aktualisiert: 18.02.2011 17:11 Uhr
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WINTERHAUSEN
Klagen über zu hohe Temperaturen im Bürgerhaus
Energie geht zum Fenster raus
Um die Aufgaben der Gemeinde 2011 und das Bürgerhaus ging es im Gemeinderat. Bürgermeister Wolfgang Mann berichtete von einem Treffen mit den Vereinen.
Dabei sei sehr lebhaft diskutiert worden, was den Vereinen und der Gemeinde am Herzen liegt. Vor allem die Gebühr von 60 Euro für die Küchennutzung wurde kontrovers behandelt, sagte der Bürgermeister. Die Vereine, die die Spülmaschine einst mitgezahlt haben, fanden das ungerecht, von ihm wurde deshalb eine Aufteilung vorgeschlagen.
Viele Details wurden angesprochen und gemeinsame Verbesserungsvorschläge erarbeitet, so der Bürgermeister weiter. Nun soll erst einmal von allen Vereinen geräumt und geputzt werden.
Helga Kiesel hatte beantragt, das Vereinszimmer nur für den Musikalischen Verein vor zu halten und nicht für private Feiern frei zu geben. Das hat Mann aber abgelehnt.
Zu warm
Kleinschnitz sprach die Temperatur im Bürgerhaus an. Es sei permanent zu warm, und die Fenster werden aufgemacht, um die Temperatur zu regulieren. Das sei Energieverschwendung. „Wir sollten uns Gedanken über eine neue Heizungsanlage machen, der Kessel ist 21 Jahre alt“, meinte der Bürgermeister dazu.
Einen „kleinen“ Fahrplan für das Jahr 2011, in dem sich die Gemeinde einiges vorgenommen hat, stellte der Bürgermeister dem Gremium vor. So sind im Haushalt für die Kanalsanierung 80 000 Euro vorgesehen. Die gewerblichen Einleiter sollen bei dieser Gelegenheit in puncto Öl- oder Fettabscheider überprüft werden.
Zu den Rissen im Rathaus im Bereich Kirchberg sagte der Bürgermeister: „Das müssen wir dringend angehen.“ Die Rathauswand im Bereich der Hauptstraße müsse erneuert werden, vielleicht wäre dadurch auch ein verbesserter Schutz gegen Spritzwasser möglich. Der Jugendraum bleibt bis auf weiteres geschlossen und wird wohl in der Form nicht mehr vergeben werden, kündigte Mann an.
Für den Bauhof wäre dringend ein neuer Schlepper mit Allradantrieb als Ersatz für den alten nötig. Im Haushalt sind dafür 25 000 Euro vorgesehen. Eventuell soll auch ein vierter Mitarbeiter im Bauhof eingestellt werden, so der Bürgermeister.
Neue Rolltore
In Zusammenhang mit der energetischen Verbesserung des Bürgerhauses soll das Feuerwehrhaus neue gedämmte Rolltore bekommen. Haushaltsansatz: 15 000 Euro.
Erfreut war der Bürgermeister darüber, dass Kommandant Alfred Schertzer sich bereit erklärte, das Amt noch zwei Jahre fort zu führen. Es sei dennoch eine große Herausforderung für die Feuerwehr, in zwei Jahren einen neuen Kommandanten auf zu bauen.
Ein ganz brisantes Thema sind auch in Winterhausen die Hunde und ihre Ausscheidungen. Die Gemeinde hat deshalb ein Rundschreiben mit einer „motivierenden Beilage“ an Abfallbeuteln an die Hundebesitzer versandt.
Außerdem sollen nun drei Hundekot-Abfallbehälter (zwei am Grabenrain und einer im Bereich Werrweg, Einfahrt zur Schäferswiese) aufgestellt werden.
Und dann ging es noch um die Ortsdurchfahrt Winterhausen. „Fakt wird sein, dass der Individualverkehr aufgrund der Ortsumgehung Goßmannsdorf zunimmt“, meinte der Bürgermeister. Eine Umgehung für die Winterhäuser wäre nur An der Mainlände möglich.
„Aber das ist so eine herrliche Natur, das ist so ein Pfund, mit dem wir wuchern können, das sollte man nicht zerstören“, sagte er. Vielleicht gibt es ja ganz andere Möglichkeiten, an die wir gar nicht denken, meinte Kurt Kleinschnitz.
Zur Diskussion um den Bahnlärm sagte Kleinschnitz: „Die Wand mit 930 Metern ist nur für einen Bereich und löst unsere Probleme auch nicht, da gibt es doch andere Methoden.
Wenn die Wand erst mal da ist, kriegen wir sie nicht mehr weg.“ Wenn der Gemeinderat keine Wand will, dann gibt's auch keine, seien die Aussagen der Deutschen Bundesbahn, erklärte Mann. Die Gemeinde habe ja auch eine Kombination verschiedener Maßnahmen gefordert.
Das Helfernetzwerk läuft gut, informierte der Bürgermeister. Der Aktionskreis Altortentwicklung beschäftigt sich mit der „Broschüre Ortsgestaltungssatzung“, der AK unter anderem mit einer Bürgersolaranlage und beim AK Image steht eine Begrüßungsmappe kurz vor der Fertigstellung.
Kein Geld für Stützmauer
Der Antrag von Werner Siegler auf finanzielle Beteiligung der Marktgemeinde bei der Instandsetzung einer Stützmauer auf seinem Wochenendgrundstück lehnte das Gremium ab.
Dem Bauantrag von Martina und Christian Groh zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses erteilten die Räte das gemeindliche Einvernehmen. Die Abweichungen vom Bebauungsplan hinsichtlich der Dachform der Garage und des Anbaus seien mit den öffentlichen Belangen vereinbar.

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