähriger Sprössling ihr seit kurzem über die tägliche Fahrt der Linie 46 um 7.15 Uhr ab Unterpleichfeld erzähle, sei nichts Gutes. War es früher fast immer derselbe Fahrer, der Tag für Tag die Fahrgäste chauffierte, würden diese jetzt fast täglich wechseln. Hinzu komme, dass nun ein deutlich kleinerer Bus als vor dem Wechsel eingesetzt werde. „Früher waren noch Sitzplätze frei, heute müssen die Leute wie reingestopft stehen“, habe ihr Sohn berichtet, sagt Julia Wissmann. Dies führe dazu, dass bei scharfen Bremsvorgängen schon mal Fahrgäste stürzen würden. „Das kann doch so nicht sein“, so die Mutter.

„Das kann auch nicht sein“, sagt Kerstin Horschel von der Nahverkehr Würzburg-Mainfranken auf Anfrage. Es habe sich durch den Fahrplanwechsel nicht viel geändert, sagt sie. Zwischen 6.45 Uhr und 7.15 Uhr würde die Haltestelle nach wie vor von sechs Bussen angefahren. „Da ist es aber erfahrungsgemäß halt fast immer so, dass der letzte Bus stets der vollste ist.“ Die Unternehmer, die jetzt fahren würden, seien bekannt und keine Neulinge in dem Geschäft. Wenn zeitweise ein kleinerer Bus als ausgeschrieben benutzt werden würde, müsste dies auf jeden Fall der APG gemeldet werden. Dies sei ihres Wissen bislang nicht der Fall gewesen.

Barrierefreiheit

„Was sein kann, ist, dass die Busse jetzt weniger Sitz-, dafür aber mehr Stehplätze haben“, sagt Horschel. Diese Umstellung sei der Forderung nach Barrierefreiheit geschuldet, dies sei Bestandteil der Neuausschreibung gewesen. Deswegen würden generell nur noch Busse mit Niederflurtechnik eingesetzt. In diesen finden nun auch Rollstuhlfahrer oder Senioren mit Rollatoren Platz. Die Anzahl der Fahrgäste, die transportiert werden können, sei aber gleich geblieben. Auch die Haltestellen im Versorgungsgebiet der APG würden derzeit Zug um Zug Barriere frei umgebaut.

Bislang seien bei der APG keine weiteren Beschwerden bekannt geworden. „Sollte es dennoch Grund zur Klage geben, wäre es uns am liebsten, wenn sich die Leute direkt an uns wenden, damit wir diese Beschwerden dann sofort überprüfen können“, bittet Kerstin Horschel.

ella
    
    

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Die neuesten Kommentare

mitchhucannon (881 Kommentare) am 08.02.2012 21:38

Ups...

...beim letzten Satz ist was schief gelaufen, der sollte heißen: Naja, Frau Wissmann hat aber Recht, die Busse früh´s sind schon sehr stark frequentiert, was ich immer auf meinem Arbeitsweg beobachten kann.
(0)
mitchhucannon (881 Kommentare) am 08.02.2012 19:32

Ach Gott ach Gott...

...ich bin jahrelang an der gleichen Bushaltestelle eingestiegen, als dort früh´s in dem genannten Zeitraum nur zwei Busse fuhren. Wir mussten generell bis zum HBF stehen und leben trotzdem alle noch! Der Busfahrer hat auch bei uns oft gewechselt, was sollen denn da die Nutzer der Stadtlinien sagen? Naja, Frau Wissmann halt...
(2)
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